Reportage Zehn Gründe für eine Reise nach Marokko

Weite Wüste und hohe Berge, einsame Strände und quirlige Städte, orientalisch und mediterran: Eine Reise in dieses Land der Gegensätze ist unvergesslich. Die Highlights auf einen Blick

Zehn Gründe für eine Reise nach Marokko © Magdalena Jankowska - iStockphoto

Im Tal der Berber

Rund 50 Kilometer südlich von Marrakesch, am Fuße des Hohen Atlas, liegt auf 1500 Meter Höhe der kleine Ort Setti Fatma. Er ist das Eingangstor zum Ourika-Tal mit seinen in die Hänge gehauenen Berber-Dörfern. Die Fahrt dorthin führt vorbei an märchenhaften Kasbahs, silbernen Stromschnellen und improvisierten Restaurants am Flussufer – man kann zwischendurch auch auf Kamelen reiten. Von Setti Fatma aus bieten sich mehrere kleine Wanderungen an, zum Beispiel hoch zu den Wasserfällen „Sept Cascades“. Tipp: Eine Tour über das Tourist Office Marrakesch, Pl. Abelmoumen Ben Ali, buchen. Oder (günstiger) eine verbeulte Limousine an der südlichen Taxi-Station (Bab Er’Reb) mieten.

Marrakeschs bunte Mitte

Wenn sich die Sonne hinter Marrakeschs Koutoubia-Moschee zur Ruhe setzt, erwacht der Djemma el-Fna zum Leben. Dann belagern die Gaukler und Schlangenbeschwörer den zentralen Platz in der Medina. Dann entstehen aus dem Nichts etliche Garküchen. Dann brodelt und sirrt es, während sich Düfte aus Tausendundeiner Nacht über Marrakesch legen: Minze, Lammfleisch, Gewürze. Wenn der Tag hereinbricht, ist der Djemma wieder ein Platz unter vielen – bis am Abend die nächste Vorstellung beginnt. Tipp: Das wuselige Treiben von einer der umliegenden Restaurant-Terrassen genießen.

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Kulissen von Hitchcock & Co.

Schon Alfred Hitchcock wusste um den mystischen Reiz und die Exotik von Marrakesch: „Der Mann, der zu viel wusste“ wurde unter anderem hier gedreht. Seither zieht die Stadt immer wieder Filmstars in ihren Bann. Man kann heute durch Marrakesch streifen und Schauplätze im Original erleben: die Menara-Gärten, den Gerber-Souk, die Saadier-Gräber. Und vielleicht Ende des Jahres zurückkehren, wenn das Filmfestival Marrakesch den Vorhang hebt: das Cannes Afrikas, dessen Bedeutung von Jahr zu Jahr wächst. Tipp: Im Restaurant „Dar Essalam“ speisen, das Hitchcock berühmt gemacht hat (162 Derb Ben Fayda Arset Hiheri, www.daressalam.com).

 

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Autor:
Jörg Schindler