Backen

Backen ohne Laktose

Viele Millionen Menschen vertragen keine Laktose und müssen somit auf Milchprodukte verzichten. Mit den richtigen Ersatzprodukten können sie trotzdem lecker und gesund backen.

Kleine Pudding-Törtchen mit Beeren Backen ohne Laktose © Dieter Heinemann/Westend61/Corbis

Eine häufige Diagnose bei Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und plötzlichem Durchfall lautet: Laktoseunverträglichkeit. Etwa 12 Millionen Deutsche sind laktoseintolerant. Eine Unverträglichkeit kommt selten allein, was die Auswahl der Speisen für die Betroffenen weiter einschränkt. So treten beispielsweise Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) und Laktoseintoleranz häufig zusammen auf.

Zum Glück ist die Ernährung mit einer Laktoseunverträglichkeit einfacher geworden, denn es gibt mittlerweile eine Menge „Ausweich-Produkte“ und Rezepte, die das Leben mit Unverträglichkeiten erleichtern. Um trotz Verzicht eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise aufrecht zu erhalten, sollte man Milch und Milchprodukte durch andere Nährstoff-Lieferanten ersetzen. Dass Kochen ohne Laktose funktioniert, kann man sich vielleicht noch vorstellen, aber beim Kuchenbacken wird es schon schwieriger. Mit unseren laktosefreien Rezeptideen können Sie weiterhin Ihren Lieblingskuchen genießen.

Butter-Ersatz

Bruschetta

Bei uns finden Sie eine umfangreiche Sammlung gluten- und laktosefreier Rezepte.

Butter spielt beim konventionellen Backen eine wichtige Rolle. Da Butter wie jedes Milchprodukt Laktose enthält, müssen laktoseintolerante Menschen Ersatzprodukte finden. Bei wem die Unverträglichkeit nur schwach ausgeprägt ist, der kann normale Butter verwenden, weil Butter nur einen niedrigen Laktosegehalt besitzt. In diesen Fällen lohnt es sich nicht, zu laktosefreier Butter zu greifen, die häufig das Doppelte kostet. Wer die Butter beim Backen ganz ersetzen möchte, kann pflanzliche Margarine verwenden. In herkömmlicher Margarine sind oftmals Milchbestandteile enthalten. In der Regel haben Supermärkte aber auch hundertprozentig pflanzliche Margarine. Ansonsten finden Sie diese im Biomarkt.

Auch pflanzliche Fette wie Kokosfett, Palmfett oder Erdnussfett bieten eine gute Alternative zur Butter. Hierbei muss man aber die Mengen beachten, weil Butter zu 15 Prozent aus Wasser besteht und die Fette nicht. Deswegen ist es wichtig, dass man zu diesen beim Backen Wasser mischt. Wer gleichzeitig Kalorien sparen will, sollte Apfelmus verwenden. Der Geschmack ist später nicht mehr zu bemerken und der Teig ist locker. Für alle, die keine Geschmacksveränderung bevorzugen, empfehlen wir Butterschmalz. Dieser kann ganz einfach aus Butter geklärt werden. Dazu muss die Butter köcheln bis der Milchzucker karamellisiert und sich absetzt. Dann wird die Butter durch ein feines Sieb gegossen. Der Geschmack bleibt somit erhalten. Aber Vorsicht bei Ersatzprodukten wie beispielsweise Öl! Es kann schnell passieren, dass das Backwerk eine ziemlich ölige Note bekommt.

Milch-Ersatz

Kuhmilch enthält, wie wir wissen, Laktose. Da Milch aber bei vielen Backrezepten ein wichtiger Bestandteil ist, kann sie nicht einfach weggelassen werden. Ersatz bietet zum einen laktosefreie Milch aus dem Supermarkt. Dazu gehören unter anderem Reismilch, Sojamilch, Kokosmilch, Hafer-, Mandel-, Nuss- und Dinkelmilch, die auch leicht zu Hause selber gemacht werden können. Dafür muss das gemahlene Getreide oder die Nüsse in Wasser eingeweicht und anschließend durch ein Tuch gepresst werden. Bei Hefeteig kann statt Milch auch einfach Wasser verwendet werden und beim Obstkuchen-Rührteig können passende Fruchtsäfte für eine besondere Geschmacksnote hinzugegeben werden.

Brot backen

Natürlich kann auch Brot laktosefrei gebacken werden. Dabei sollte man den Teig am besten selbst anfertigen, weil fertige Backmischungen häufig Spuren von Laktose enthalten können. Es ist sowieso besser, seinen eigenen Teig herzustellen, weil man somit Einfluss auf die Qualität und die Frische der Inhalte hat. Zudem ist der Einkauf auch günstiger.

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