Ayurvedisches Butterschmalz Ghee selber machen

In der ayurvedischen Küche zählt Ghee zu den wichtigsten Speisefetten und wird aufgrund der hohen Hitzebeständigkeit vor allem zum Braten verwendet. Aber was ist Ghee eigentlich genau? Und wie lässt es sich herstellen? Erklärung und Rezept finden Sie in diesem Artikel.

Ghee selber machen Ghee selber machen © Gräfe & Unzer Verlag / Rynio, Jörn/Seasons

Ghee ist eine Art Butterschmalz, welches in der indischen Küche und in der ayurvedischen Heilkunde eine besonders große Bedeutung findet. So ist geklärtes Butterfett, frei von Wasser, Milcheiweiß und -zucker, leicht verdaulich, senkt den Cholesterinspiegel und eignet sich hervorragend zum Braten, da es hoch erhitzbar ist. Durch das Entziehen des Milchzuckers ist das Fett laktosefrei und kann daher von Menschen mit einer Laktoseintoleranz problemlos verzehrt werden. Die geklärte Butter erinnert an handelsübliches Schmalz mit goldgelber Farbe. Durch den geringen Wassergehalt ist Ghee etwa 9 bis 15 Monate haltbar. 

Ayurvedische Auberginensuppe

Ob Braten, Kochen oder Backen - indische Gerichte werden traditionell mit Ghee zubereitet. So auch diese ayurvedische Auberginensuppe. 

Zur Herstellung von Ghee gibt es unterschiedliche Methoden, weshalb Geschmack, Qualität und Haltbarkeit variieren können. Die Desi-Methode gehört zur traditionellen Herstellung des indischen Ghees. Hierbei wird säuerliche Butter in einem Eisentopf über offenem Feuer erhitzt, wodurch ein leichtes Raucharoma entsteht. 

Ghee-Rezept für Zuhause

Für die Ghee-Herstellung in der eigenen Küche benötigt man weder einen großen Eisentopf, noch eine offene Feuerstelle. Alles, was Sie dafür brauchen, sind ungesalzene Butter und viel Geduld.  

Die Zubereitung: 

  1. Geben Sie 500 g ungesalzene, weiche Butter in einen Kochtopf und erhitzen Sie diese langsam bei geringer Hitzezufuhr. 
  2. Nach einiger Zeit fängt die Butter an zu köcheln, wobei Eiweiß von der Butter getrennt wird und ein weißer Schaum entsteht. Das Wasser verdunstet. 
  3. Schöpfen Sie den Schaum vorsichtig mit einer Schaumkelle ab. Solange, bis nur noch klares Butterfett im Kochtopf ist. 
  4. Die geklärte Butter wird durch Küchenpapier oder ein feines Sieb heiß in ein kleines Glas abgefüllt. Nach dem Abkühlen wird die reine Butter zu festem Butterschmalz.