Rot & süß Jetzt ist Erdbeerzeit! Die leckersten Vitaminbomben des Sommers

Wer kann dazu schon Nein sagen? Erdbeeren sind nicht nur lecker sondern auch wahre Vitamin-C-Bomben

Erdbeermund Jetzt ist Erdbeerzeit! Die leckersten Vitaminbomben des Sommers © Thinkstock

Die Zeile ist unvergessen: „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund“, raunte Klaus Kinski vor über 50 Jahren ins Mikrofon – und wurde für seine Version der erotischen Ballade berühmt. Die Frucht, die er besang, war das schon lange. Bereits bei den alten Germanen galt sie als Symbol der Sinnlichkeit: Die ersten drei Erdbeeren des Sommers wurden der Fruchtbarkeitsgöttin Freya geopfert. Unsere Vorfahren kannten allerdings noch nicht die fleischigen Früchtchen, die wir im Sommer so gern naschen, sondern nur winzige wilde Walderdbeeren. Erst im 18. Jahrhundert entstand in Frankreich aus einer Kreuzung chilenischer und nordamerikanischer Sorten unsere heutige Gartenerdbeere.

Ein anspruchsvolles Sensibelchen

Die Beere hat nur einen Nachteil: Sie ist hochempfindlich und mag keine langen Reisen. Erdbeeren werden, sobald sie ausgereift sind, in Windeseile weich, matschig oder gar schimmelig. Lange versuchten Züchter deshalb, haltbarere Sorten zu züchten, manchmal auf Kosten des Aromas. Von den zahlreichen bekannten Erdbeersorten finden wir nur die robusteren wie „Senga Sengana“ oder „Elsanta“ in den Supermärkten. Viele hocharomatische, aber auch empfindliche Sorten wie zum Beispiel die „Mieze Schindler“ sind Hobbygärtnern vorbehalten.

Zum Beerenpflücken bücken wir uns gern

Dass eine weit gereiste, unreife XXL-Erdbeere nicht mit einer frisch gepflückten, sonnengereiften heimischen Erdbeere mithalten kann, hat sich inzwischen herumgesprochen. Wahre Beerenfreunde zieht es deshalb in der Saison, die von Ende Mai bis Mitte Juli dauert, mit Kind und Kegel zum Selberpflücken auf die immer zahlreicher gewordenen Erdbeerfelder (Infos: www.selbst-pfluecken.de). Dort ist Fingerspitzengefühl gefragt: Die zarten Früchte dürfen beim Pflücken nicht gequetscht werden. Damit sie länger halten, sollte man am besten ein Stückchen Stiel mit abtrennen. Eine durch und durch rote Färbung, straffe Kelchblätter und intensiver Duft sind Zeichen für gute Qualität. Tipps für das Pflücken in der prallen Sonne: Ein Sonnenhut schützt vor Sonnenbrand.     

Bitte bis zum Schluss gut behandeln!

Erdbeeren wollen kühl gelagert werden, und zwar neben- und nicht übereinander. Erst kurz vorm Verarbeiten waschen. Dafür in stehendem Wasser hin und her schwenken, dann erst mit einem spitzen Messer die Kelchblätter entfernen. Gezuckerte Beeren nicht zu lange ziehen lassen, damit sie nicht „umkippen“. Sind Früchte übrig, daraus Grütze oder Konfitüre kochen. Oder pürieren, in Eiswürfelbehältern einfrieren und portionsweise mit Sekt als Aperitif servieren.

Rezept-Tipp:

Konfitüre 900 g kleingeschnittene Erdbeeren, 100 ml Orangensaft (frisch gepresst) und 500 g Gelierzucker 2:1 verrühren. 3–4 Minuten sprudelnd kochen lassen. 3 EL Cointreau unterrühren. In Schraubgläser füllen.

 
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