Weinkunde Rosé - idealer Sommerwein

Dieser ideale Wein für den Sommer sollte leicht und saftig sein

Rosé Wein Rosé - idealer Sommerwein © Steve Cukrov - iStockphoto

Ein frischer, kühler Rosé schmeckt nach Sommer, Sonne, Ferien und passt sich den meisten Gelegenheiten problemlos an. In Deutschland ist der Marktanteil in den letzten Jahren immerhin auf neun Prozent gestiegen. Aber was macht einen guten Rosé aus? Und wie kommt er eigentlich zu seiner Farbe?

Rosé bedeutet, dass der Wein aus roten Trauben hergestellt wird, aber eine wesentlich hellere Farbe als Rotwein hat. Normalerweise ist frisch gepresster Beerensaft (Most) jedoch graugrün, egal ob aus weißen oder roten Trauben. Man braucht daher ein spezielles Verfahren, um die Farbe in den Wein zu bekommen: Die Farbpigmente sitzen in den Beerenschalen, ebenso wie die Tannine (Gerbstoffe). Der Most muss längere Zeit mit den Beerenschalen „ziehen“. Für Rosé genügen oft einige Stunden, um dem Saft die rosa Farbe zu geben.

Rosa ist Trumpf
  • 2009 Kaiserstuhl Weißherbst v. Spätburgunder Kabinett trocken, 0,75 l/7,90 Euro. Weingut Salwey, Baden. Info: Tel. 0 76 62/ 3 84, www.salwey.de
  • 2009 Blanc de Noir Spätburgunder trocken, 0,75 l/11,00 Euro. Weingut Jean Stodden, Ahr. Info: Tel. 0 26 43/30 01, www.stodden.de
  • 2009 Spätburgunder weiß gekeltert Kabinett trocken, 0,75 l/6,00 Euro. Weingut Kranz, Pfalz. Info: Tel. 0 63 41/93 92 06, www.weingut-kranz.de
  • 2005 Pinot Rosé brut (Winzersekt mit Flaschengärung), 0,75 l/16,50 Euro. Weingut Huber, Baden. Info: Tel. 0 76 44/12 00, www.weingut-huber.com
Ein Weißherbst ist ein Rosé, aber nicht jeder Rosé ein Weißherbst: Laut Gesetz muss Weißherbst aus einem bestimmten deutschen Anbaugebiet stammen und aus einer einzigen Traubensorte bestehen. Die Württemberger Spezialität „Schillerwein“ wird dagegen aus roten und weißen Trauben gewonnen, die zusammen gekeltert werden. So einen Rosé-Typ nennt man auch Rotling. Werden Rotweintrauben wie Weißweintrauben schnell abgepresst, ohne eingemaischt über einen längeren Zeitraum zu stehen, dann gelangen kaum Farbpigmente in den Saft – und der Most bleibt weiß: Daraus entsteht ein „Blanc de Noir“, also weißer Wein aus roten Trauben. Guter Rosé duftet frisch und animierend, oft nach Erdbeeren oder Kirschen. Er ist saftig und hat eine gute Säure wie ein Weißwein, dagegen so gut wie kein Tannin (daher immer gekühlt servieren).

Bei der Weinauswahl kann man mit einem Rosé im Prinzip nichts falsch machen. Vor allem im Sommer ist er ideal: saftig, trocken, schön frisch, auch mal mit Eiswürfeln. Seine Traumpartner: eine sonnige Terrasse, Salat, knuspriges Brot ... und viele Freunde.

 
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Autor:
Christina Fischer