Weinkunde Fünf Freunde und ihr Weinberg

„Südpfalz Connexion“ – so nennt sich eine Handvoll junger Winzer, die viel Erfolg mit einem legendären Burgunder haben.

Suedpfalz Connexion - Eine Truppe Weinkenner Fünf Freunde und ihr Weinberg © Suedpfalz Connexion

Nur gemeinsam sind wir stark. Das war (und ist) das Credo von fünf Weinbauern aus der Südpfalz, die sich vor rund zehn Jahren bei den Landauer Weintagen kennenlernten und heute unter dem Namen „Südpfalz Connexion“ Furore machen. Aus Bekanntschaft ist in den Jahren Freundschaft geworden, Konkurrenten wandelten sich zu Kollegen. Denn den jungen Winzern war klar, dass sie in der nationalen und internationalen Weinszene nur als konsequent auftretende Vereinigung etwas bewegen konnten.

Inzwischen gilt die „Südpfalz Connexion“ als feste Größe in der deutschen Weinszene, und das verdanken die Mitglieder vor allem ihrem gemeinschaftlichen Spitzenprodukt, dem Gräfenhauser Spätburgunder.

Schon 1355 wurde nachweislich in der westlichsten Weinbaugemeinde der Pfalz (bei Annweiler) von Mönchen Spätburgunder angebaut. Der „Edelburgunder“ aus Gräfenhausen gehörte einst zu den teuersten Weinen der Pfalz. Doch der Steilhang war schwer zu bewirtschaften, und im Zuge der zunehmenden Mechanisierung konzentrierten sich die Winzer auf weniger anspruchsvolle Gebiete. Nach und nach verschwanden die Rebstöcke, der Weinberg geriet in Vergessenheit.

Im Jahr 2002 wagten sich die fünf jungen Winzer an dieses Projekt und trotzten der Natur die verloren gegangene Rebfläche wieder ab. Hinter diesem Wein steckt also eines der originellsten Konzepte zum Schutz historischer Weinbergslagen sowie eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Jeder der fünf Winzer lebt seine Individualität aus, ohne das gemeinsame Ziel – hohe Qualität in allen Preislagen – aus den Augen zu verlieren. Hier jeweils ein Weintipp für jedes einzelne Weingut – der gemeinschaftliche Gräfenhauser Spätburgunder ist für 22 Euro zu haben.

 
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Autor:
Christina Fischer