Spaghetti essen

Nudeln richtig kochen

„Nudeln machen kann ja jeder“, behaupten die Deutschen. „Es ist eine Kunst“, meinen die Italiener. Was die Spaghetti wohl dazu sagen? Wir sagen Ihnen, wie Nudeln richtig gekocht werden.

Pasta kochen Nudeln richtig kochen © Thinkstock

Okay, man kann sich vermutlich darauf einigen, dass Nudeln schnell fertig sind und glücklich machen – egal auf welcher Seite der Alpen man wohnt. Wer italienischen Köchen über die Schultern lugt, erlebt dennoch seine Überraschungen.

Nudeln perfekt kochen

Die Meister aus Bella Italia nehmen pro 100 g Rohnudeln mindestens 1 Liter Wasser und 1 TL Salz – weniger wäre eine Zumutung. Für die Nudeln. Wer Öl dazukippt, outet sich als Barbar. Und weil die Pasta „al dente“ (mit Biss) auf den Tisch gehört, vertraut man nicht stumpf der Küchenuhr, sondern prüft zwischendurch immer wieder die Festigkeit der Nudeln. Ist der perfekte Moment gekommen, lässt man die Pasta kurz abtropfen und mischt sie sofort mit der Soße. Die Soße wartet auf die Pasta, nicht umgekehrt – in Italien gilt das wie bei uns „rechts vor links“.

Wie viel Pasta isst man?

Kommt drauf an. Reicht man dazu gehaltvolle Sahne- oder Käse-Soßen, genügen pro Person 80–100 g. Zu schlankem Gemüse- Sugo oder Tomatensoße gibt’s auch mal 125 g.

Welche Nudel passt am besten zu welcher Soße?

Lange Nudeln wie Spaghetti, Tagliatelle oder Makkaroni macht man zu cremigen Soßen und Pesto. Sind die Soßen eher stückig, greift man zu kurzen Nudeln wie Penne. Die haben eine raue oder gerillte Oberfläche – die Soße bleibt besser haften.

Soße aus dem Vorrat

Selbst in Italien geschieht es, dass überraschend Gäste vor der Tür stehen – und man zuvor keine Zeit zum Einkaufen hatte. Deshalb findet man eine Reihe von Basiszutaten für Veggie-Soßen in vielen Haushalten: Dosentomaten, fertiges Pesto, Oliven, Kapern, geröstete Paprika aus dem Glas, Sahne (prima einzufrieren), Parmesan, der am Stück im Kühlschrank monatelang frisch bleibt. Und auf der Fensterbank natürlich das unverzichtbare Topf-Basilikum.

Beste Basis: Olivenöle

In der Veggie-Küche sind sie unverzichtbar, weil sie feines Aroma an Pasta & Soßen bringen

Hochwertige Öle für viele Fälle

Zwei Sorten sollten griffbereit in jeder Küche stehen: ein einfaches natives zum Braten – und für kalte Soßen wie Pesto ein gutes kalt gepresstes Olivenöl (extra vergine). An heiße Soßen gibt man es – zum Verfeinern – übrigens erst ganz zum Schluss. FÜR SIE-TIPP: „PRIMO“ D.O.P Monti Iblei extra nativ. Das kalt gepresste Olivenöl aus Sizilien wurde 2011 vom „Feinschmecker“-Magazin mit dem „Olio-Award“ ausgezeichnet. 0,5-l-Flasche 13,80 Euro. Zu bestellen unter: www.olivgrital.de

Aromatisierte Öle für feine Würze

Wer Schärfe liebt, schmeckt mit Chiliöl (2 –3 Chilischoten in 1/4 l Olivenöl ziehen lassen) ab. Feinschmecker träufeln edles Trüffelöl (3 –4 Tropfen reichen) über ihre Pasta.

Aglio Olio - Der Klassiker aus Neapel

Für 4 Personen: 5 Knoblauchzehen in Scheiben in 3 EL Olivenöl andünsten. 1/2 Tasse Nudelwasser zugeben, sämig einkochen lassen. 1 Bund glatte Petersilie in Streifen und 3 EL Ölivenöl unterrühren, salzen, pfeffern. 500 g gekochte Spaghetti unterheben.

Hier geht´s zum Rezept für Polettos Nudelsalat mit Fenchelsalami >>   

 
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