Kalorienarmes Süßungsmittel

Rezepte mit Agavendicksaft

Agavendicksaft erfreut sich wachsender Beliebtheit. Wir klären auf, woher der Sirup stammt, ob er tatsächlich gesünder als normaler Zucker ist und wie Sie ihn am besten zum Backen und Kochen verwenden.

Honigähnliches Süßungsmittel Rezepte mit Agavendicksaft © sf_foodphoto/iStock

Was ist Agavendicksaft?

Agavendicksaft wird aus der Agave gewonnen, einer Kakteenart, die in Mittelamerika vorkommt. Vor allem Mexiko ist für die Herstellung von Agavendicksaft bekannt. Im Herstellungsprozess wird der Saft der Agave aufgekocht, bis er eine sirupartige Konsistenz erreicht hat. Somit besteht die süße Flüssigkeit fast vollständig aus Fruchtzucker und ist sogar rund 20 Prozent süßer als weißer Rohrzucker.

Ist Agavendicksaft gesund?

Der süße Sirup ist zumindest ein wenig gesünder als weißer Zucker: er enthält weniger Kalorien und auch Kohlenhydrate als das klassische Süßungsmittel. Allerdings beinhaltet Agavendicksaft, obwohl er einer Pflanze entspringt, genauso wenige Vitamine und Mineralstoffe wie weißer Zucker.

Lebkuchen mit Agavendicksaft
Lebkuchen

Finden Sie hier das Rezept für köstliche Lebkuchen mit Agavendicksaft.

Als besonders nahrhaft kann der Sirup also nicht bezeichnet werden. Er eignet sich allerdings gut für Diabetiker, da er aus Fruchtzucker besteht, und ist zudem ein idealer Honigersatz für Veganer. Agavendicksaft sollte allerdings genauso sparsam eingesetzt werden wie weißer Zucker, da der hohe Fruchtzuckergehalt zu Magen- und Darmbeschwerden führen kann, wenn er zu exzessiv konsumiert wird.

Agavendicksaft einsetzen

Besonders gut geeignet ist Agavendicksaft zum Süßen von Getränken wie Tee, Kaffee oder selbstgemachten Limonaden, denn der Sirup löst sich sehr schnell auf. Auch zum Süßen von Joghurt, Müsli und zum Backen und Marmeladekochen eignet sich Agavendicksaft hervorragend. Kaufen können Sie das Süßungsmittel in Supermärkten, Drogeriemärkten, Reformhäusern und Bioläden.

Rezept 1: Erdbeermarmelade mit Agavendicksaft

Zutaten

  • 600 Gamm Erdbeeren
  • 200 ml Agavendicksaft
  • 1/2 Päckchen Gelierpulver
  • 2 EL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Waschen und putzen Sie die Erdbeeren und vierteln Sie diese. Geben Sie die Früchte zusammen mit dem Agavendicksaft in einen Kochtopf und vermengen Sie alles gut miteinander. Lassen Sie die Mischung etwa drei Stunden lang zugedeckt stehen, damit der Sirup die Erdbeeren süßen kann.
  2. Rühren Sie anschließend nach und nach das Gelierpulver unter und erhitzen Sie den Topf, sodass die Fruchtmischung anfängt zu kochen. Die Mischung muss etwa 5 Minuten lang unter Rühren sprudelnd kochen. Geben Sie währenddessen den Zitronensaft hinzu.
  3. Nehmen Sie schließlich die Erdbeermarmelade vom Herd und füllen Sie die Masse noch heiß in ausgekochte Einmachgläser. Verschließen Sie die Deckel und stellen sie die Gläser Kopfüber zum Auskühlen auf ein Küchentuch.

Rezept 2: Karamellisierte Kräuter-Kartoffeln

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Zutaten

  • 500 g kleine Kartoffeln
  • 2 EL Agavendicksaft
  • getrocknete Kräutermischung

Zubereitung

  1. Kochen Sie die kleinen Kartoffeln mit Schale etwa 10 bis 15 Minuten. Schütten Sie diese ab und tupfen sie trocken.
  2. Geben Sie die Kartoffeln anschließend in eine heiße Pfanne und beträufeln sie mit Agavendicksaft. Schwenken Sie die Kartoffeln und bestreuen Sie diese dabei mit den Kräutern. Der Sirup karamellisiert langsam, schwenken Sie die Kartoffeln so lange, bis eine goldbraune Kruste die Kartoffeln ummantelt.
  3. Servieren Sie die karamellisierten Kartoffeln zum Beispiel zu Fisch oder mit einem leckeren Dip.

Rezept 3: Apfel-Zimt-Muffins

Zutaten

  • 200 g Äpfel
  • 250 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 100 ml Agavendicksaft
  • 1 Ei
  • Salz
  • 100 g flüssige Butter
  • 150 g Joghurt

Zubereitung

  1. Schälen und entkernen Sie die Äpfel und schneiden Sie diese in Stücke. Bringen Sie die Butter in einem kleinen Topf zum Schmelzen.
  2. Vermischen Sie anschließend Mehl, Backpulver und Salz in einer sowie Butter, Joghurt, Ei und Agavendicksaft in einer anderen Schüssel. Rühren Sie die Mehlmischung nach und nach unter die flüssigen Zutaten, sodass schließlich ein sämiger Teig entsteht.
  3. Ziehen Sie jetzt die Äpfel unter den Teig und füllen Sie diesen in Papierförmchen, die Sie in eine Muffinform gesetzt haben.
  4. Backen Sie die Muffins bei 180 Grad rund 25 bis 30 Minuten.
 
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