Crouffins

Dienstag, 11. August 2015 - 10:07

Kleine Warenkunde: Safran

Warum ist Safran eigentlich so teuer? Und für welche Gerichte kann man das Gewürz am besten verwenden?

Safranfäden liegen in einer Schale Kleine Warenkunde: Safran © seasons.agency

Ja, ich weiß - mir geht es auch oft so: Ich lese in einem Rezept in der Zutatenliste „Safran“ und lasse ihn dann einfach weg - oder verwerfe gleich das ganze Rezept. Denn Safran ist wirklich sauteuer. Zwischen vier und vierzehn Euro muss man für ein Gramm auf den Tisch legen. Damit ist Safran mit Abstand das teuerste Gewürz der Welt.

Nina Korte

Nina verbringt die Abende nach einem Tag in der der FÜR SIE Onlineredaktion am liebsten in der Küche, um neue Rezepte auszuprobieren.

Warum ist Safran so teuer?

Dass Safran im Vergleich zu anderen Gewürzen so teuer ist, hat natürlich einen Grund. Denn Safran wächst nicht etwa an Bäumen oder als Strauch - Safranfäden sind die Blütennarben einer im Herbst blühenden Krokussorte, dem Safrankrokus. Jede Blüte enthält genau drei Safranfäden, die vorsichtig von Hand gepflückt werden müssen. Um ein Kilogramm des Gewürzes zu gewinnen, müssen Pflücker so etwa 150.000 bis 200.000 Blüten der Krokuspflanze abzupfen.

Wie kann man Safran verwenden?

Safranfäden werden in Europa schon seit Jahrhunderten verwendet - früher oft als Aphrodisiaka, in Kosmetika oder als Arzneimittel. Aber auch in der Küche sind sie super spannend: Ihr einzigartiger bitter-scharfer Geschmack kommt zwar nur leicht zum Tragen, aber Safranfäden färben ein Gericht in ein wunderbares, sattes Gelb. Ganz toll macht sich Safran in Gerichten wie Paella, Bouillabaisse oder Risotto. Beim Kochen solltet ihr den Safran erst ganz zum Schluss hinzufügen, denn er verliert schnell seine intensive Farbe, wenn er zu lange kocht.

Und Achtung: Eine Überdosierung kann giftig sein. Ich glaube allerdings kaum, dass ihr euch das leisten könnt... ;)