Reise-Tipp Madeira - Urlaub in schöner Natur

Die portugiesische Insel Madeira steht das ganze Jahr in voller Blüte. Ein grünes Paradies – nicht nur für Blumenliebhaber

Madeira - Urlaub in schöner Natur © Rudi Lange - iStockphoto

Einmal Königin sein. Von der Sonne geweckt werden. Über taufeuchtes Gras, auf dem lila Blüten des Jacarandabaumes liegen, zur Frühstücksterrasse gehen; durch einen Garten, in dem es wie in einem Gewächshaus duftet und blüht: rosa Azaleen, rote Kamelien, blaue Hortensien, orange Papageienblumen, weiße Callas und gelbliche Agaven. Und hinter allem das Blau des Atlantiks, das mit dem strahlenden Himmel verschwimmt. In Madeira wird dieser Traum wahr.
Die Blumeninsel im Atlantik ist fast drei Flugstunden von Portugal entfernt, im Südosten liegt Afrika, im Westen ist das nächste Festland Amerika. Mein Hotel mitten in der Hauptstadt Funchal liegt in einem riesigen Garten, rundherum Bäume und eine Mauer. Die „Casa Branca“ ist ein altes Herrenhaus, eine Quinta. Früher mussten Pächter den fünften Teil, den „quinta parte“, ihrer Ernte an den Grundbesitzer entrichten. Davon bauten sich die feinen Herrschaften ihre Quintas – immer umgeben von schwelgerischen Gärten und einem hohen Wall. Man liebte es diskret. Und very british. Schließlich stammten viele Landeigentümer aus Großbritannien. Seit dem 18. Jahrhundert kamen die Engländer zuhauf nach Madeira. Hier gab es in ihren Augen alles, was man zum Leben brauchte: Madeira- Wein, ein Wetter, in dem herrlich exotische Pflanzen wuchsen. Und ein ordentliches Maß „splendid isolation“, das kannte man ja von daheim. Doch die Zeiten änderten sich, die Quintas verfielen. Erst seit wenigen Jahren werden sie renoviert und häufig zu Hotels der Luxusklasse umgebaut.

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Autor:
Verena Lugert