Sicherheit im Internet Online-Bezahlung

Kennwort, Geheimzahl oder bar beim Briefträger? Mit unseren Tipps zur Bezahlung im Internet wird der Shoppingbummel am Rechner noch entspannter.

Online einkaufen Online-Bezahlung © Thinkstock

Herrlich: keine Schlangen an der Kasse, keine Parkplatzsuche, kein Ladenschluss. Im Schnitt hat jeder deutsche Online-Shopper im vergangenen Jahr 23 Artikel im Internet gekauft und dafür 888 Euro ausgegeben. Damit liegen wir unter dem europäischen Durchschnitt. Vielen ist der bequeme Onlinekauf nach wie vor suspekt. Vor allem, wenn es ans Bezahlen geht. Wir haben die gängigen Methoden auf den Prüfstand gestellt.

Auf Rechnung: Erst die Ware, dann das Geld

Das gute Stück wird geliefert, man prüft es und begleicht innerhalb einer genannten Frist die Rechnung: sicher, simpel, perfekt. Kontodaten bleiben geheim, und es drohen kein Aufwand und Ärger bei Rückforderungen wegen Mängeln oder Fehllieferungen. Mit 41 Prozent ist der Kauf auf Rechnung die beliebteste Zahlungsart. Leider bieten sie nicht alle Shops an, und Neukunden sind oft ausgeschlossen.

Per Vorkasse: Erst das Geld, dann die Ware

Klingt riskant und ist es auch, obwohl keine Kontodaten preisgegeben werden: Man kann nur hoffen, dass der Verkäufer tatsächlich das Richtige oder überhaupt etwas liefert. Eine Rückbuchung ist nicht möglich, Nachhaken kann langwierig werden – und ergebnislos bleiben. Zu empfehlen ist Vorkasse nur bei bewährten Händlern und auf Sites mit dem Prüfsiegel „Trusted Shops“.

Nachnahme: Ein Schutz, der seinen Preis hat

Der Paketbote will vor der Übergabe Bargeld sehen. Auch wenn er drängelt: Bestehen Sie darauf, die Ware vor dem Bezahlen in Ruhe zu prüfen. Außerdem sind neben den Versandkosten Nachnahmegebühren fällig, zum Beispiel bei DHL sieben Euro.

Kreditkarte: Im Zweifel auf Nummer sicher gehen

Einfach Kartennummer eintippen, und der Verkäufer hat sein Geld. Das weltweit, außer in Deutschland, beliebteste Zahlungsmittel steht leider auch bei Kriminellen hoch im Kurs: Sie spähen Daten aus und missbrauchen sie. Kreditkartenfirmen schützen Kunden und überweisen Beträge auf Anfrage zurück. Einige Anbieter setzen auf zusätzliche Sicherheitssysteme (bei Master Card „Secure Code“, beim Mitbewerber „Verified by Visa“, bei der Postbank „RSA Adaptive Authentication“, bei anderen „3D Secure“). Das Prinzip: Wer im Online-Shop seine Kartennummer eintippt, wird zunächst auf die Seite der Kartenfirma geleitet. Dort gibt er ein vereinbartes Passwort ein, erst dann fließt Geld. Betrüger können also mit den Kartendaten allein nichts anfangen.

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Autor:
Britta Janzen