Süditalien Urlaub auf Ponza

Die Insel südlich von Rom ist ein echter Geheimtipp. Sie hat Traumbuchten, hübsche kleine Hotels, aber vor allem eins: das Dolce-Vita-Flair von früher. Ein Lebensgefühl, das Stress vertreibt – und auch Stars wie Michael Douglas gefällt.

Ponza Urlaub auf Ponza © iStockphoto

„Für mich ist Ponza die schönste Insel des Mittelmeers“, sagt Mode-Designerin Anna Fendi. Von ihrer Wohnung über dem Hafen sieht sie blauweiße Fischerboote am Kai schaukeln, das Kommen und Gehen in der Szene-Bar „Tripoli“ und Sonnenuntergänge, die denen von Capri Konkurrenz machen. Ponza ist die größte der fünf Isole Pontine, die den elf Quadratkilometer kleinen Archipel im Tyrrhenischen Meer südlich von Rom bilden. Noch gilt das Mini-Eiland mit rund 3000 Einwohnern als Geheimtipp, es kommen überwiegend Stammgäste aus der italienischen Hauptstadt. Sie mieten sich eine Ferienwohnung und fügen sich harmonisch in den Inselalltag ein.

Daneben gibt es die Promis: Heidi Klum wurde beim Aperitivo in der „Bar Tripoli“ gesichtet, Sienna Miller beim Dinner im „Acqua Pazza“. Sie fühlen sich wohl auf der Insel, die für Massentourismus zu klein und für Paparazzi zu unbedeutend ist. Michael Douglas besitzt hier ein Haus, die Yachten von Roberto Cavalli und Caroline von Monaco liegen wochenlang vor Anker. Der Tag beginnt in der Bar „da Gildo“ auf dem Corso mit einem Cappuccino und einem Croissant. Man setzt sich damit auf die blauen Stühle vor der Tür. Gut möglich, dort den hochgewachsenen, knapp 50-jährigen Maurizio Musella zu treffen, der die schönsten Häuser der Insel vermittelt und ständig telefoniert. Oder Cocò, den charmanten, braun gebrannten Lockenkopf, der am Hafen Boote vermietet.

Dort stehen auch Vespas und „Meharis“ (offene Geländewagen auf 2CVBasis) bereit, aber mehr Spaß macht es, mit einem „Gozzo“-Boot die Küste entlang zutuckern und nach einem einsamen Mini-Strand oder Felsen zu suchen. Cocò gibt nach einem Kapitän-Crashkurs eine Inselkarte und einen Tipp mit auf den Weg: „Ich bade am liebsten unterhalb des Leuchtturms. Dort leuchtet das Wasser türkis wie in der Karibik.“ Ponza sei vom Meer aus am schönsten, sagen die Einheimischen. An der Chiaia di Luna, der Bucht, die sich sichelförmig vor einer spektakulären Tuffsteinwand entlangzieht. Oder am Strand Lucia Rosa mit Blick auf die imposanten Faraglioni-Felsen und die Nachbarinsel Palmarola. Man kann durch den Steinbogen „Spaccapurpo“ vor Schiavone schwimmen oder in den seichten Becken der „piscine naturali“ waten, die an der Cala di Feola in den Lavastein gewaschen wurden.

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