Reisebericht: Kapstadt Kapstadt - Urlaub an der schönen Spitze Afrikas

Imposante Berge, lange Sandstrände und ein einmaliges Lebensgefühl. Warum Kapstadt anderen Metropolen einiges voraushat.

Kapstadt - Urlaub an der schönen Spitze Afrikas © Neil Bradfield - iStockphoto

 

Klar könnte man es abenteuerlicher angehen lassen als mit diesem wie in Stein gemeißelten Satz: Kapstadt gehört zu den schönsten Städten der Welt. Genau das erzählen einem Freunde und Reiseprofis ja auch immer als Erstes, wenn man nach den Eindrücken fragt, die sie beim Besuch der 350 Jahre alten Metropole Südafrikas gewonnen haben. Aber was soll man schon anderes sagen? Kapstadt, da sind sich alle einig, ist etwas ganz Besonderes. Nein, besser: besonders besonders!

Es beginnt schon mit der eindrucksvollen Lage. Vor über 400 Jahren ahnte Sir Francis Drake, der sagenumwobene britische Freibeuter und Weltumsegler, dass es ihn an einen ganz speziellen Ort verschlagen hatte: „Dieses Kap ist eine wahrhaft stattliche Sache und das schönste Kap, dass wir in dem gesamten Erdumfang je sahen“, notierte er an jenem klaren Wintermorgen im Juni 1580 in sein Logbuch. Möglicherweise hatte Drake ja auch Glück und der Tafelberg zeigte sich bei seiner Ankunft ausnahmsweise nicht von Wolken verschleiert. Das Massiv nämlich ist mit seinen 1086 Metern das eindrucksvollste Wahrzeichen der Stadt, die offizielle Besonderheit sozusagen und der Fixpunkt schlechthin.

Eine Tour hinauf – mit der Gondel oder auf einem der zahlreichen Pfade – gehört zum unverzichtbaren Pflichtprogramm wie etwa ein Besuch des Empire State Buildings in New York oder des Eiffelturms in Paris. Dort oben auf dem weitläufigen Plateau warten spektakuläre Aussichten und verschlungene Wege auf den staunenden Touristen. Womöglich aber auch die verblüffende Erkenntnis, dass Kapstadts City kompakter als erwartet ist und – im Gegensatz zu vielen anderen beliebten Großstädten dieser Welt – durchaus fußläufig zu bewältigen.

Auf drei Seiten wird das Zentrum der drittgrößten südafrikanischen Stadt von schützenden Bergen umrahmt, eben dem Tafelberg, dem Devil’s Peak und dem Lion’s Head. Auf der vierten Seite liegt wie hingegossen die malerische Tafelbucht. Ein Morgen auf dem Tafelberg ist eines der ganz großen Erlebnisse in Kapstadt, Tierbeobachtung inklusive. Dann ist das berühmte „Tischtuch“ („table cloth“), die nachmittags aufziehende Wolkendecke, noch nicht ausgebreitet. In den steil abfallenden Felsspalten tummeln sich Heerscharen von pelzigen Nagern. Murmeltiere, denkt man.

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Autor:
Harald Braun