Crouffins

Freitag, 20. November 2015 - 11:38

Knackiges Nuss-Karamell

Ihr habt Angst vor Karamell??? Müsst ihr nicht! Wir verraten, wie ihr den "Bernstein aus der Küche" ganz leicht selber kochen könnt.

Karamell mit Nüssen wird in Stücke gebrochen Knackiges Nuss-Karamell © intophoto

Mit dem „Karamell kochen“ ist das ja so eine Sache. Ob nun für das Flan-Dessert „Crème caramel“, als Überzug für „Gebrannte Mandeln“ oder für selbstgemachten Krokant, immer hat man doch ein bisschen Schiss davor. Denn erst passiert beim Erhitzen gar nichts, plötzlich sprudelt er nur so vor sich hin, man glaubt schon, er kocht über und ruck zuck ist er zu braun und schmeckt bitter.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Aber, schon bevor man anfängt, taucht die erste Frage auf: Topf oder Pfanne? Ich bin für Pfanne, sie hat so eine schöne große Oberfläche, da kann der Zucker so richtig gut drin rumschmurgeln und man kann super beobachten, wie weit der Zucker ist.

Ja und wann Rühren, oder überhaupt? Legt man los, klumpt plötzlich alles. Und diese kleinen Zuckersteinchen wollen sich partout nicht mehr richtig auflösen, auch wenn man ein bisschen mit dem Kochlöffel drauf rumhackt!

Also, mal ganz von vorne: In vielen Rezepten wird immer nur Zucker zum Karamellisieren gelöst. Ich nehme grundsätzlich immer etwas Wasser dazu. Dann kann ich am Anfang ganz entspannt mit dem Kochlöffel rühren, der Zucker löst sich gut mit dem Wasser, während die weiße, leicht glasige Schicht beginnt aufzukochen. Aber wirklich nur ganz kurz am Anfang, dann nicht mehr, weil das Wasser ja verdunstet, die Zuckermasse immer intensiver wird. Jetzt nur beobachten, etwas Geduld mitbringen und nur noch mit der Pfanne mal hin und her rütteln. Man sieht schon, wie sich die Bläschen hellbraun färben ...und wieder etwas hin und her ruckeln. Dabei immer aufpassen, wie sich die Farbe entwickelt. Ist sie goldbraun, muss es schnell gehen, denn sie gart in der Pfanne immer noch weiter, weil alles kochend heiß ist. Also immer alles, was Ihr sonst noch braucht, vorher gut bereitstellen oder vorbereiten. Dann zack, zack, je nach Rezept, z. B. für „Crème caramel“ Förmchen damit ausgießen, diese etwas hin und her schwenken oder für „Krokant“ auf einem Stück geölte Alufolie geben. Schmecken grob gehackt auch super im Parfait. Und upps, ist er auch schon fest, auch der Rest in der Pfanne. Diese etwas abkühlen lassen, dann mit Wasser füllen und wieder auf die Herdplatte geben. Etwas auskochen. Schon hat sich alles gelöst, die Pfanne wieder sauber.

So geht es - Step by Step

Probiert´s aus, Ihr werdet sehen, wie super einfach Karamell gelingt. Als Krokant, z. B. mit Mandelstiften, verziere ich damit gern meine Schoko-Elisen. Und mit grob gehackten Nüssen, z. B. gesalzenen Macadamias, schmecken sie einfach als Knabberei. Auch ein schnelle Geschenkidee, in Cellophantütchen oder -beutel verpackt. Viel Spaß, toi, toi...

Das Rezept für Nuss-Krokant

Für ca. 400 Gramm

  • 300 g feinster Zucker
  • ca. 100 ml Wasser
  • 50 g Mandelblättchen
  • 75 g Pekannusskerne
  • 30 g Pinienkerne

Zubereitung

  1. Ein Stück Alufolie (lieber etwas zu groß, als zu klein) mit etwas Pflanzenöl bepinseln. Auf ein Brett oder eine hitzebeständige Arbeitsfläche geben. Denn die Karamellmasse ist sehr heiß!
  2. Zucker in eine große Antihaftpfanne geben, Wasser zugießen und alles einmal kurz umrühren. Dann bei starker Hitze aufkochen lassen, nicht mehr umrühren. Nur ab und zu die Pfanne hin und her ruckeln.
  3. Masse sprudelnd kochen lassen, bis sie hellbraun karamelisiert. Jetzt die Nüsse zugeben, rasch untermischen und kurz mit karamlisieren. Geht schnell!
  4. Karamell-Nussmasse auf die vorbereitete Alufolie geben, etwas mit dem Kochlöffel verteilen, aber schnell, sonst ist sie schon fest. Auskühlen lassen. Dann nur noch mit den Händen in Stücke brechen oder hacken, gerade wie es kommt.