Mein Rezept für...

Muttis Marmorkuchen

Du bedeutest mir was! Diese Botschaft überbringt der Rührkuchen in Amelie Frieds Familie schon seit Jahrzehnten. Der erste Roman der Wahl-Münchnerin erschien 1995. Es folgten zahlreiche Bestseller für Erwachsene und Kinder. Ihr letztes Buch „Verliebt, verlobt ... verrückt?“ hat sie mit ihrem Mann Peter Probst geschrieben.

Marmorkuchen Muttis Marmorkuchen © iStockphoto/Thinkstock

...ein süßer Liebesbeweis

Meine Mutter war und ist eine vorzügliche Köchin, aber Kuchen hat sie fast nie gemacht. Da ich Selbstgebackenes aber für mein Leben gern esse, habe ich es immer als ganz besonderen Liebesbeweis empfunden, wenn sie welchen für uns gebacken hat. Meist gab es meinen Lieblingskuchen, einen klassischen Marmorkuchen aus der Gugelhupfform, der zum Schluss einen ganz feinen Überzug aus Puderzucker bekommt. Da ich schon immer gern etwas vom Teig genascht habe, lungerte ich natürlich die ganze Zeit in der Küche herum, wenn meine Mutter die Zutaten auspackte. Als ich acht oder neun Jahre alt war, erklärte sie mir, wie man den Schokoteig unter den hellen Teig schichtet. Dabei drückte sie mir eine Gabel in die Hand, legte ihre warmen Finger über meine und zeigte mir, wie das schöne Muster entsteht. Seit dieser Zeit begleitet mich das Rezept wie ein guter Freund. Und seit 21 Jahren backe ich diesen Kuchen immer, wenn eines meiner beiden Kinder Geburtstag hat. Ich überziehe ihn dann mit Schokolade, dekoriere ihn mit Gummibärchen, Schokolinsen und der entsprechenden Anzahl kleiner Kerzen – auch heute noch, obwohl meine Kinder schon erwachsen sind. Ich hoffe, dass sie den Kuchen ihrer Oma eines Tages für ihren Nachwuchs backen. Es ist so schön, wenn Familienrezepte von Generation zu Generation weitergegeben werden!

Muttis Marmorkuchen

Zutaten für 20 Stücke

  • 4 Eier
  • 250 g Butter
  • 375 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 g Mehl 
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Tasse Milch
  • 3 EL Kakaopulver
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL Sahne (oder Milch)
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Fett und Mehl für die Form

Zubereitung

1. Eier trennen. Eiweiße steif schlagen und kalt stellen. Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Eigelben schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen, sieben. Mehl-Mix im Wechsel mit der Milch unter die Eigelbmasse rühren. Eischnee portionsweise unterheben.
2. Eine Gugelhupfform fetten und mit etwas Mehl ausstäuben. Ein Drittel des Teigs mit Kakao, Zucker und Sahne verrühren. Erst etwas von dem hellen, dann den dunklen Teig als Kleckse einfüllen und mit dem restlichen hellen Teig abschließen. Die Schichten vorsichtig mit einer Gabel ineinanderziehen.
3. Napfkuchen im heißen Backofen (180 Grad, zweite Schiene von unten) ca. 60 Minuten backen. Eventuell zum Schluss etwas Alufolie auflegen, damit die Oberfläche nicht verbrennt. Etwas abkühlen lassen, auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.

Geburtstags-Variante

Je 100 g gehackte Vollmilch- und Zartbitterkuvertüre über einem Wasserbad schmelzen. Kuchen auf ein Gitter setzen (ein Stück Alufolie unterlegen) und mit Schokolade überziehen. Kurz ziehen lassen, mit Schokolinsen und Gummibärchen verzieren. Trocknen lassen.

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So gelingt der Marmorkuchen besonders gut:

  • eine zerdrückte, überreife Banane sorgt für eine leicht fruchtige Note 
  • für die richtige Fluffigkeit sorgt Mineralwasser, denn es lockert den Kuchenteig auf