Ratgeber

Plätzchen richtig aufbewahren - So bleibt das Gebäck frisch

In der Weihnachtszeit gibt es Plätzchen, Stollen und Lebkuchen im Überfluss. Meistens kann man das in der kurzen Zeit gar nicht alles essen. Wir haben für Sie die optimalen Tipps zur Aufbewahrung des Weihnachtsgebäcks.

Plätzchen Aufbewahrung - Wir haben für Sie die optimalen Tipps zur Aufbewahrung des Weihnachtsgebäcks Plätzchen richtig aufbewahren - So bleibt das Gebäck frisch © Jupiterimages/ Stockbyte/ Thinkstock

In der Adventszeit wandert ungewollt viel in die Tonne, denn Gebäck wird zu dieser Zeit im Überfluss produziert oder verschenkt. Lebkuchen wird hart, der Christstollen schmeckt irgendwann nicht mehr und die Plätzchen zerbröseln. Wenn Weihnachtskekse jedoch richtig aufbewahrt werden, Reste beim Backen vermieden werden und angebrannte Kekse zweitverwertet werden, kann eine Menge gegen die Lebensmittelverschwendung getan werden. Wir möchten, dass Sie den Genuss von frischen Plätzchen demnächst noch länger schmecken können. Dazu müssen Sie einfach ein paar Tipps des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beachten.

Ob knusprig oder weich: So bleiben Kekse köstlich

Plätzchen-Rezepte
Vanille "S"-Plätzchen

Ob zum Nachmittags-Kaffee oder einfach zwischendurch, leckeren Plätzchen kann keiner widerstehen. Die kleinen Kekse gelingen auch Back-Anfängern im Handumdrehen.

 

Weihnachtsteller sehen zwar super schön aus, aber lassen weiches Gebäck darauf schnell hart werden und hartes wiederrum weich. Plätzchen, Lebkuchen etc. halten sich in luftdicht verschlossenen Blech- oder Plastikbehältern länger. Wer Backwerk verschenken möchte, sollte es in fest verschlossenen Plastiktüten oder in Frischhaltefolie verwahren. Das Gebäck sollte bitte nur an der Luft liegen, wenn es auch sofort verzehrt wird.

Tipp: Zimtsterne und Lebkuchen bleiben lange weich und behalten ihr Aroma, wenn man aus einem Apfel ein Stück Apfelschnitz herausschneidet und mit in die Keksdose legt.

Zimtsterne sind Lager-Champions

Kekse in der Dose werden am besten bei Zimmertemperatur gelagert. Je nach Sorte, kann man Plätzchen unterschiedlich lang aufbewahren. Florentiner und andere Kekse dieser Art halten ungefähr eine Woche. Vanillekipferl, Spitzbuben und Heidesand rund drei Wochen und Zimtsterne etwa einen Monat.

Heizungsluft ist Gift für Lebkuchen und Co.

Lebkuchen, Früchtebrot und Honigkuchen lassen sich bei Temperaturen um die 17 Grad in einer Dose bis zu acht Wochen aufbewahren. Der Christstollen kommt leicht ins Schwitzen und mag es dunkel und kühl. Wickeln Sie ihn in Alufolie ein und legen Sie ihn in eine lichtundurchlässige Aufbewahrung. Der  Keller ist ideal, um ihn in kühler Umgebung zu lagern. Denn, richtig gelagert, hält das Gebäck rund drei Monate.

Aufbewahrte Backzutaten prüfen

Hier sind ein paar Informationen zur Haltbarkeit einiger Standardzutaten:

  • Nüsse halten sich mehrere Monate. Ob die Nuss noch gut ist, kann beim Schütteln herausgefunden werden. Klappert der Kern einer Haselnuss, ist er eingetrocknet und man sollte die Nüsse wegwerfen. Gemahlene Nüsse und Mandeln halten sich bei unter bis zu 20 Grad etwa vier Wochen.
  • Mehl und Zucker sollte bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Mehl hält mindestens ein Jahr und Zucker ist unbegrenzt haltbar.
  • Vanilleschoten lassen sich bei Temperaturen von ungefähr 16 Grad bis zu drei Jahren lagern. Mit der Zeit können sich auf Vanilleschoten Kristalle bilden. Das macht aber nichts. Eingetrocknete Schoten können einige Zeit in warmes Wasser gelegt werden. Das Mark lässt sich somit leichter heraus schaben.
  • Blockschokoladen halten sich bei Raumtemperatur bis zu zwölf Monaten. Zartbitter sogar bis zu 15 Monaten. Durch zu warme Lagerung kann ein Fett- oder Zuckerreif entstehen. Das ist aber unproblematisch.

Alle genannten Backzutaten sollten trocken und dunkel gelagert werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt nur aus, bis zu welchem Zeitpunkt der Hersteller die Eigenschaften des Produktes garantiert. Natürlich kann es aber sein, dass es noch verwertbar ist. Durch den Geruch, Geschmack und das Aussehen kann das festgestellt werden.

Torten in den Kühlschrank, Kuchen außerhalb

Torten bleiben bis zu zwei Tagen im Kühlschrank frisch. Kuchen hingegen hält etwas länger, aber sollte nicht im Kühlschrank gelagert werden, sondern unter einer Alufolie oder Abdeckhaube bei Raumtemperatur.

Erste Hilfe bei Backpannen

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Augenkekse

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Rote Herzchen
Heidesand Plätzchen
☞ Glutenfreie Plätzchen 

Fast jedem ist sind schon einmal Plätzchen oder Kuchen im Backofen angebrannt. Die schwarzen Stellen sollten auf gar keinem Fall mitgegessen werden. Sie können aber leicht abgeschabt oder mit einem Messer abgeschnitten werden. Die hohlen Stellen können dann mit Guss abgedeckt werden. Der Kuchen wird zurück in die Form gelegt und mit Holzstäbchen eingestochen. Langsam Likör oder Saft drüber gießen, damit sich das Gebäck vollsaugt. Dann vorsichtig stürzen.

Kaputtes muss nicht in die Tonne

Selbst Zerbrochenes kann weiter verwendet werden. Zerkrümelte Plätzchen können eine leckere Dessert-Dekoration sein. Kaputte Biskuitböden eignen sich für Schichtdessert oder Cake-Pops. Aus matschigem Kuchen können leckere Rumpralinen gemacht werden.

Reste einfrieren

Das meiste Gebäck lässt sich problemlos ein bis drei Monate einfrieren. Rührkuchen hält sich doppelt so lange. Mürbeteig sollte sehr vorsichtig behandelt werden, da dieser sehr schnell zerbricht. Torten, Kuchen und Kleingebäck lässt man unverpackt bei Zimmertemperatur auftauen, damit sie im Kondenswasser nicht matschig werden. Wenn alles in kleinen Portionen eingefroren wird, dann lässt sich das Gebäck schneller auftauen.

Achtung: Baiserkuchen, Makronen, Füllungen mit Buttercreme oder Pudding, Gebäck mit Joghurt, saurer Sahne, Dickmilch oder Crème fraîche sollten nicht in den Tiefkühler.

Rezepte für Gebäckreste

Ein Rezept, das die Reste verwertet? Klingt super! Aus Gebäckresten können leckere neue Gerichte gezaubert werden. Knusprige Plätzchen, Schokoladen- und Nussreste eignen sich perfekt für eine moderne Variation des "Kalten Hundes".

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