Crouffins

Donnerstag, 21. April 2016 - 17:19

Essbare Blüten - welche gibt es und was kann man damit machen

Hier findet ihr eine Sammlung der gängigsten essbaren Blüten, Tipps wo ihr sie kaufen könnt, wie die einzelnen Sorten schmecken und zu welchen Gerichten sie passen.

essbare Blüten Essbare Blüten - welche gibt es und was kann man damit machen © seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Gödert, Dorothee

Heidi Nicklich

Heidi arbeitet in der FÜR SIE Onlineredaktion. Sie probiert gerne neue Trends aus und ist immer auf der Suche nach dem Besonderen. Ihr Motto: Man nehme eine große Menge Schokolade und der Rest ergibt sich von selbst.

Ich habe jetzt schon oft essbare Blüten in Salaten und auf Kuchen (besonders bei Hochzeiten) gesehen und als ich bei meiner Tante eine Holunder-Bowle mit den winzigen kleinen weißen Blüten darin probieren durfte, wusste ich, dass ich essbare Blüten unbedingt selbst ausprobieren wollte.

Also hab ich recherchiert und verkostet, Rosenmarmeladen auf einer Messe zu Beispiel. Die rochen und schmeckten wirklich wie die verschiedenen Rosenarten. Das war total spannend. Und da ich demnächst groß mit der Familie brunchen möchte, hab ich mich umgeschaut welche essbaren Blumen es noch gibt. Kaum zu glauben wie viele es sind! Man könnte meinen alle, aber es gibt Ausnahmen, wie Akelei, Christrosen, Maiglöckchen oder Fingerhut. Also informiert euch vorher genau!

Jetzt aber zu den Früchten, oder besser Blüten, meiner Recherche: eine alphabetische Aufstellung der gängigsten essbaren Blüten. Ich hab euch außerdem die Farben dazugeschrieben, falls ihr eine bestimmte für ein Rezept im Sinn habt, besonders bei Bräute sind ja da eigen.:)

Wann bekommt man essbare Blüten?

Je nach Sorte von April bis November (Gänseblümchen gibt es am längsten).

Welche Blüten sind essbar und wie bereitet man sie zu?

Basilikum bzw. Zitronenbasilikum (weiß)

  • Geschmack: nach Zitrusfrüchten
  • Verzehrempfehlung: lecker zu Pasta und Salat

Borretsch (violett)

  • Geschmack: leicht süß, ein bisschen nach Gurke
  • Verzehrempfehlung: sowohl für süße als auch herzhafte Gerichte geeignet, oder in Eiswürfeln gefroren für Cocktails       

Flieder (violett)

  • Geschmack: süßlich, zitronig
  • Verzehrempfehlung: gut als Salatgarnitur oder kandiert

Gänseblümchen (weiß oder rosa)

  • Geschmack: nussig, leicht scharf
  • Verzehrempfehlung: zu Salat oder Fleischgerichten, sind vitamireich und regen den Stoffwechsel an

Hibiskus (pink)

  • Geschmack: ein wenig wie Cranberrys, mit Zitrusnote
  • Verzehrempfehlung: getrocknet oder eingeweicht kann man daraus Tee oder andere Getränke machen, frische Blüten passen gut in Salate oder auf Kuchen – besonders verzuckert oder kandiert

Holunder (weiß)

  • Geschmack: kurz nach dem Aufblühen süß und ein bisschen wie Honig, später etwas bitter
  • Verzehrempfehlung: sehen süß auf Kuchen und Cupcakes aus, aber auch in Bowle, eignen sich toll für Sirup und Likör – Achtung, die giftigen Stiele entfernen

Kamille (weiß)

  • Geschmack: süßlich, ein bisschen nach Apfel
  • Verzehrempfehlung: lecker in Tee oder Kaltgetränken

Kapuzinerkresse (orange, siehe Foto)

  • Geschmack: süß, pfeffrig, würzig, ein bisschen wie Brunnenkresse
  • Verzehrempfehlung: zum Garnieren von herzhaften Gerichten wie Salaten, Reis oder in Butter, junge Knospen können eingelegt werden wie Kapern

Klee (weiß, rosa bis rot)

  • Geschmack: süßlich, lakritz-ähnlich
  • Verzehrempfehlung: kann getrocknet oder frisch verzehrt werden, frisch ist er aber etwas schwerer verdaulich, daher ggf. etwas in der Pfanne rösten

Lavendel (violett)

  • Geschmack: sehr aromatisch, ein bisschen wie Rosmarin, leicht süß
  • Verzehrempfehlung: schmecken frisch oder getrocknet und können zum Aromatisieren von Sirup, Zucker, Milch und Saucen verwendet werden, aber auch in Keksen oder Kuchen, Rosmarin kann oft durch Lavendel ersetzt werden

Löwenzahn (gelb)

  • Geschmack: süßlich, honig-ähnlich bei jungen Blüten, etwas bitterer bei älteren
  • Verzehrempfehlung: lecker in Suppen, Sirup, auf Brot oder Pancakes (LINK) und anderen Süßspeisen, aber auch in Salat, kann auch fritiert werden

Mädesüß (weiß)

  • Geschmack: nach Mandeln
  • Verzehrempfehlung: gut zum Süßen von Wein, Bier, Marmelade oder Früchten

Malve (rosa)

  • Geschmack: süß
  • Verzehrempfehlung: einzelne Blüten peppen Salat gut auf

Nelke bzw. Gartennelke (pink)

  • Geschmack: süß und ein bisschen nach Lakritz
  • Verzehrempfehlung: passt super zu Süßspeisen wie Kuchen, Pudding, Eis oder Obstsalat

Ringelblume (orange, gelb)

  • Geschmack: pfeffrig, würzig, scharf, erinnert an Safran
  • Verzehrempfehlung: als Garnitur für Suppen, Reis oder Salate oder als Ersatz für Safran

Rose (viele Farben, siehe Foto)

  • Geschmack: von leicht fruchtig bis minzig, gut am Duft zu erkennen, je dunkler die Fare, desto intensiver der Geschmack (die weiße Wurzel der Blütenblätter kann etwas bitter schmecken)
  • Verzehrempfehlung: oft in der indischen Küche verwendet und besonders lecker in Desserts

Schnittlauch (pink)

  • Geschmack: leicht nach Zwiebeln
  • Verzehrempfehlung: super als Garnitur für Salate

Sonnenblume (gelb)

  • Geschmack: ungeöffnete Knospen schmecken ein bisschen wie Artischocken, aufgeblüht schmecken sie eher bittersüß
  • Verzehrempfehlung: Blüten passen zu Pasta, die Knospen kann man auch kochen oder kurz in Butter anbraten, die Kerne schmecken roh oder geröstet gut im Salat.

Stiefmütterchen (viele Farben, siehe Foto)

  • Geschmack: leicht süßlich
  • Verzehrempfehlung: roh lecker in Salat, gezuckert sehen sie toll auf Dessert und Kuchen aus, Sirup kann man damit ebenfalls aromatisieren

Tulpe (viele Farben)

  • Geschmack: ein bisschen wie Erbsen oder Blattsalat
  • Verzehrempfehlung: durch den großen Blütentrichter gut um Mousse oder Eiscreme hineinzufüllen, oder die Blätter als Schiffchen für Häppchen verwenden

Zucchini-Blüten (gelb-orange)

  • Geschmack: nussig
  • Verzehrempfehlung: beliebt in der mexikanischen und italienischen Küche, für Suppen und da sie so groß sind, hervorragend für herzhafte Füllungen, wie zum Beispiel in diesem Rezept von Kerstin, wo alles Schritt für Schritt erklärt wird

Was muss ich vor der Zubereitung von essbaren Blüten beachten?

Natürlich solltet ihr alle Blüten gründlich in kaltem Wasser waschen um Erde und Insekten zu entfernen. Bei den meisten Blumen sind nur die Blüten selbst essbar, also entfernt zudem vorher die Stiele und die grünen Kelchblätter. Bei Rosen, Nelken und Chrysanthemen solltet ihr zudem die Stempel und Staubgefäße entfernen, da hier wirklich nur die Blütenblätter essbar sind. Am besten ihr informiert euch vorher was auf die von euch ausgewählten Blüten zutrifft.

Wo kann man essbare Blüten kaufen?

Egal wo ihr die Blüten kauft, ihr solltet unbedingt darauf achten, dass die sie unbehandelt und ungespritzt sind - im normalen Blumenladen findet ihr sie also eher nicht.

Unbehandelte essbare Blüten bekommt ihr auf einigen Bio-Märkten oder direkt beim Gärtner. Einfach nachfragen.

Als Samenmischung aus dem Baumarkt kann man sie sich essbare Blumen auch selber ziehen. Im eigenen Garten könnt ihr dann sicher sein, dass die Blumen von Pflanzenschutzmitteln verschont bleiben. Ernten solltet ihr die Blüten am besten vormittags, direkt nach dem Aufblühen. Wenn ihr sie in eine Schale mit kaltem Wasser legt, halten sie sich einige Stunden.

Leckere Rezepte mit essbaren Blüten:

Ich hoffe mein Artikel hat euch gefallen, wenn ihr noch mehr über essbare Blüten erfahren wollt, findet ihr hier noch weitere Sorten und Tipps zur Haltbarmachung. Morgen bekommt ihr von mir übrigens noch ein Rezept mit essbaren Blüten hier auf dem Blog, also schaut vorbei!:)

 

Alles Wichtige zu essbaren Blüten