Mein Rezept für...

Palatschinken

Schon auf ihrem Puppenherd übte Dagmar von Cramm, perfekte Pfannkuchen zu backen. Mit Erfolg. Heute ist sie Ernährungswissenschaftlerin und erfolgreiche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in Freiburg und hat drei Söhne.

Palatschinken Palatschinken © Jalag Syndication

...Mama-ist-die-Beste-Tage

Düfte dringen tiefer ins Herz als Bilder oder Töne“, meinte schon Rudyard Kipling, Dichter des „Dschungelbuchs“. Nichts prägt sich nachhaltiger ins Gedächtnis ein als die Gerüche unserer Kindheit. Was kann man Kindern also Besseres mitgeben als eine ganze Welt voller himmlischer Gerichte? Ich liebte meine siebenbürgischen Großeltern und die Köstlichkeiten, die meine Großmutter und meine Mutter in der Küche zauberten. Sie ließen mich mitmachen, lobten mich, auch wenn ich regelmäßig ein Küchenchaos veranstaltete. Sie schenkten mir einen elektrischen Puppenherd, der mein ganzes Glück war. Das erste Gericht, das ich perfekt beherrschte, waren Palatschinken – hauchdünn, flaumweich in wenig Butter gebacken. Welten entfernt von den dicken westfälischen Pfannekuchen meiner Heimat Wuppertal. Die Zutaten sind so einfach: Eier, Milch, Mehl, Butter, Zucker, Salz. Das gab es immer. Ich übte so lange, bis ich aus dem Teig von einem Ei sechs oder sieben Palatschinken backen konnte. Noch heute überkommt mich ein Gefühl von Geborgenheit, wenn ich mir den ersten Pfannkuchen vom Stapel nehme, zuckere, aufrolle und diese Mischung aus zartem Teig und körnigem Zucker auf der Zunge zergehen lasse. Meine drei erwachsenen Söhne lieben meine Palatschinken übrigens auch. „Mama, gibt es Pfannkuchen?“, fragen sie, wenn sie nach Hause kommen. Aber sicher. Und Geborgenheit dazu.

 

Palatschinken

Zutaten für 7-8 Stück

  • 1 großes Ei
  • 120 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • ein Schuss Mineralwasser mit Kohlensäure
  • ca. 40 g Butter 
  • Zucker, Zwetschgenkompott, Marillenkonfitüre und Schmand nach Geschmack

Zubereitung 

1. Das Ei mit dem Schneebesen verquirlen. Ein Drittel Mehl einrühren, bis der Teig dicklich ist, dann mit 50 ml Milch verrühren. So im Wechsel Mehl und Milch unterrühren, dass keine Klümpchen entstehen. Mit Salz würzen und mindestens 15 Minuten ruhen lassen.
2. Teig mit etwas Mineralwasser aufschäumen. Ein Stück Butter in einer beschichteten 24-cm-Pfanne zerlassen, eine Kelle Teig hineingeben, unter Schwenken darin verteilen. Mit Deckel 1–2 Minuten backen. Wenden, mit Deckel in 2 Minuten fertig backen. Aus restlicher Butter und Teig 6–7 weitere Pfannkuchen (Palatschinken) backen.
3. Palatschinken mit Zucker, Zwetschgenkompott, Marillenkonfitüre und Schmand servieren.

 

Wenn mehr Zeit ist:
250 g Quark mit 60 g Zucker, 80 g weicher Butter, 3 Eigelb und Saft und Schale von 1/2 Bio-Zitrone verrühren, 3 steif geschlagene Eiweiß unterheben. Masse auf die Palatschinken streichen, je 2 EL Apfelkompott darübergeben, aufrollen, in eine gebutterte feuerfeste Form legen. 15–20 Minuten im Ofen bei 200 Grad überbacken. Mit Puderzucker bestreuen.