Der Rhythmus des Lebens Phänomen 7-Jahres-Zyklus

Höhen und Tiefen, Triumph und Niederlage – warum passieren große Ereignisse zu bestimmten Zeiten? Weil unser Schicksal offenbar von 7-Jahres-Schritten bestimmt wird. Auf den Spuren eines faszinierenden Phänomens.

Der 7 Jahres-Rythmus Phänomen 7-Jahres-Zyklus © Polylooks

An Schlaf ist nicht zu denken, das Kopfkino läuft auf Hochtouren: Szenen, Bilder, Gefühle wirbeln durcheinander. Man versucht angestrengt, Erinnerungen chronologisch zu ordnen, bedeutende Ereignisse mit Jahreszahlen zu versehen. Umzug, Abitur, Examen, Ehekrise – und tatsächlich, alle sieben Jahre passiert’s! Vielleicht nur ein Zufall? Wer das Buch von Penny McLean gelesen hat, kann wahrscheinlich gar nicht anders, als sich kopfrechnend in den Schlaf zu grübeln. Es heißt „Das Geheimnis der Schicksalsrhythmen. Wie 7-Jahres-Schritte unser Leben bestimmen“. Die 64-jährige Autorin – in den 70er und 80er Jahren ein Schlagerstar – ist längst eine gefragte Expertin für spirituelle Themen. Spezialgebiet: Numerologie, die Lehre von der Bedeutung der Zahlen. Penny McLean lebt nach der Überzeugung, dass das gesamte Universum – und damit auch jedes einzelne Menschenleben – festen Rhythmen unterliegt.

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Das heißt, das Leben folgt einem übergeordneten Plan, der für jeden einzelnen bestimmte Themen und Aufgaben vorsieht. Diese begegnen uns in Abständen von etwa sieben Jahren und seien im Rahmen eines Kollektivplans der Menschheit zu erfüllen. Das klingt ziemlich esoterisch, zumal in Penny McLeans Buch auch noch der Glaube an die Wiedergeburt des Menschen eine große Rolle spielt. Dennoch kann sie sogar Rationalisten und spirituelle Skeptiker für die Schicksalsrhythmen begeistern. Denn diese sind ihrer Meinung nach „keine Glaubensfrage, sondern bewiesene Realität“. Einer von vielen Beweisen ist ihr eigener Lebenslauf. Unter anderem stellte Penny McLean mit etwa 45 Jahren verblüfft fest, dass sie längst verloren geglaubte Menschen wiedertraf. Andererseits gingen Freundschaften in die Brüche, von denen sie geglaubt hatte, sie würden ewig halten. „Irgendwann war nicht mehr zu übersehen, dass diese Wiedersehen und Trennungen etwa in 14- und 21-Jahres-Abschnitten stattfanden“, sagt sie. Erst nach dieser Erkenntnis bemerkte Penny McLean, dass in ihrem Leben auch Partnerschaften, Karrieresprünge, Glücks- und Unglücksfälle zyklisch verliefen.

 

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Autor:
Nicole Ehlert