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BBQ-Tipps

Mit BBQ bezeichnen wir in Deutschland meistens ein Grillfest mit Freunden und Familie. Aber was bedeutet Barbecue eigentlich wirklich?

Barbecue - Erfahren Sie mehr über das Thema Barbecue BBQ-Tipps © Thinkstock

In Deutschland übernehmen wie nur allzu gerne Kochrezepte, Lebensweisen, Ausdrücke und kulturelle Aspekte aus den U.S.A. Burger und Fast Food sind schon seit Jahren bei uns angekommen und Wörter wie „Barbecue“ zählen zu unserem Grill- und Sommerwortschatz. Aber manchmal kommen bei uns doch nur Wörter an und der Inhalt wird zunehmend missverstanden oder neu sortiert. Denn Barbeue gilt nur als Synonym für Grillen und hat mit der eigentlichen Bedeutung recht wenig gemeinsam. 

American Barbecue

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Mit Barbecue, abgekürzt häufig auch BBQ, bezeichnen wir in Deutschland und Europa meistens ein Grillfest mit Freunden und Familie. Aber was bedeutet Barbecue eigentlich wirklich? Die U.S.-Amerikaner können häufig so gar nichts mit dem anfangen, was wir unter dem Begriff verstehen. 
Im Allgemeinen wird Barbecue mit einer Garmethode, Outdoor-Grill-Partys oder zubereitetem Essen in Verbindung gebracht.
 
Barbecue ist prägend für das Identitätsgefühl der Südstaatler, das schon immer klassenübergreifend praktiziert wurde und so eine gewisse Gemeinsamkeit stärkt. Diese Gesellig- und Zusammengehörigkeit verbinden auch wir in Europa mit einem Barbecue. Unter einem „American Barbecue“ versteht man allerdings vor allem die besondere Garmethode in einem BBQ-Smoker: Dabei werden große Fleischstücke langsam, bei mäßigen Temperaturen um 130 Grad in der heißen Luft eines Holzfeuers bis zu 24 Stunden gegart. Daher kommt auch der charakteristische Geschmack des Fleisches.
 

Legendäre BBQ-Soßen

 
Dazu passen dann auch die legendären Barbecue-Soßen, dessen Geschmack wir häufig als eigenartig oder nicht zu unserem Fleisch passend empfinden. Das kommt daher, dass die Grillmethoden und der Geschmack des Fleisches in den U.S.A. ganz anders sind als in Deutschland. Sie besteht in der Grundsubstanz aus Gewürzen, Essig, Senf, Tomaten, Ketchup und Sirup. Besonders beliebt für ein Barbecue sind Schweinefleisch (Schulter und Rippen) oder auch ein ganzes Schwein, Rinderbrust oder Geflügel. Das Fleisch wird durch die besondere Garung sehr zart und lässt sich danach einwandfrei von den Knochen lösen. Im Gegensatz dazu werden beim Grillen relativ kleine Fleischstücke bei 200 bis 300 Grad direkt über der Glut circa 30 Minuten durchgegrillt.
 

Der Barbecue-Grill

 
Früher wurden die klassischen BBQ-Smoker mit Holz, heute aber zunehmend mit Gas betrieben. Das ist weniger aufwändig und auch für Restaurants interessant und umsetzbar. Da der charakteristische Fleischgeschmack vom Holz des Grills kommt, ist in den neuen Gasgrills ein Fach für Holzchips vorhanden, um so den rauchigen Geschmack trotzdem ins Fleisch zu bekommen. Häufig bekommen Sie diese Art Fleisch auch in einem Restaurant. Mitlweile gibt es viele BBQ-Restaurants in ganz Deutschland.
 
Besonders ist bei einem „American Barbecue“ auch die Art, wie das Fleisch serviert wird. Das ist nämlich ganz anders als bei uns. Das Fleisch wird immer auf Burger-Brötchen oder Sandwiches serviert. Als Beilage werden Kartoffel- oder Krautsalat und Baked Beans gereicht. Durch den kulturellen Einfluss der südamerikanischen Staaten hat auch die mexikanische Variante mit Jalapeños, Tortillas und Salsa-Soßen an Beliebtheit gewonnen.
 
 
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