Hamburg Schokoladen Herstellung

In ihrem Hamburger Ladenlokal machen Berit Windisch und Oliver Rohlfs den ganzen Tag das, wovon andere träumen: die besten Schokoladen mit den wundervollsten Aromen.

Leckere Schokoladenpralinen aus eigener Herstellung Schokoladen Herstellung © Sabine Moeller

Eine ordentliche Tasse heiße Schokolade geht so: Man gebe etwa 60 Gramm feinste Schokospäne in einen Becher, bedecke sie mit ungefähr der gleichen Menge aufgeschäumter heißer Milch und rühre das Ganze vorsichtig um, bis sich eine schöne dickflüssige Emulsion ergibt. Dann die restliche Milch dazugeben, bis sich die Schokolade komplett aufgelöst hat. Nach zulesen auf einer braunen Dose mit der Aufschrift „Fofftein – Hamburger Trinkschokolade. Schmeckt nach Kindheit, Heimat und Geborgenheit“. Eine gute Idee entsteht so: die große Sehnsucht, etwas mit Leidenschaft zu tun, und eine große Unzufriedenheit darüber, diese Leidenschaft überhaupt nicht leben zu können.

Berit Windisch und Oliver Rohlfs lebten in Berlin, er arbeitete bei einem großen Platten-Label, sie im Textilmanagement, und alles war eigentlich ganz cool, wäre nur nicht die Sache mit der Sehnsucht und der Leidenschaft gewesen. Oliver sehnte sich nach seiner Heimat Hamburg, und Berit litt an der Oberflächlichkeit ihrer Branche: „Alles nur schnell, schnell, jeder kopiert von jedem. Nee, ich wollte was Eigenes machen, etwas, das einen Wert hat.“ Ein gemeinsamer Freund machte gerade einen Schokoladen-Laden auf, Oliver besann sich auf die Handelstradition seiner Heimatstadt (Kaffee, Tee, Teppiche, aber eben auch Kakao), Berits Vater war Konditormeister, und beide sagten sich: „Jetzt ist die Zeit, etwas Eigenes zu wagen, jetzt oder nie.“

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Autor:
Mark Kuntz