Simone Panteleit Kolumne

Warum sagt man "Saftladen"?

Schlecht laufende Geschäfte kriegen häufig diesen abfälligen Stempel aufgedrückt.

simone-panteleit-saftladen Warum sagt man "Saftladen"? © AleksandarNakic / iStock

In einen Saftladen geht man meist einmal und nie wieder. Entweder weil das Essen schlecht ist, die Bedienung unfreundlich oder weil die Preise unverschämt sind. Der Begriff „Saftladen“ ist hier bei uns in Berlin entstanden. Zunächst wurden Apotheken so bezeichnet, weil es dort Heilsäfte gab, nicht selten mit einem hohen alkoholischen Anteil. Deshalb wurden dann auch bald Kneipen und Likörstuben als „Saftläden“ tituliert – weil man dort ebenfalls Alkohol bekam und ordentlich einen heben konnte. Angeblich soll die Qualität dieser Kneipen und Likörstuben mit der Zeit immer mehr nachgelassen haben, weshalb das Wort einen immer schlechteren Beigeschmack bekam – und schließlich benutzte man es für alle Läden, die (warum auch immer) einen schlechten Service bieten.

Simone Panteleit

Mehr spannende Alltagsfragen in "Warum Socken immer verschwinden und wohin"
 

Simone Panteleit, 1976 in Frankfurt am Main geboren, begann ihre Karriere 1996 beim Berliner Radiosender rs2, wo sie als Nachrichtenredakteurin und –moderatorin ausgebildet wurde. 2008 startete ihre Karriere als TV-Moderatorin des SAT.1-Frühstücksfernsehens. Parallel ist sie seit 2010 beim Berliner Rundfunk 91.4 als Moderatorin zu hören. Im Jahr 2013 erschien ihr erstes Buch mit dem Titel „Warum Socken immer verschwinden und wohin?“, eine Essenz ihrer Radiosendung „Warum? Darum!“, in der sich Simone Panteleit mit allerlei spannenden Alltagsfragen und deren Lösungen beschäftigt. Simone Panteleit lebt in Berlin, ist verheiratet und hat vier Kinder.

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