Reisetipp Karibik Zehn Gründe für Urlaub auf den Bahamas

In bunten Strandvillen wohnen, mit Delfinen schwimmen – und sonst einfach nur das süße Nichtstun genießen: Auf den 700 Inseln in der Karibik ist jeder Tag ein Traum.

Zehn Gründe für Urlaub auf den Bahamas © iStockphoto

1. Hier lernt man entspannen

Fast so groß wie Deutschland ist das Gebiet, über das sich die Bahamas erstrecken. Mehr als 700 Inseln mit puderhellem Sand ragen aus dem Atlantischen Ozean, nur 30 sind bewohnt. Auf einer von ihnen landete Christoph Kolumbus 1492. Er nannte die Insel San Salvador und schrieb in sein Logbuch: „Vom Land her kam der Duft von Blumen und Bäumen so köstlich und süß, dass es nichts Schöneres auf der Welt zu geben schien.“

Karibischen Zauber und einsame Inseln – das bieten die Bahamas auch heute noch. Nur 80 Kilometer südöstlich von Florida und 100 Kilometer nördlich von Kuba gelegen, eignen sie sich wie kaum ein anderes Reiseziel dafür, mal eine richtige Pause vom Alltag zu nehmen. Der Himmel ist hier eigentlich immer blau, das Meer türkis, die Strände feinsandig. Und als wäre das noch nicht genug des herrlichen Kitschpostkarten-Feelings, sind hier auch noch riesige Populationen von Flamingos zu Hause.

New Providence mit der Hauptstadt Nassau, Paradise Island, Grand Bahama und Eleuthera gehören zu den bekanntesten Inseln. Man erreicht sie entweder per Flugzeug oder – wie es sich für echte Abenteurer gehört – per Postschiff. Die Mail Boats transportieren alles und jeden und steuern von Potters Cay aus, dem Hafen unter der Brücke zwischen Nassau und Paradise Island, alle 30 bewohnten Inseln an. Die Fahrtdauer variiert von einigen Stunden bis zu fast zwei Tagen, je nachdem, wie viele Inseln angesteuert werden und wie weit diese entfernt sind. Nach dem trubeligen Nassau, Anlaufstelle für viele US-Kreuzfahrtschiffe, kann man sich an Bord der Mail Boats schon einmal prima einstimmen aufs süße Nichtstun.

2. Schwimmen mit Schweinchen

Wie viele Blautöne hat das Meer? Türkis, Smaragd, Azur, Aqua, Ultramarin… auf den Exumas könnte man auch ohne künstlerische Erfahrung zum farbgewaltigen Maler werden. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht liegen die 365 Cays im fast immer spiegelglatten Wasser. Die meisten sind nur Sandbänke und unbewohnt – ideales Sprungbrett in die badewannenwarmen Fluten! Fantastisch, am Amberjack-Korallenriff vor den nördlichen Cays zu tauchen.

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen weiter südlich beim Schnorcheln ein mit allen Vieren paddelndes Schweinchen begegnet: Bei Staniel Cay schwimmen die Borstentiere gern im Meer herum. Die Tiere haben sich den paradiesischen Bedingungen perfekt angepasst. Ihre Vorfahren wurden einst auf einem der Inselchen zurückgelassen.

Ein tolles Schnorchelziel ist die „Thunderball“-Grotte gleich nebenan, wo der Kampf von James Bond alias Sean Connery gegen den Schurken Emilio Largo gedreht wurde. Auch wenn Mr. Bond sich vermutlich für andere Strandschönheiten interessierte: Für die meisten Touristen ist der pink schimmernde Sand hier das Highlight. Seine fantastische Farbe ist keine Einbildung: Die kalkhaltigen Gehäuse von mikroskopisch kleinen Einzellern (Foraminifera) bringen am Pink Sands Beach von Harbour Island den Sand zum Leuchten.

3. 26 Grad warmes Wasser

Dieses Grau! Wann ist endlich Schluss damit? Am Ende des Winters sehnt sich fast jeder nach Sonne auf der Haut, fröhlichen Menschen, Leichtigkeit – und einer kleinen Flucht ins Sonnenparadies. Dank des Golfstroms ist das Meer hier jetzt schon 26 Grad warm. Die Lufttemperatur toppt bereits im März die 30-Grad-Marke. Beste Reisezeit ist Dezember bis April. Zwischen August und November können Hurrikane auftreten. Ach so, das Wichtigste hätten wir fast vergessen: Die Sonne scheint auf den Bahamas jetzt jeden Tag!

4. Definen die Flosse streicheln

Flipper, der Held der gleichnamigen TVSerie, soll aus den hiesigen Gewässern stammen. Behaupten jedenfalls die Anbieter von Delfin-Beobachtungstouren. Wer den liebenswerten Tieren hautnah begegnen möchte, wird für ca. 75 Dollar zu einer Sandbank gefahren. Dort steigt man ins seichte Wasser und nähert sich den großen Tümmlern in kleinen Gruppen. Die Tiere kommen täglich vorbei, springen durchs Wasser und spritzen dabei die Besucher nass. Manche geben sogar die Flosse (www.unexso.com oder www.dolphinencounters.com).

Wer es aufregender mag, kann bei Compass Cay auf den Exumas mit Nurse Sharks schwimmen (www.exumacaysadventures.com): Die Ammenhaie sind harmlos und haben nicht den geringsten Appetit auf Menschen. Sie verspeisen lieber Seeigel, Krabben und Kraken.

5. Prominente Gesellschaft

Wenn es einen Star gibt, der die Karibik wie seine Westentasche kennt, dann ist es Johnny Depp: Als Captain Jack Sparrow durchquerte er mehrmals die Inselwelt und war so begeistert, dass er sich nach dem Dreh von „Fluch der Karibik 2“ hier ein eigenes Eiland zulegte – und zwar die Bahama-Insel Little Hall’s Pond Cay in der Nähe der Exumas. Die schneeweißen Strände benannte er nach seiner Frau Vanessa Paradis, den Kindern und seinem Vorbild Marlon Brando. „Meine Pulsfrequenz geht sofort um zwanzig Schläge runter, wenn ich hier bin“, sagte Depp dem US-Magazin „Vanity Fair“.

Vielleicht hat deswegen auch Tiger Woods ein Haus auf den Bahamas. Sexsucht kann ja ganz schön anstrengend sein. Shakira sucht hier ebenfalls ihre Ruhe. Lenny Kravitz die Inspiration; er hat sich auf Eleuthera ein Haus bauen lassen. Manchmal macht er Musik in „Elvinas Restaurant & Bar“ (Queen’s Highway in Gregory Town auf Eleuthera). Popstars wie Paul McCartney und Jennifer Lopez nehmen in den Compass Point Studios Songs auf. Übrigens: Das zum Studio gehörende Hotel-Resort steht jedem offen ...

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Autor:
Bettina Laude