Friedliche Streitschlichtung Konflikte lösen mit Mediation

Klagen kann teuer werden – und kostet auch Nerven. Oftmals besser im Streitfall: wenn ein Mediator neutral vermittelt

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Wer bekommt das Haus nach der Trennung? Wie soll Omas Erbe geteilt werden? Im Clinch mit dem Chef? Konflikte wie diese können nicht nur Familien und Arbeitsverhältnisse zerrütten,  sondern auch teuer werden. Nicht selten landen solche Streitereien vor Gericht. Dabei gibt es eine günstigere  und friedvollere Möglichkeit: durch Mediation. Wie sie funktioniert und wann sie sich lohnt, erklärt Birgit Nickel, Mediatorin und Koordinatorin bei der Mediationsstelle Brückenschlag in Lüneburg.

WAS GENAU IST MEDIATION? Ganz einfach: eine konstruktive Konfliktvermittlung. Beide Parteien sollen gemeinsam nach Lösungen suchen. Der Mediator darf dabei inhaltlich keinen Einfluss nehmen. Er hilft den Beteiligten, ihre Interessen zu erkennen und gegenseitiges Verständnis zu erzielen.

IN WELCHEN FÄLLEN KANN EIN MEDIATOR HELFEN? Bei jeglicher Form von Streit: Scheidung, Erbschaft, Nachbarschaftskrach. Ein Mediator wird aber häufig auch von Wirtschaftsunternehmen eingesetzt. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen und über die Probleme zu sprechen.

WIE LÄUFT EINE SITZUNG AB? In der Regel dauert sie rund 90 Minuten. Zu Beginn werden Gesprächsregeln und Themen festgelegt. Die Beteiligten schildern ihre persönliche Sicht. Anschließend werden die Themen besprochen. Wichtig für die Einigung: Die erreichten Ergebnisse werden schriftlich festgehalten. Man kann sie anschließend von einem Notar in eine rechtsverbindliche Form bringen lassen.

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Autor:
Kim Stubbe