Tipps

Pilze sammeln

Sie wollten immer schon mal Pilze für Ihr Lieblingsgericht sammeln? Na dann nichts wie los. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Sammeln von Pilzen achten sollten. Außerdem geben wir Tipps zur Haltbarkeit und Aufbewahrung sowie zeigen die giftige Pilzearten.

Pilze - Das gesunde Gemüse aus Wald schmeckt und ist gesund Pilze sammeln © Thinkstock/iStock

Mit selbst gesammelten Pilzen schmeckt jedes Gericht doch gleich viel besser. Das schöne ist: Pilze können Sie zu jeder Jahreszeit sammeln, die meisten wachsen jedoch im Herbst. Also machen Sie sich auf die Suche und füllen Sie Ihr Körbchen, aber vorsicht: Nicht alle Pilze sind essbar, manche sind sogar giftig. Wir geben Tipps für Einsteiger: was Sie zum Pilze sammlen benötigen, worauf Sie achten sollten und welche Pilze giftig sind.

Was brauche ich? Ausrüstung zum Pilze sammeln

  • Zum Sammeln sollten Sie feste Schuhe und feste Kleidung tragen. Eine Regenjacke ist optimal, da die meisten PIlze kur nach einem Schauer sprießen, außerdem sollten Sie sich vor eventuellen Folgen eines Zeckenbisses schützen.
  • Wenn Sie keinen guten Orientierungssinn besitzen, ist es gerade in großen Waldgebieten wichtig, einen Kompass oder ein Navigationssystem mitzunehmen.
  • Ein Messer zum abtrennen der Pilze sollte nicht fehlen. Es gibt spezielle Pilzmesser, die aber nicht unbedingt erforderlich sind. Ein gewöhnliches Klappmesser reicht auch.
  • Zudem ist ein Pinsel mit harten, kurzen Borsten zu empfehlen um den gröbsten Schmutz von dem Pilz direkt zu entfernen.
  • Zuletzt sollten sie nicht einen Korb vergessen, in dem Sie die Pilze nach Hause transportieren können.

Worauf muss ich beim sammeln im Wald achten?

Beim sammeln sollten Sie darauf achten, dass nur die Pilze in Ihrem Korb landen, die Sie auch wirklich kennen. Auch ein Pilzbuch mit den besten Fotos ist keine Garantie dafür, einen giftigen von einem essbaren Pilz zu unterscheiden. Von nassen, schimmeligen, gefrorenen und zerfressenen Pilzen sollten Sie ebenfalls die Finger lassen. Im Zweifelsfall lassen Sie das Fundstück einfach im Wald stehen oder fragen am Besten einen Experten um Rat (z. B. bei der Pilzberatunsgstelle), um kein Risiko einzugehen.

Vorgeschriebene Höchstmenge

Generell sollten Sammler nur für den Eigenbedarf in den Wald gehen und Pilze sammeln. In Deutschland ist je nach Bundesland geregelt, wie viele Pilze pro Person gesammelt werden dürfen. In den meisten Fällen beträgt die Höchstmenge ein bis zwei Kilo pro Person am Tag. Durch diese Regelung soll gewerblicher Handel mit gesammelten Pilzen verhindert werden und der Pilzbestand in den Wäldern geschützt bleiben, um die Arterhaltung aufrecht zu erhalten.

Die richtige Pflück-Technik

Fliegenpilz

Bilder: Giftige Pilze >>

Sie sollten die Pilze abschneiden und nicht "ausreißen", denn sonst wird das Pilzgeflecht am Boden sehr stark beschädigt. Am Besten schneiden Sie die Pilze direkt oberhalb des Waldbodens am Stiel ab. Falls Sie ein Messer zum Abtrennen der Pilze vergessen haben sollten, können Sie die Pilze auch vorsichtig herausdrehen. Denken Sie aber bitte daran, das entstandene Loch wieder zu verschließen. Anschließend sollte der Pilz mit einem Pinsel von Schmutz, Ungeziefer etc. gereinigt werden.

Der richtige Transport der gesammelten Pilze

Auf keinen Fall sollten Sie die gesammelten Pilze in Rucksäcken, Tüten oder Plastikeimern transportieren. In denen schwitzen die Pilze sehr schnell, wodurch ihr Eiweiß in kürzester Zeit zersetzt wird. Dann kann es beim Verzehr schnell zu einer Pilzvergiftung kommen,

Unser FÜR SIE Pilz-Thema
Mykotherapie - Die heilende Kraft der Pilze

 

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 Die besten Pilzgebiete in Deutschland
 Galerie der gifitgen Pilze 
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obwohl kein einziger Giftpilz gesammelt wurde. Außerdem würde sich durch das Quetschen Kondenswasser in den Pilzen bilden und die sie würden anfangen zu faulen. Die Pilze brauchen Luft um zu atmen, benutzen Sie deshalb am Besten einen Korb oder eine Pappschale.

Was muss ich vor dem Verzehr der Pilze beachten?

  • Vor der Zubereitung der Pilze, sollten diese immer gründlich gesäubert werden. In der Regel dürfen Sie hierbei nicht mit Wasser gewaschen werden, sondern sollten stattdessen mit einer kleinen Bürste, Pinsel oder einem feuchten Tuch gereinigt werden. Schadhafte oder verfaulte Stellen sollten Sie sofort ausschneiden. Danach wird der Pilz klein geschnitten und anschließend je nach Rezept gebraten, gekocht oder paniert.
  • Die meisten Pilzarten sind nicht sehr lange haltbar, weshalb man sie im besten Fall noch am selben oder darauf folgenden Tag essen sollte. Bis zur Zubereitung sollten sie kühl und trocken gelagert werden.

Aufbewahrung von Pilzen

Sollten Sie zu viele Pilze mit nach Hause gebracht haben, als Sie am selben Tag verzehren können, sollten diese gut aufbewahrt werden. Es gibt verschiedene Arten Pilze länger haltbar zu machen. 

  • Trocknen

Die Pilze werden gesäubert und in dünne Scheiben geschnitten. Danach breiten Sie diese über einem Heizkörper oder im Backofen nebeneinander aus, um sie zu trocknen. Hierfür eigenen sich auch sehr gut spezielle Dörrapparte. Nach dem Trocknungsvorgang müssen die Pilze luftdicht in Gläsern, Dosen oder Plastiktüten aufbewahrt werden. Gut getrocknete Pilze halten meistens mehrere Jahre.

  • Pilzpulver

Getrocknete Pilze können auch zu Pulver vermahlen werden. Durch das Pulver kann vielen Gerichten wie Eintöpfen, Suppen oder Saucen eine würzige Note verlieren werden. Kochen Sie das Pulver aber auf jeden Fall mit. Es ist etwa ein Jahr haltbar.

  • Einfrieren

Die Pilze werden wie beim Trocknen gesäubert und in kleine Stücke geschnitten. Danach werden sie in kochendem Salzwasser blanchiert. Nach dem Abschrecken in Eiswasser werden sie schockgefroren. Dadurch sind sie drei bis sechs Monate haltbar.

Wenn Sie unsere Tipps beherzigen, werden Sie viel Spaß beim Pilze sammeln haben und können sich am Ende des Tages nicht nur über einen vollen Pilzkorb freuen, sondern auch auf ein sehr leckeren Essen.








 

 
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