Einmachen Eingemachtes: Obst, Gemüse und Fleisch haltbar machen

Einmachen ist wieder in und macht vor allem Spaß! Mit vielen leckeren Rezepten können Sie die Ernte der Saison haltbar machen und Abwechslung in Ihren Vorratsschrank bringen.

Obst und Gemüse ganz einfach einmachen - Neuer, alter Trend: Lebensmittel einkochen macht nicht nur Spaß, sondern eignet sich toll als schöne und leckere Geschenkidee Eingemachtes: Obst, Gemüse und Fleisch haltbar machen © Thinkstock

Einmachen, Einkochen, Einwecken: So funktioniert's!

Heute verwenden die Begriffe "Einmachen" und "Einkochen" meist synonym. Aber streng genommen werden Obst und Gemüse zum klassischen Einkochen direkt in ein Weckglas gefüllt, das dann wiederum im Wasserbad oder Backofen erhitzt wird. Man kocht den Inhalt also in den Gläsern ein, in denen sie auch aufbewahrt werden. Durch das Erhitzen und Abkühlen entsteht ein Vakuum, das für die Haltbarkeit sorgt – eine Methode, die noch aus Zeiten stammt, in denen man keine anderen Konservierungsmöglichkeiten hatte. Dafür hielten die Lebensmittel oft auch über Jahre. 

Einmachen-Special
Marmelade

Einmachen macht Spaß! Und, was viele nicht wissen: Einmachen ist leicht und vielfältig. Wir haben die besten süßen und sauren Einmachrezepte für Sie – dazu ein paar hilfreiche Tipps und Tricks. So können Sie ihre Ernte haltbar machen

 

Bei der heute gängigeren Einmach-Methode kocht man die Lebensmittel je nach Rezept in einem Topf und füllt sie anschließend in saubere Einmachgläser mit praktischen Schraubdeckeln. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Einkochen: die ausgedehnte Luft zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen und das so entstandene Vakuum sorgt dafür, dass Gläser und Deckel gut verschlossen aufeinander sitzen. Neben dem Luftabschluss und Temperatur, sorgen auch Zutaten wie Zucker, Essig, Öl und Alkohol dafür, dass die Lebensmittel lange haltbar werden.

Einmachen von Obst und Gemüse

Eine schöne Seite am Einkochen ist, dass man den Geschmack und die Farben des Sommers oder Herbstes für eine Weile konservieren kann. Zum Einkochen und Einmachen eignen sich alle frischen Früchte und Gemüsesorten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Um Konfitüre oder Gelee zu kochen, benötigen Sie, neben dem Einmachglas und einem großen Topf, Gelierzucker im passenden Frucht-Zucker-Verhältnis. Im Handel finden Sie Mischungen mit dem Verhältnis 1:1, 2:1 oder 3:1 – abhängig vom Obst und natürlich Ihrem persönlichen Geschmack.

Tolle Alternativen zum Gelieren sind auch Agar-Agar (wird aus Algen gewonnen und ist eine pflanzliche Alternative zu Gelatine) und Pektin. Zwar ist letzteres eh in Gelierzucker vorhanden, aber so haben Sie die Möglichkeit bei Marmelade und Kompott unterschiedliche Süßungsmittel wie Rohrzucker oder Agavendicksaft auszuprobieren. Aber aufgepasst: die Zuckermenge hat durchaus Auswirkungen auf die Haltbarkeit! Auf FüerSie.de haben wir viele leckere Rezepte für Marmelade oder eingelegtes Gemüse für Sie zusammengestellt, die Sie ganz leicht nachkochen können: Brombeer-Birnen-Konfitüre oder Kürbis in Ingwersirup

Einkochen von Fleischgerichten

Wurst einzukochen gehört wahrscheinlich zu den Einmachmethoden, die zuhause am seltensten vorkommen. Dabei ist eine Kochwurst im Glas ebenso leicht zuzubereiten wie eine Marmelade und hält sich ein halbes Jahr. Auch Leberwurst können Sie leicht selber einkochen (Haltbarkeit drei Monate). Mit leckeren Kräutern und Gewürzen versehen, ist so eine eingekochte, selbstgemachte Wurst eine tolle Abwechslung und eignet sich auch als schöne Geschenkidee.   

Gulasch zu kochen dauert eine ganze Weile – umso besser, wenn man gleich größere Mengen davon vorbereiten und konservieren kann. Wenn das Tiefkühlfach wieder mal zum Bersten gefüllt ist, ist das Einkochen zum Haltbarmachen von Gulasch eine tolle Alternative. Ob im Wasserbad oder Backofen eingekocht – so ein Glas selbstgekochtes Gulasch ist dann immer zur Hand. Übrigens: Das Einkochgut (Obst, Gemüse, Fleisch) wird beim Erhitzen im Topf langsam auf 75 bis 100 Grad erhitzt (am besten mit Kochthermometer überprüfen). Beim Einkochen im Backofen variiert die nötige Temperatur zwischen 150 und 200 Grad – je nach Art des Einkochguts. 

 
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