Reise-Tipp Abseits des schiefen Turms

Versteckte Dörfer, Eis mit Olivenöl, Äpfel, die Jesus Christus heißen. Sie staunen? In der Toskana erwarten Sie noch mehr Überraschungen

Abseits des schiefen Turms

Pisa lernt man erst abends richtig kennen, wenn vor dem Campanile die Stände mit den Souvenirs abgebaut und die Reisebusse abgefahren sind. Dann stellen die Restaurants in den Gassen der Altstadt ihre Stühle und Tische auf, zum Aperitivo servieren die Kellner kostenlose Antipasti. Die wohl schönste Piazza von Pisa: Sant’Omobono. Tagsüber verkaufen die Markthändler hier frisches Gemüse, abends schmückt die Trattoria an der Piazza ihre Tische mit rot-weiß karierten Decken. Die Gerichte sind typisch toskanisch, vom Stockfisch Baccala bis zur hausgemachten Brachette-Pasta (Piazza Sant’Omobono 6/7, Tel. 00 39/0 50/54 08 47).

Kunst im Palazzo

Giorgiana Corsini entstammt einem florentinischen Adelsgeschlecht, ihre Familie hat seit Jahrhunderten einen Sinn für Kunst. Heute pflegt Giorgiana Corsini ihn so: Auf der Handwerksmesse „Artigianato e Palazzo“ stellen Florentiner Künstler drei Tage lang in Corsinis Palast in Florenz ihre Arbeiten vor. Allen Besuchern, die es nicht zur Messe schaffen, empfiehlt Signora Corsini die kleinen Seitenstraßen rund um die Kirche San Spirito. „In den vielen Künstlerateliers wird traditionell mit Marmor, Bronze oder Alabaster gearbeitet“, lobt Corsini. Ihr Sightseeing-Tipp für alle Florenz-Besucher: „Die Paläste Pitti und Bargello sind für mich die schönsten Museen der Welt.“ Die Messe findet in diesem Jahr vom 14. bis zum 16. Mai statt: Giardino Corsini, Via della Scala 115 (www.artigianatoepalazzo.it).

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Autor:
Inka Schmeling