Reise-Tipp Entspannen auf Mykonos

In der Vorsaison zeigt sich die griechische Partyinsel von ihrer romantischen Seite: mit verträumten Buchten und leuchtenden Farben

Entspannen auf Mykonos © Franco Fojanini - iStockphoto

Die Sonne geht gerade auf und taucht die schneeweißen aufgereihten Häuschen in ein rötliches Licht. Vögel zwitschern, und von irgendwo aus der Ferne dringt aus einem geöffneten Fenster leise Gitarrenmusik mit Keyboard-Begleitung. Doch dann ist es für einen kurzen Moment ungewöhnlich laut in der Gasse im Burgviertel Kástro von Mykonos- Stadt.

Ein geräuschvolles „Plompf“ zerreißt die morgendliche Idylle: Eine Orange ist in einem Altstadt-Innenhof vom Baum auf die Terrakotta-Fliesen gefallen. Natürlich, echter Lärm hört sich anders an, aber im Frühling ist es hier normalerweise so ruhig, dass man sogar das Geräusch einer vom Baum fallenden Orange als Knall empfindet. Es ist so leise, dass man kaum glauben kann, dass Mykonos im Sommer die Party-Insel der Kykladen ist. Aber jetzt, im April, sind die Einheimischen fast unter sich.

Nur ein paar Fremde sind zu Besuch. Die können nun die stille Seite dieses Eilandes eine halbe Flugstunde südöstlich von Athen erleben, mit den Tavernen-Wirten und den Fischern plaudern. Jetzt sieht man das ursprüngliche Gesicht der Insel, kann den Charme wirklich spüren. Mit dem ganzen Körper. Die noch leeren Südküstenstrände zwischen Ágios Ioánnis und Kalafáti laden bereits zum ersten Frühlings-Bad ein. Zwar bringt es das Meer erst auf erfrischende achtzehn, mit Glück auf zwanzig Grad, doch die Luft ist angenehm warm. Es dauert nicht mehr lange, dann wird Mykonos sich wie jedes Jahr verkleiden und den Party-Dress überstreifen.

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Autor:
Helge Sobik