Rezeptideen

Türkisch kochen

Genüsse aus 1001 Nacht: Fleisch und Gemüse, lecker gewürzt und mit einer gesunden Portion Knoblauch verfeinert, dazu Joghurt oder Bulgur - so schmeckt die türkische Küche. Wir haben ein paar Rezeptideen für Sie.

Bulgur mit Gemüse Türkisch kochen © Angelafoto / iStock

Jede Kleinstadt in Deutschland hat mindestens einen Dönerladen, allein in Berlin gibt es wohl mehr als 1400 - das sind etwa so viele wie McDonald's-Filialen deutschlandweit. Der Boom der türkischen Imbisse begann bereits in den 1990er-Jahren und hat sich seitdem weiter verstärkt. Heute ist der Döner Kebap der Deutschen liebstes Fast Food, weit vor Burger und Co. Er steht dabei als Symbol für die klassische türkische Küche, obwohl er gerade dieser nicht zuzuordnen ist, denn er ist eine Berliner Erfindung. Die türkische Küche hat viel mehr zu bieten. Sie lebt von ihrer Vielfalt an exotischen Gewürzen, magerem Fleisch, gesundem Getreide und vielen frischen Zutaten.

Nationalgericht Köfte

Der Begriff Kebap ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für Fleischgerichte der türkischen Küche. Eine Spezialität aus diesem Bereich sind Köfte, ein klassisches Fleischgericht, das in der Türkei sehr weit verbreitet ist. Köfte sind Frikadellen mit einer speziellen Würzzubereitung. Das Rezept für Köfte eignet sich auch für Anfänger, denn Köfte sind kinderleicht herzustellen. Für rund 30 Köfte brauchen Sie 500g Hackfleisch, wahlweise vom Rind oder Lamm, 3 Zwiebeln, 1 Ei, etwas Weißbrot, Olivenöl, Salz und Pfeffer. All das mischen Sie wie bei der Herstellung normaler Frikadellen. Würzen können Sie mit Kreuzkümmel (Cumin), Chilli und Petersilie. Was nicht fehlen darf, ist außerdem eine gute Portion Knoblauch. Die Köfte schmecken aus dem Ofen, der Pfanne oder natürlich auch vom Grill.

Joghurt-Käse-Creme Haydari

Ein Hauptdarsteller in der türkischen Küche ist Joghurt. Der klassische Knoblauchjoghurt Tsatsiki und das salzige Joghurtgetränk Ayran sind bei uns wohl die bekanntesten türkischen Joghurtspezialitäten. Was auf einem türkischen Mezze- also Vorspeisenteller aber auch nicht fehlen darf, ist Haydari. Haydari ist eine Mischung aus Joghurt und Fetakäse, in etwa zu gleichen Gewichtsanteilen. Mischen Sie Petersilie und Dill dazu, frischen Knoblauch und etwas Olivenöl. Schmecken Sie das Ganze mit Salz und Pfeffer ab. Lassen Sie die Creme 24 Stunden im Kühlschrank ziehen - fertig ist Ihre erste selbstgemachte Haydari!

Hauptnahrungsmittel Bulgur

Er ist das Lieblingsgetreide vieler türkischer Köche und zugleich ein Hauptnahrungsmittel in der Türkei: Bulgur. Bulgur ist vorgekochter Weizen, der nach der Trocknung von Kleie befreit wird. Eine Spezialität ist Kisir, ein veganer Bulgursalat. Mischen Sie den qequollenen Bulgur mit Frühlingszwiebel, etwas Paprika, Tomatenwürfeln, Gurkenstücken und Romana-Salat. Als Kräuter eignen sich Petersilie, Minze und Dill. Würzen Sie Ihren Salat abschließend mit Chili, Salz und Pfeffer. Ein Schuss Olivenöl, etwas Zitronensaft und Granatapfelsirup runden das orientalische Geschmackserlebnis ab. Guten Appetit und viel Spaß mit der türkischen Küche!

Weitere leckere Rezeptideen finden Sie hier>>

 
Autor:
Oliver Wasse