Crouffins

Freitag, 8. Mai 2015 - 10:24

Unterwegs auf dem Erdbeerfeld

Warum Brigitte Erdbeeren so gerne selbst pflückt – und wie sich die knallroten Früchte in den besten Sommerkuchen der Welt verwandeln.

Brigitte und Kerstin pflücken Erdbeeren auf dem Erdbeerfeld Unterwegs auf dem Erdbeerfeld © Wolfgang Schardt für FÜR SIE

Eine rote Melamin-Schüssel steht vor mir, ich greife nach einer leuchtend-roten Erdbeere und beiße genüsslich ab... Von unten kitzelt das Stroh an den Beinen, von oben wärmt die Juni-Sonne und lässt mich immer wieder blinzeln. Und während sich im Körbchen meiner Mama schon die roten Früchtchen stapeln, füllt sich bei mir nur der Magen. Das war vor knapp 30 Jahren (oh je, jetzt fühle ich mich ganz schön alt!). Damals war der wöchentliche Ausflug aufs Selbstpflück-Feld fast schon ein Pflichttermin – weil sich in meinem Fall das „Helfen“ aber eher aufs Naschen beschränkte.

Brigitte Kesenheimer

Brigitte ist Food-Chefin der Zeitschrift FÜR SIE und probiert total gerne Neuheiten (egal ob Produkte oder Restaurants). Ihre Kollegen freuen sich immer über ihre schnellen, unkomplizierten Rezepte für den Feierabend

Kerstins Vorschlag, selbst bei einer kleinen Landpartie Erdbeeren zu pflücken, finde ich deshalb sensationell. Das Schöne an meiner Wahlheimat Hamburg: Man fährt nur ein paar Minuten, bis man im Grünen ist. Beim Feld angekommen, weht uns der süße, zarte Duft der Beeren entgegen. Herrlich! Jetzt aber los, denn die Sonne steht schon ziemlich hoch. Wenn es zu warm ist, machen die empfindlichen Früchtchen nämlich schnell einen auf matschig-schlapp. Trotzdem muss bei mir jede Beere durch den Qualitäts-Check:Iist sie auch auf der Rückseite rot? Löst sie sich mit einem kleinen Twist vom Stiel? Dann ist sie nämlich reif! Und: ich nehm’ lieber die kleinen als die extra-großen Früchte (die sind oft einfach nur „aufgeschwemmt“ und haben weniger Aroma).

Klar, landet die eine oder andere Beere wieder in meinem Mund – aber auch im Körbchen türmen sich schnell reichlich Früchte. Gleich mal überlegen, was wir außer Konfitüre alles draus machen... Nach kurzer Abstimmung entscheiden wir uns für eine große Portion Kuchen!

Blechkuchen mit Joghurtcreme & Baiser

Für ca. 16 Stücke

Für unten:

Erdbeerkuchen

  • 
4 Eier
  • 
1 Prise Salz

  • 200 g weiche Butter

  • 250 g Zucker

  • fein abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

  • Saft von 2 Zitronen (ca. 100 ml)

  • 300 g Mehl
  • 
2 TL Backpulver

Für oben:

  • 
750 g Erdbeeren
  • 
2 EL Orangen-Likör

  • 250 g griechischer Joghurt (10 % Fett)
  • 
250 g Magerquark

  • ca. 2 EL Limettensaft
  • 
75 g Zucker

  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 
200 g Sahne

  • 50 g Baisertupfen (fertig gekauft)

 

  1. Eier vorsichtig trennen. Eiweiß mit Salz steif schlagen, kalt stellen. Butter und Zucker ca. 5 Minuten weißcremig schlagen. Eigelbe einzeln unterrühren. Dann Zitronenschale und -saft unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, kurz unterrühren. Eischnee in zwei Portionen unterheben.
  2. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Im heißen Ofen (180 Grad, Mitte) 15–20 Minuten backen. Blech aus dem Ofen nehmen, Kuchen mit dem Papier herunterziehen und auskühlen lassen.
  3. Erdbeeren waschen, auf Küchenpapier gut abtropfen und putzen. Halbieren oder vierteln, mit Likör mischen.
  4. Joghurt, Quark, Zitronensaft, Zucker und Vanillezucker glatt rühren. Sahne steif schlagen, mit einem Teigschaber locker unterheben. Creme mit einem Löffel locker auf dem Boden verteilen. Erdbeeren darauf streuen. Baisertupfen darüber bröseln. Genießt den Sommer!!

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