Henning Baum Henning Baum im Interview

Cooler Super-Macho mit Sex-Appeal? Oder doch ein Kerl mit weichem Kern? FÜR SIE sprach mit „Der letzte Bulle“-Star Henning Baum (39).

Schauspieler Henning Baum in Herz und Handschellen Henning Baum im Interview © Photocall (Jan Pitman/Getty Images)

Können Sie so gut küssen, wie Ihre Lippen aussehen, Herr Baum? Das wäre meine erste Frage gewesen. Aber so was fragt man ja nicht. So etwas denkt man nur, wenn einem dieser unglaublich attraktive 1,85-Meter-Hüne gegenübersitzt. Ich bin mit Deutschlands neuem Sex-Symbol in der Bar des Hamburger Hotels „The George“ verab redet. Henning Baum kommt just aus New York. Er sieht müde aus.

Steckbrief
  • Wo er geboren ist: in Essen am 20. September 1972.
  • Wo er lebt: an seinem Geburtsort. „Einen Baum verpflanzt man nicht …“
  • Wen er liebt: seine Frau Corinna und seine drei Kinder.
  • Was er liebt: Boxen, Bier und Buletten. Aber auch Ruhe, Schlaf und Ordnung.
  • Wie er Karriere machte: Erste Erfolge hatte er in Serien wie „Polizeiruf 110“, „Alarm für Cobra 11“, „Der Kommissar und das Meer“ und „Bella Block“. Furore machte er zuletzt als schwuler Kommissar Leo Kraft in der Sat.1-Krimiserie „Mit Herz und Handschellen“.

FÜR SIE: Herr Baum, es heißt, Sie wären bekennender Mittagsschlaf-Fan. Warum?

Henning Baum: Mittagsschlaf ist die Orgie des kleinen Mannes! Er ist etwas ganz Köstliches – Entspannung und Rausch zugleich. Nach 20 Minuten wacht man auf und hat dann eine Art Naturdroge im Körper. Man ist noch etwas beduselt, verspürt so eine Wohligkeit mit der Welt – und dann stellt sich langsam diese Frische ein, mit der man weitermachen kann.

Und wann haben Sie diesen „Rausch“ für sich entdeckt?

Da war ich 13.

Und seither halten Sie Ihren Mittagsschlaf?

Ja, immer. Jeden Tag.

Ausruhen sei Ihnen als Hobby lieber als teure Autos, sagten Sie kürzlich …

Henning Baum mit seiner Ehefrau Corinna

Henning Baum mit Ehefrau Corinna

Ruhe ist etwas ganz Wichtiges und Zentrales in meinem Leben. Gerade in meinem Beruf, wo ich zurzeit extrem viel reise, muss ich mir Ruhe-Inseln schaffen. Sonst wird man im wahrsten Sinne des Wortes „unruhig“ und bekommt eine Teflon-Oberfläche – es prallen Dinge von einem ab. Das mag manchmal ganz nützlich sein, aber grundsätzlich wollen wir Menschen uns ja mit der Welt verbinden, durchlässig sein. Ruhe öffnet die Kanäle in uns, die den Menschen erst wirklich funktionieren lassen.

Hoppla, das klingt wie aus einem Esoterik-Ratgeber. Sind Sie ein spiritueller Mensch?

Ich bin geistigen Getränken nicht abgeneigt (lacht). Nein, im Ernst: Eigentlich ist jeder Mensch erst mal spirituell, doch viele entfernen sich sehr weit davon, werden sehr rational. Zu viel Sicherheits-Streben führt zu einer Verkrustung und verhindert Lebendigkeit.

Was war Ihre letzte unvernünftige Tat?

Geschickt gefragt, um ganz intime Details aus dem Leben des Henning Baum zu erfahren! Wahrscheinlich tue ich so viel Unvernünftiges, dass ich Ihnen darauf gar keine Antwort geben kann.

Okay, nächste Frage: Haben Sie einen weichen Kern? Weibliche Eigenschaften?

Jede Menge! Ich weine, wenn ich traurig bin – und ich räume zu Hause auf, wenn es unordentlich ist. Ich bin sehr ordnungsliebend. Es regt mich wahnsinnig auf, wenn Unordnung herrscht.

Gibt es etwas, wovor Sie Angst haben?

Ich habe Höhenangst.

Und wenn Sie nachts allein durch einen dunklen Wald gehen müssten …

… dann hätte ich keine Angst. Ich liebe es, Teil der Nacht zu werden.

Anderes Thema: Was macht eine Frau für Sie attraktiv?

Sie muss mir vor allem nicht gefallen wollen. Das macht Menschen generell sehr anstrengend. Authentizität ist eine Art von Gelassenheit, die unglaublich attraktiv macht.

Klar, Schönheit kommt von innen …

Mit Sicherheit!

Heißt das, Frauen brauchen keine Diäten?

Nö, definitiv nicht! Männern kommt es nicht auf die Figur an. Der Steinzeitmann in uns freut sich über viel Hintern, weil das gute Gene signalisiert.

Würden Sie sich selbst heiraten?

Ja!

Warum?

Ich glaube, die Vorteile überwiegen die Nachteile. Ich käme gut mit mir aus.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Äußeren?

Ich finde meine Nase ganz gut. Die ist ein bisschen dick und knollig – und hat dadurch etwas Unperfektes. Ich finde, das passt ganz gut. Meine Zähne sind auch gut. Und meine Füße.

Was mögen Sie nicht an sich?

Na ja, Mike Tyson hat ’ne bessere Figur.

Geschmackssache. Wie viel Mühe hat es Sie gekostet, sich diese Figur anzutrainieren?

Ich boxe gern und mache dabei sehr anstrengende Gymnastik. Der Trainer treibt mich derart an, dass ich danach fast zusammenbreche. Aber ich liebe es, bis an meine Grenzen zu gehen, bis zur totalen Erschöpfung.

Warum?

Mich treibt der Wunsch zu sehen, aus welchem Holz ich geschnitzt bin.

Ab 6. 2. auf Sat.1: neue Folgen von „Der letzte Bulle“, immer Mo., 20.15 Uhr. Fotos zur Serie: www.fuersie.de/henning-baum

Update: Lesen Sie jetzt auf Petra.de das ausführliche Porträt des beliebten Schauspielers Henning Baum

 

 

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