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Cornelia Poletto kocht für Vapiano

Sterneköchin Cornelia Poletto hat für die Restaurantkette Vapiano saisonale Gerichte entwickelt. Mit uns sprach sie über die Kooperation und die echte italienische Küche.

Cornelia Poletto Cornelia Poletto kocht für Vapiano © Vapiano

FürSie.de: Cornelia Poletto und Vapiano - wie ist diese Zusammenarbeit entstanden?

Cornelia Poletto: Vapiano hat mich gefragt, ob ich mir eine Koopertion vorstellen könnte, bei dem ich Special kreieren soll. Natürlich hatte auch ich meine Vorurteile und habe mir erstmal angesehen, wie im Vapiano gearbeitet wird. Ich war erstaunt, dass tatsächlich weder Geschmacksverstärker noch Fertigsaucen genutzt werden. Im Endeffekt haben wir Kleinigkeiten geändert, wie zum Beispiel von Anfang an Salz in die Pasta zu geben.

Wie sieht das Konzept für dieses Jahr genau aus?

Im Vordergrund stehen Frische und die Poletto-Specials, wie Salate und Pasta, wobei wir den Fokus auf die saisonale Küche legen. Alle zwei Monate wechselt das Angebot, aber es gibt immer mindestens zwei Gerichte. Alle Rezepte wurden von mir entwickelt.

Warum steht keine Pizza auf der Poletto-Menükarte?

Vielleicht ist denen das Geld ausgegangen (lacht). Nein, ich persönlich mag eine gute Pizza sehr gerne, aber ich bin einfach nicht für Pizza angefragt worden. Mein Fokus liegt auf Salat, Nudeln und Nachspeisen.

Für die echte italienische Küche sind Sie bekannt. Welche fünf Zutaten dürfen in keiner Küche fehlen, in der italienische Kreationen gezaubert werden?

Tomaten, Olivenöl, Pasta, frische Kräuter, Meersalz.

Und welche Küchengeräte sind ein Muss?

Früher wurde der Wok ausschließlich für die asiatische Küche genutzt. Aber wir haben uns weiterentwickelt und der Wok ist ein hervorragendes Gerät für die italienische Küche. Mit frischen Tomaten, Frühlingslauch, Knoblauch, Basilikum und dann die Spaghetti durchgeschwenkt, ist schnell ein tolles Nudelgericht gezaubert. Der Wok ist für die frische und schnell Zubereitung von Gemüse perfekt. Einen einfachen Wok erhält man in jedem Asia-Laden. Die Frage ist nun, ob man den richtigen Herd hat (lacht).

Wie sieht für Cornelia Poletto das perfekte 3-Gänge Menü aus?

Ich versuche hier in Deutschland immer wieder zu vermitteln, was bei den Italienern selbstverständlich ist: Pasta ist keine Beilage. Sondern die Pasta ist immer eine kleine Vorspeise oder ein Zwischengericht. Wenn ich nur drei Gänge zur Verfügung hätten, würde ich mich für eine Pasta zur Vorspeise, im Anschluss einen schönen Fisch und als Dessert ist Tiramisu immer noch der Klassiker, den man fantastisch varieren kann. Mit der FÜR SIE habe ich zum Beispiel mal ein Maronen-Tiramisu entwickelt. Man muss das Kochen nicht immer neu erfinden, es gibt einfach Dinge, die schmecken gut und es reicht, kleine Variationen zu kreieren.

Restaurant, Kochkurse und -bücher, nun die Kooperation mit Vapiano - was erwartet uns als nächstes von Ihnen?

Es ist lustig, denn diese Frage wird mir oft gestellt. Aber da ich ein sehr spontaner Mensch bin und das Leben auf mich zukommen lasse, kann ich meistens nicht so viel dazu sagen. Eigentlich würde ich sagen, dass es für den Moment reicht (lacht).

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 
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