Mein Rezept für...

Reibekuchen

Der Duft echter Nostalgie entsteigt einer Pfanne voller Reibekuchen - findet FÜR SIE-Beauty-Chefin Heike Rheker

Reibekuchen Reibekuchen © JALAG Syndication

...ein Seventiesrevival mit der ganzen Familie

Der Duft echter Nostalgie entsteigt einer Pfanne voller Reibekuchen- findet FÜR SIE-Beauty-Chefin Heike Rheker Groß geworden bin ich in den 70er-Jahren in Düsseldorf. Der Geschmack von Tri Top, Maggi und Fondor war damals mein ständiger Begleiter. Am meisten liebte ich aber die herbstlichen Samstage – da gab es nämlich Reibekuchen! Gefühlte acht Stunden verbrachte meine Mutter damit, mindestens zwei Kilo Kartoffeln und ein halbes Kilo Zwiebeln per Hand zu reiben. Denn nicht nur ich, auch meine beiden Geschwister und mein Vater liebten diese ölgeschwängerten Abende in der Küche.

Mein Vater legte dann stets ein Stückchen Lachs auf und ein Stück Pumpernickel unter den frischen Reibekuchen – das sollte das Fett aufsaugen und verdaulicher sein. Meine Schwester duldete nichts als drei goldbraun gebackene Reibekuchen auf ihrem Teller; mein Bruder strich fingerdick Rübenkraut auf seine, und meine knusprigen Taler badeten in einem See von Apfelmus. Nur meiner Mutter war nach der ganzen Braterei meist der Appetit vergangen: Sie ließ sich die knusprige Köstlichkeit erst am nächsten Tag kalt schmecken. Noch heute, wenn ich in Düsseldorf in unsere kleine Straße abbiege, weht mir schon der vertraute Duft meiner Kindheit entgegen. Dann steht meine Mutter seit gefühlten acht Stunden in der Küche, hat Kartoffeln und Zwiebeln per Hand gerieben und die Masse in reichlich Öl ausgelassen – ein Ritual, das sich hoffentlich noch viele Jahre halten wird.

 

Reibekuchen

Zutaten für 4 Portionen

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Für den Teig:

  • 1 kg Kartoffeln
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 kleine Eier
  • Salz nach Geschmack
  • 1 Prise Zucker
  • ca. 50 g blütenzarte Haferflocken
  • ca. 1 EL Öl pro Bratvorgang

Außerdem:

  • Pumpernickelbrot
  • geräucherte Lachsscheiben
  • Créme fraîche
  • Apfelmus
  • Rübenkraut

Zubereitung

1. Zuerst die Kartoffeln und Zwiebeln schälen und reiben (mit der Küchenmaschine). Dann die Eier, Salz und eine Prise Zucker unterrühren. Zum Schluss so viele Haferflocken zugeben, dass die Kartoffelflüssigkeit etwas gebunden wird. Wenn sich nach 2–3 Minuten etwas Flüssigkeit oben absetzt, ist das nicht schlimm, einfach wieder durchrühren. Das Kartoffelwasser ist wichtig, da es die für die Festigkeit notwendige Stärke enthält.

2. Die Reibekuchen portionsweise mit ca. 1 EL Öl pro Bratdurchgang ausbacken. Die Taler anschließend am besten direkt aus der Pfanne auf den Teller geben. Dazu schmecken entweder geräucherter Lachs und Pumpernickel, ein Klecks Créme fraîche, selbst gemachtes Apfelmus oder Rübenkraut – ganz nach persönlichem Geschmack.