Mehr Spaß beim Arbeiten Flexible Jobs

Warum nicht mal umdenken? Wer seinen Job flexibel gestaltet, gewinnt nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Spaß an der Arbeit.

Michaela Komatowsky Flexible Jobs ©

So einen Chef wünschen sich viele Frauen: Der Vorgesetzte von Michaela Komatowsky versicherte der PR-Referentin, dass er sie nach ihrer einjährigen Babypause gern in Teilzeit beschäftigen würde. Und er beriet die junge Hamburger Mutter sogar dabei, wie das für sie am angenehmsten zu gestalten sei. „Er gab mir viele gute Tipps“, erinnert sich die 37-Jährige, „schließlich ist er selbst Vater von zwei Töchtern, und seine Frau ist ebenfalls berufstätig.“

Dass sie nach dem Erziehungsurlaub wieder in ihren Job einsteigen wollte, stand für die selbstbewusste Frau außer Frage: „Ich habe immer gern gearbeitet, auch Überstunden waren für mich selbstverständlich.“ Als sie Anfang dieses Jahres ihre Stelle antrat, war die geringere Stundenzahl für sie erst einmal gewöhnungsbedürftig: „Ich hatte zwar jeden Mittwoch frei und bin vier Tage in der Woche früher gegangen. Aber ich habe zu Hause immer noch meine EMails beantwortet“, sagt sie, „und auch die Mittagspausen habe ich in den ersten Wochen durchgearbeitet.“

Beruf und Kinder – mit Teilzeit ist das leichter

Erst nach und nach veränderte sich ihre Haltung. Eine reduzierte Stelle ist eben keine ganze. Heute hat sie sich an ihre 24-Stunden-Woche gewöhnt und ist begeistert: „Es tut mir gut, meinen Job und mein Kind unter einen Hut zu bekommen.“ Die PR-Referentin ist damit ein Paradebeispiel für gelungene Teilzeitarbeit. Ein Trend, der zunimmt und nach Ansicht vieler Jobexperten das Modell der Zukunft ist. Denn: „Unser Bedürfnis nach einem Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben ist gestiegen“, weiß Markus Albers, Autor des Buches „Morgen komm ich später rein“ (Campus Verlag, 18,90 Euro). „Wir definieren uns nicht mehr ausschließlich über beruflichen Status, sondern wollen ein in vielerlei Hinsicht erfülltes Leben.“

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Autor:
Bruntje Thielke