8. März 2017 Wir feiern den Internationalen Frauentag

Am 8. März ist Weltfrauentag. Er dient Frauenrechtlerinnen dazu, um auf Missstände bei der Geschlechtergerechtigkeit auf der ganzen Welt aufmerksam zu machen. 2017 steht die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt im Fokus.

Frauen Wir feiern den Internationalen Frauentag © iStock

Am 8. März ist Weltfrauentag – ein schöner Anlass, uns selbst und alle anderen Frauen ordentlich hochleben zu lassen! Nachdem es 1909 in den USA bereits einen ersten Frauentag gegeben hatte, schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin 1910 die Einführung eines Internationalen Frauentags vor. Ziel war und ist es, die Rechte der weiblichen Hälfte der Weltbevölkerung zu stärken.

Verbot in Nazideutschland

Aufgrund seines sozialistischen Ursprungs wurde der Feiertag zwischen 1933 und 1945 in Deutschland von den Nazis verboten. Dennoch begingen viele Frauen – auch während der Herrschaft des Nationalsozialismus – ihren Ehrentag. 30 Jahre später, im internationalen Jahr der Frau 1975, richteten erstmals die Vereinten Nationen eine offizielle Feier aus. Der 8. März wurde zum „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“.

Fokus 2017: Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Heute steht der Weltfrauentag jedes Jahr unter einem anderen Motto und ist in 26 Staaten – leider nicht in Deutschland – sogar ein gesetzlicher Feiertag. Themen wie Aids-Aufklärung, Bildung, politische Mitsprache und Förderung der Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft werden politisch debattiert. 2017 geht es um die Situation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt, das Motto des diesjährigen Internationalen Frauentags lautet: „Women in the Changing World of Work: Planet 50-50 by 2030“.

Meinung von Frauenrechtlerinnen

In vielen Ländern ist die politische und gesellschaftliche Integration der Frau noch weit weniger fortgeschritten als bei uns in Deutschland. Doch auch bei uns gibt es immer noch Mängel bei der Gleichberechtigung, besonders beim Blick auf den Arbeitsmarkt. Die Begehung des Weltfrauentags, um auf Missstände aufmerksam zu machen, wird daher von vielen Frauenrechtlerinnen begrüßt. Alice Schwarzer sieht es differenziert: „Wahre Gleichberechtigung wäre doch, wenn Frauen keinen eigenen Tag bräuchten, um sich Gehör verschaffen zu können.“ Vielleicht kann der Weltfrauentag ja eines Tages dazu beitragen, sich selbst überflüssig zu machen.

 
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