Mein Rezept für...

Australische Lamingtons

Für TV-Koch Mirko Reeh dreht sich auch auf Reisen alles ums Genießen. In Australien lernte er die berühmten Lamingtons kennen – und lieben.

Australische Lamingtons Australische Lamingtons © Dar1930/Thinkstock

... das beste Kokos-Gebäck der Welt

Marco Reeh lernte das Kochen bei seiner Oma und schaute sich später bei Starköchen einiges ab. Er wirbelt in seiner Frankfurter Kochschule und im TV („Koch under Cover“, Sat.1). Neuestes Projekt:der„PrivateFoodClub“, bei dem alle Gäste um einen großen Tisch sitzen und ein großes Menü genießen.

Die große weite Welt und alles, was es darin zu entdecken gab, interessierte mich als kleiner Junge ganz besonders. Wenn mir meine Mutter abend im Bett Geschichten über ferne Länder vorlas, war ich glücklich. Vor allem die Kängurus hatten es mir angetan. Während meine Mutter kochte, sprang ich oft in der Küche wie eines um sie herum und hängte mir dazu noch einen Einkaufsbeutel um den Hals, aus dem ein kleines Stofftier oben rausguckte. Das Fernweh ist noch da, allerdings habe ich das Glück, durch meinen Beruf vieles „in echt“ erleben zu können. Vor Kurzem durfte ich auf Kangaroo Island in Südaustralien Kängurus in freier Wildbahn beobachten – war ich aufgeregt, als das erste an mir vorbeihüpfte! Besonders gefreut habe ich mich, als bei einem der Kopf eines „Joey“, wie die Australier die Känguru-Babys nennen, aus dem Beutel herausschaute. Nach einer Weile wollten meine Begleiter weiter und sagten etwas von „Lamington“. Ich war so im Tierfieber, dass ich dachte,wir gehen Lemminge gucken. Und war erst mal enttäuscht, als man mir einen Teller mit Kokos-Schoko-Würfeln kredenzte. Aber dann der Geschmack! Zu Recht gehört das Gebäck zu den beliebtesten Leckereien der Australier – und inzwischen auch zu meinen. Zudem sind sie ein Andenken an meinen Kindertraum und ein tolles Mitbringsel für meine Mama. Denn was ich auf Reisen erlebe, erzähle ich ihr am liebsten bei einem typischen Gericht.

 

Australische Lamingtons

Zutaten für 16 Stück

Für den Teig:

3 Eier
120 g Zucker
125 g Mehl
1 TL Stärke 

1 TL Butter
3 TL kochendes Wasser

Für den Guss:
240 g Puderzucker
4 TL Kakao
ausgekratztes Mark von 1 Vanilleschote
240 ml kochendes Wasser
2 TL flüssige Butter
200 g Kokosraspel

Zubereitung

Eier trennen. Eiweiße steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis der Zucker gelöst ist. Nacheinander Eigelbe, Mehl und Stärke unterheben. Butter im Wasser auflösen, unterheben. Masse in einer mit Backpapier ausgelegten eckigen Springform (24 x 24 cm) glatt streichen. Im heißen Ofen (180 Grad) ca. 25 Minuten backen. Auskühlen lassen. Für den Guss Puderzucker, Kakao und Vanille mischen. Erst Wasser, dann flüssige Butter unterrühren. Den Boden gleichmäßig in Würfel (ca. 6 x 6 cm) schneiden. Die Stücke in die Soße tauchen und in Kokosraspeln wälzen. Trocknen lassen.

Mein Tpp: Den Biskuit vor dem Würfeln waagerecht halbieren und mit Erdbeerkonfitüre bestreichen. Obere Hälfte daraufsetzen und alles ca. 1 Stunde trocknen lassen.

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