Reisetipp

New York, New York

Echt ein Abenteuer, wenn Mutter und Tochter den Big Apple erobern. Die eine will ins Museum und zum Gospel-Gottesdienst, die andere chillen und shoppen. Zusammen macht das: vier Tage staunen, das Leben spüren – und Kompromisse schließen.

New York

Bus, AirTrain oder Yellow Cab? Schon vor der Landung gibt’s die erste Debatte. Meine Tochter will das Taxi, so wie Kate Beckinsale in „Weil es Dich gibt“. Die Hollywoodromanze hat sie neulich erst mit einer Freundin auf DVD gesehen. Ich tue so, als würde ich den Zug für 5,50 Dollar wollen. Doch im Ankunftsbereich des Flughafens steht ein kleiner, dicker Mann im schwarzen Anzug. Er hält ein Pappschild hoch, darauf steht „Greta Falz“. „Cool“, sagt Greta und strahlt, als der kleine Dicke uns die Türen des schwarzen Lincoln Town Cars öffnet. Übers Internet habe ich diesen Service vorab gebucht. Überraschung gelungen.

Weitere Infos
  • ANREISE: Direktflüge mit Lufthansa oder United Airlines ab ca. 500 Euro. Limousinenservice buchbar über www.goairlinkshuttle.com. Mit Kindern nach New York? Der Veranstalter Studiosus bietet maßgeschneiderte Familienstudienreisen an, www.studiosus.com
  • ÜBERNACHTEN: „Hotel 41“, komfortabel, renoviert, direkt am Times Square, ab 175 Dollar, www.hotel41nyc.com. Clevere Alternative: Wohnung bei Petra Loewen mieten. Die Deutsche verfügt über eine große Auswahl in jeder Größe. www.aptpl.com
  • WEITERLESEN: Reportagen, Insider-Wissen, Tipps und Adressen finden Sie im MERIAN-Heft „New York“. 7,95 Euro. Im Buchhandel oder über www.merian.de

Vier Tage liegen vor uns, vier Tage Mutter und Tochter allein in New York. Greta, 14, will „viel shoppen, viel chillen und ein bisschen was anschauen“, den Central Park zum Beispiel. Ich, 50, will unbedingt ins Guggenheim-Museum. Und zum Gospel-Gottesdienst. Da bahnen sich Interessenkonflikte an. Unser Hotel liegt direkt am Broadway auf Höhe des Times Square. Schon der erste abendliche Spaziergang macht uns richtig Spaß. Riesige Leuchtreklamen, Videoclips auf gigantischen Monitoren, so groß wie die Leinwand im Kino. Viel Glitzer, viel grelles Licht und vor allem viele, viele Menschen. Mittendrin posieren zwei bullige Cops des New York Police Department für Schnappschüsse vor ihrem Einsatzfahrzeug. Das ist cooler als im Kino.

Am nächsten Morgen gibt es Pancakes mit Ahornsirup. Wunderbar. Mutter und Tochter sind sich einig: Der Tag fängt gut an. Wir kaufen Tickets für einen der Doppeldeckerbusse, ich will Greta einen Eindruck geben vom südlichen Teil Manhattans: Chrysler Building mit seiner Art-déco-Architektur, Grand Central Terminal mit 44 unterirdischen Bahnsteigen und das Empire State Building, vor dem schon jetzt eine lange Menschenschlange steht. „Da stelle ich mich aber nicht an“, stellt meine Tochter kategorisch fest. In Greenwich Village, wo die Häuser nicht mehr bis an die Wolken reichen, steigen wir aus und schlendern durch den Washington Square Park. „Beinahe wie bei uns zu Hause“, meint Greta. Halt, nein, doch nicht – sie hat einen „Dog Park“ entdeckt, einen der eingezäunten Spielplätze für New Yorks Hunde. „Der ist doch viel zu klein“, empört sie sich.

 

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