Gesund und lecker

Alles über Kohl-Gemüse

Kohl ist in der Winterzeit ein Klassiker. Doch was ist eigentlich das Besondere an dem Gemüse, woher stammt es und wie gesund ist es überhaupt?

Alles Wissenswerte über Kohl Alles über Kohl-Gemüse © Dieter Heinemann/Westend61/Corbis

Beliebtes Gemüse

Die Deutschen sind bekannt für ihre Liebe zum Kohl – dabei wird das Gemüse nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt konsumiert. Angebaut werden die unterschiedlichen Kohlsorten mittlerweile auf allen Kontinenten, aus Speisen in Asien und Europa ist der Kohl kaum noch wegzudenken (wie zum Beispiel beim polnischen Nationalgericht Bigos) – und auch die Amerikaner lieben ihren Cole Slaw.

Herkunft des Kohls

Alle uns heute bekannten Kohlsorten stammen vom Wildkohl ab, der ursprünglich in der Mitteleerregion angebaut wurde. Sogar im alten Griechenland und bei den Römern zählte der Kohl zu den wichtigsten Gemüsearten und wurde auch als Heilpflanze eingesetzt. Vermutet wird, dass einige wilde Kohlarten sogar in der Steinzeit schon auf dem Speiseplan standen.

Gesunder Alleskönner

Im Winter dient der Kohl also schon lange als wichtiger Vitaminlieferant. Das Gemüse strotzt nur so vor guten Inhaltsstoffen: Es enthält Vitamine und Mineralstoffe, Beta-Carotin, Folsäure, Kalium, Calcium und Eisen. Besonders Vitamin C und B-Vitamine sind darin enthalten. Das Gemüse soll sogar Krebserkrankungen vorbeugen, ist besonders gut für die Verdauung und dabei sehr kalorienarm.

Vom Arme-Leute-Essen zum Trendfood

Gerösteter Rosenkohl
Blumenkohl mit Walnüssen und Trauben

Das Wintergemüse schmeckt aus dem Ofen besonders intensiv.

Kohl galt lange Zeit als Essen für die untere Bevölkerungsschicht, da er nahrhaft und gleichzeitig sehr preiswert war. Höchstens Brokkoli und Blumenkohl zählten zu den gehobeneren Kohlsorten. Doch neuerdings erlebt das Gemüse ein Comeback: Spitzenköche schrecken nicht mehr vor der Verarbeitung von Kohl zurück, sogar der besonders verachtete Weißkohl findet in der gehobenen Küche Beachtung. Der internationale Trend, neuerdings alles aus „Kale“ (also Grünkohl) herzustellen, schwappt auch nach Deutschland. So werden zum Beispiel Kale-Chips oder auch Kale-Salat total gehypt und der Kohl gilt nicht mehr länger als Beilage zu fettigem Fleisch.

Den Nachteilen an den Kragen

Voller Vitamine und Geschmack bringt der Kohl kleine Nachteile mit sich, denen aber mit einfachen Mitteln begegnet werden kann. Beim Kochen zum Beispiel entfaltet Kohl üblicher Weise einen schwefelartigen Geruch. Daran sind Senfölglykoside schuld – schwefel- und stickstoffhaltige chemische Verbindungen, die aus Aminosäuren gebildet werden. Sie sorgen auch für den typischen, leicht bitteren Kohlgeschmack. Um den schwefelartigen Geruch beim Kochen zu vermeiden, können Sie einfach etwas Essig ins Kochwasser geben. Außerdem enthält Kohl schwer verdauliche Ballaststoffe, die oftmals zu Blähungen führen. Hier können die richtigen Gewürze, wie Kümmel, Kreuzkümmel, Fenchel oder Anis behilflich sein.

Kohlsorten:

  • Grünkohl: Er ist der Wildform noch am ähnlichsten. Durch seinen hohen Eisen- und Proteingehalt gilt er als eine Art Ersatz für Rindfleisch.
  • Brokkoli: Erinnert geschmacklich kaum an Kohl, dafür eher an Spargel. Brokkoli soll in der Vorbeugung gegen verschiedene Krebsarten eine wichtige Rolle spielen. 150 Gramm des gekochten Gemüses enthalten 135 Milligramm Vitamin C.
  • Weißkohl: Dier Kohl trägt das typische Kohlaroma, schmeckt also recht deftig mit einer leicht süßen Note. Diese Sorte enthält besonders viel Vitamin K.
  • Rotkohl: Hierbei handelt es sich um einen sehr süßen Kohl mit mildem Geschmack. Sein Name ist Programm: Das rote Kraut sieht toll auf dem Teller aus und enthält ebenfalls viel Vitamin K.
  • Spitzkohl: Dieser tatsächlich spitz geformte Kohl schmeckt leicht nussig, hat ein sanftes Kohlaroma mit einer leichten Süße und gehört zu den leichter verdaulichen Sorten.
  • Blumenkohl: Er enthält zwar weniger Vitamin C, ist dafür aber besonders leicht bekömmlich. Der weiße Kohl schmeckt sanft und ist vielseitig einsetzbar, zum Beispiel auch als Suppe oder Salat.
  • Wirsing: Dezenter Geschmack und feine Konsistenz überzeugen bei dieser Kohlsorte. Wirsing enthält viel Eisen, Eiweiß und Magnesium.
  • Rosenkohl: Die kleinen kugelförmigen Röschen schmecken eindeutig nach Kohl, sind aber gleichzeitig in ihrer Konsistenz buttrig weich. Der Rosenkohl steht auf den vordersten Plätzen, wenn es um die Lieferung von Vitamin C geht: schon 100 Gramm des Gemüses decken unseren Tagesbedarf mit 115 Milligramm zu mehr als 100 Prozent. 

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