Crouffins

Montag, 28. September 2015 - 13:27

Für euch entdeckt: Spaghetti-Kürbis

Kürbis, Kürbis, Kürbis, meine Güte, sooo viele Sorten! Und es werden immer mehr... Kerstin hat mal den Spaghetti-Kürbis für euch ausprobiert - und ist begeistert!

Spaghetti-Squash Für euch entdeckt: Spaghetti-Kürbis © intophoto

Wetter gut, der Herbstmarkt, wie jedes Jahr auf Gut Basthorst, war bei uns in Aumühle überall angeschlagen, also hin. Kennt ihr vielleicht, Gutsherr Enno von Ruffin öffnet hin und wieder seine Pforten, dann kann man über sein Anwesen schlendern, regionale Produkte wie Wildbratwurst probieren, super knackige Äpfel gleich kistenweise kaufen und kunsthandwerkliches bestaunen, natürlich auch kaufen. An Weihnachten immer traumhaft schön, aber das ist ja noch ein bisschen hin...

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Also hingedüst und schon gleich am Eingang leuchteten sie mich an – viele, viele, viele bunte Köpfe, vom Kürbishof Harder aus Ritzerau. Ich bin immer wieder fasziniert von den bizarren Formen und Farben, von hässlich, bis menschlich, teilweise auch wunderhübsch, manchmal etwas alienmäßig. Aber immer wieder spannend anzusehen. Habe auch wieder einen Neuen entdeckt, ein ziemlich großes Exemplar, sie sahen ein bisschen wie die „gurkenartigen Teile“ im Film „Die „Körperfresser“ mit Donald Sutherland aus... Ich glaube, er hieß „Pink Jumbo Banana“.

„Hier muss es doch auch Spaghetti-Kürbisse geben“, freute ich mich. Denn ich liebe diese Sorte. Ich bin sonst nicht so ganz der Kürbisfreak, aber der „Spaghetti“ begeistert mich. Er ist für mich der König unter den Kürbissen. Schmeckt solecker, hat noch etwas Biss und ist so einfach zuzubereiten. Von wegen schälen, würfeln, anbraten – nix da. Nur halbieren, Kerne raus, mit etwas Olivenöl bepinseln, salzen, pfeffern und ab in den Ofen. Für Knobifans kann man noch gehobelte Scheiben darüberstreuen und Kräuter, ich liebe Thymianzweige. Dann brutzelt er auf dem Blech so vor sich hin.

Kürbis in Hülle und Fülle

Und für Gäste ist es immer wieder ein Gourmet-Event. Ich stelle dann ganz unkompliziert das Blech (Brett drunter) auf den Tisch, kratze mit zwei Gabeln zack, zack das Fruchtfleisch raus und verteile es auf die Teller meiner Freunde. In der Mitte bildet sich oft während des Garens etwas Flüssigkeit, die ich auch noch darüberträufel. Oliven- oder Kürbiskernöl, geröstete Nüsse oder Kerne, Parmesan und Gewürze stehen auf dem Tisch. So kann sich jeder selbst bedienen und seine Portion individuell abschmecken. Das ist immer ein Mordsspaß, viele kennen ihn noch nicht und sind begeistert. Übrigens auch Kräuterpesto passt gut. Ich liebe dazu Kürbiskernöl, wenn sich meine Portion dann so appetitlich grünlich färbt – mmh – sau lecker! Und der fein nussige Geschmack, der das Kürbisaroma unterstützt. Mehr geht nicht! Das Beste: durch diese Spaghetti-Art hat er immer etwas Biss, ist nicht so weich wie manch andere Sorte. Das finde ich genial!

Ich staune immer wieder, wie schnell alles verputzt ist, Reste bleiben bei dieser Sorte so gut wie nie. Schmeckt auch super mit gebräunter Salbeibutter. Fragt mal auf dem Wochenmarkt oder beim Gemüsehändler nach diesem speziellen Freund und probiert mein Rezept aus. Ist echt spannend – viel Spaß euch!

Das Rezept für Spaghetti-Kürbis

Für 4 Portionen

  • Für die Kürbisse
  • 2 Spaghetti-Kürbisse
  • 3 EL gutes Olivenöl
  • feines Meersalz
  • schwarzer Pfeffer (Mühle)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • ca. 8 Thymianzweiglein

Außerdem:

  • Muskat (Reibe)
  • Chiliflocken nach Schärfe
  • etwas Butter
  • Oliven- oder Kürbiskernöl
  • 1 Stück Parmesan zum Darüberhobeln
  • geröstete Pinien- oder Kürbiskerne
  • eventuell Basilikum-Pesto

Zubereitung:

  1. Kürbisse waschen, jeweils längs halbieren. Das braucht Kraft und ein scharfes großes Messer mit glatter Klinge.
  2. Aus den Hälften mithilfe eines Esslöffels die Kerne herauskratzen. Hälften mit der Schnittfläche nach oben nebeneinander auf ein Backblech setzen.
  3. Hälften mit Olivenöl bepinseln. Mit Salz und Pfeffer würzen. Knoblauch schälen, darüber hobeln. Thyminanzweige darauf verteilen.
  4. Im heißen Ofen (220 Grad, zweite Schiene von unten) je nach Größe 30-45 Minuten garen. Besonders große Modelle brauchen schon mal ca. 1 Stunde.
  5. Blech aus dem Ofen nehmen, aus den Hälften mit 2 Gabeln das Fruchtfleisch herauslösen. Bei diesem „Kratzvorgang“ entstehen die „Spaghetti“. Auf Tellern verteilen, nach Geschmack würzen. Wer es scharf mag, kann noch ein paar Chiliflocken untermischen. Mit einem Klacks Butter oder Öl, Parmesan und gerösteten Kernen verfeinern. Oder etwas Pesto untermischen.

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