Reise Erholungsurlaub in der Türkei

Versunkene Städte, jahrtausendealte Felsengräber und traumhafte Strände – die lykische Küste im Süden der Türkei bietet die perfekte Mischung für einen Bildungs- und Erholungsurlaub

Erholungsurlaub in der Türkei © Hüseyin Tuncer - iStockphoto

Leise tuckert der Motor. Die Passagiere sitzen auf blauen Polstern. Unter ihnen, im türkis schimmernden Wasser, zeichnen sich geisterhafte Konturen ab. Untiefen, Felsen, Höhlen? „Schaut genau hin“, sagt Mehmet, der „Kaptan“, der in Leverkusen Deutsch gelernt hat. Tatsächlich fügt sich das Unterwasser-Puzzle zusammen, Ruinen von Häusern und ganze Straßenzüge werden klar erkennbar: die versunkene Stadt Kekova. Einst an der Küste gelegen, im Lauf der Jahrhunderte vom Meer verschluckt.

Der Motorsegler mit Glasboden verweilt ein wenig über der historischen Stätte am südlichsten Punkt Lykiens, damit man in aller Ruhe in die faszinierende Geschichte des Landes eintauchen kann. Die Verbindung von Antike und Meer ist das Markenzeichen dieses Küstenabschnitts der Türkei. Mehmets Boot nimmt wieder Fahrt auf, das Wasser verändert sich: Aus Türkis wird Azur, aus Azur wird erst Hell-, dann Dunkelblau. Es kommt einem vor, als würde man die Welt durch einen Lapislazuli sehen.

Aus diesem Grund heißen die Trips auf den traditionellen Gulet-Holzsegelschiffen auch „Blaue Reisen“. Die Mini-Kreuzfahrten vor der Küste Lykiens sind inzwischen so beliebt, dass man bei der Menge von Segelbooten in manchen Buchten an den Film „Fluch der Karibik“ denken muss. Die Schiffe werden noch in alter Bautechnik gezimmert. Man kann sie für Tagesausflüge oder einwöchige Trips mit Verpflegung an Bord buchen. Vor dem Panorama des mächtigen Taurus-Gebirges, dessen Hänge wie Gardinen auf die Bühne des Meeres fallen, kurvt Mehmet durch Lagunen, vorbei an Altertümern und Königsgräbern.

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Autor:
Andrea Tapper