Crouffins

Freitag, 24. Februar 2017 - 15:22

Alles Wichtige über die zuckerfrei-Challenge

Wir verzichten 40 Tage auf Zucker und erklären wie das geht, was man beachten muss und haben viele Rezepte für euch.

projekt-zuckerfrei Alles Wichtige über die zuckerfrei-Challenge © iStock / alexpro500

Was hat es mit der Zuckerfrei-Challenge auf sich?

Eine Frau lutscht an einem Lolli - Wie ungesund ist Zucker wirklich?

Hier geht's zum Test: Esse ich zu viel Zucker?

Seit einigen Jahren stellen sich immer mehr Menschen der Herausforderung für 40 Tage auf Zucker zu verzichten. Grund dafür sind die zahlreichen Erkrankungen und Beschwerden, die mit übermäßigem Zuckerkonsum in Verbindung gebracht werden, wie Diabetes, Karies, Adipositas (Zucker bremst das Sättigungsgefühl aus), Depressionen, Alzheimer, aber auch Kopfschmerzen, Haut- und Haarprobleme, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Diese Erkrankungen haben über die Jahre zugenommen, denn unsere Ernährung ist viel zuckerreicher geworden, als die unser Eltern und Großeltern. Wir nehmen nicht nur den offensichtlichen Zucker in Süßigkeiten zu uns, sondern auch immer häufiger versteckten Zucker in Getränken oder Fertiggerichten - selbst Wurst und Chips kommen oft nicht ohne Zusatz von Zucker aus.

Studien belegen, dass Zucker die gleichen Belohnungszentren im Gehirn anspricht, wie Kokain und andere Drogen. Durch die ständigen hohen Schwankungen im Insulinhaushalt fühlen wir uns wie Süchtige, werden antriebslos oder sind ständig auf der Suche nach zuckerhaltigen Lebensmitteln, auch wenn uns das gar nicht so bewusst ist. Um den Körper zu entgiften braucht man mehr als eine Woche und um ihn vom Zucker zu entwöhnen kann es sogar 2-3 Wochen dauern. Deshalb bringt ein Zuckerverzicht von einer Woche auch noch keine großen Erfolge. Selbst, wenn ihr nach einer Woche einen Schokoriegel anschauen könnt, ohne ihn zu essen, werdet ihr nach dem ersten Bissen wieder in der Suchtfalle landen. Erst, wenn der Körper etwas mehr Abstand hat, kann er auch kleine Mengen Zucker wieder verkraften, ohne süchtig zu werden.

Einkaufen ohne Zucker

Hier findet ihr hilfreiche Tipps für den zuckerfreien Einkauf und wo Zuckerfallen auf euch lauern.

Was bringt die Zucker-Challenge?

Dass ihr nach 40 Tagen suchtfrei an einem Stück Kuchen vorüberschreiten könnt, ist ja wohl das Mindeste.:) Viele Teilnehmer berichten aber außerdem von weniger Kopfschmerzen, konnten sich besser konzentrieren, fühlten sich aktiver und hatten eine bessere Haut. Besonders spannend: der Geschmackssinn reguliert sich und man empfindet auch wenig gesüßte Sachen als ausreichend süß - sogar eine normale Tomate soll ein ganz neues Geschmackserlebnis sein.

Welche Regeln gibt es bei der Zuckerfrei-Challenge?

Ihr verzichtet auf verschiedene Arten von Zucker, dürft aber selbst entscheiden wie streng ihr das macht. In der folgenden Auflistung könnt ihr wählen welches Level zu euch passt.

  • Level 1: Verzicht auf jegliche zugesetzte Zucker - also solche, die nicht von Natur aus in dem Lebensmittel enthalten sind. Aber auch der Verzehr von Obst wird auf zwei handvoll pro Tag eingeschränkt. Alkohol ist ebenfalls nicht erlaubt.
  • Level 2: außerdem Verzicht auf natürliche Zuckeraustauschstoffe wie Honig, Ahornsirup, SteviaBirkenzucker (Xylit).
  • Level 3: außerdem Verzicht auf Milchzucker (Laktose), der in Milchprodukten enthalten ist. Pflanzliche Milchalternativen wie Kokos-, Soja- oder Mandelmilch stehen weiterhin auf dem Speiseplan.
  • Level 4: außerdem Verzicht auf stärkehaltige Lebensmittel, weil Stärke sehr schnell vom Körper in Zucker umgewandelt wird. Damit fallen Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais und Kichererbsen weg.

In Welchem Zeitraum findet die Zuckerfrei-Challenge statt?

Die Zuckerfrei-Challenge hat eine Dauer von mindestens 40 Tagen (warum habt ihr oben gelesen). Ihr könnt sie durchführen, wann ihr wollt. Die meisten, wie auch wir, nutzen allerdings die Fastenzeit (1. März bis 9. April 2017) als Anlass - damit vermeidet man übrigens Aufschieberei à la "Aber in dem Monat ist der Geburtstag von xy...". Ein weiterer Vorteil ist, dass sich für das Projekt zuckerfrei schon eigene Hashtags auf sozialen Netzwerken etabliert haben, die helfen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die gerade selbst teilnehmen. Unsere Beiträge werdet ihr in dieser Zeit auch unter folgenden Hashtags auf Instagram finden: #TeamZuckerfrei #projektzuckerfrei

Wer ist dabei? Unsere Challenge-Teilnehmerinnen stellen sich vor.

Heidi:

Wenn meine Freunde das lesen, wird es sie vor Lachen von den Stühlen fegen. Alle, die mich kennen, können sich nicht vorstellen, dass ich 40 Tage auf Zucker verzichte. Von einem gehaltvollen Kuchen aus mehreren Schichten Schokoladenteig,  Schokocreme, Keksen, Glasur und Schokoriegeln, den ich vor Jahren (!!!) gebacken habe, sprechen meine Freunde noch immer mit Ehrfurcht. Keiner hat mehr als ein halbes Stück essen können.

Schon als Kind konnte ich problemlos drei Tafeln Milka am Stück essen und auch jetzt esse ich Nutella noch ich häufiger vom Löffel als vom Brötchen. Süßigkeiten haben wir selten länger als ein paar Stunden im Haus. Mein Freund versteckt mir für schlechte Zeiten Naschi in der Wohnung, weil es sonst nicht überleben würde. Wie ihr seht, Bombenvoraussetzungen für so eine Challenge. Innerhalb der 40 Tage-Zuckerfrei-Challenge werde ich nun auf sämtlichen zugesetzten Zucker verzichten und diesen auch durch keine Zuckerersatzstoffe ersetzen. Ich erhoffe mir davon, mich besser konzentrieren zu können und mich aktiver zu fühlen, anstatt nach der Arbeit direkt tief in meine Couch einzusinken. Besonders gespannt bin ich, ob sich mein Geschmackssinn wirklich so verändert und ich meine Lieblingsnaschereien danach als zu süß empfinde.

 

Anja:

Wie ihr sicher aus meiner Vorstellung wisst, ernähre ich mich vegetarisch und zum größten Teil auch vegan. So gern ich frisch koche und backe: Gerade nach Feierabend muss es schnell gehen und so habe ich in letzter Zeit immer öfter zur Fertigpackung gegriffen, statt abends noch Gemüse zu schnibbeln. Damit soll nun Schluss sein! Ich mache die Zuckerfrei Challenge vegan und werde ich nicht nur auf sämtliche Zucker- und sonstige Lebensmittelzusätze verzichten, sondern auch Eier und Milchprodukte weglassen.

Ich erwarte mir davon weniger den Gewichtsverlust (okay, ein bisschen Babyspeck kann natürlich immer runter ;)), sondern will mich vielmehr fitter und ausgeglichener fühlen. Und falls ihr, wie ich auch, heimliche Beauty-Junkies seid: Man munkelt ja, die cleane Ernährungsweise sorge für bessere Haut und den ultimativen Glow! Ich werde es auf jeden Fall für euch testen und euch hier auf dem Laufenden halten, wie es mir in den 40 Tagen ergeht und freue mich, wenn wir gemeinsam als #TeamZuckerfrei durchstarten!

 

Tamara:

Schon von klein auf belasten mich wiederkehrende Magen-und Darmbeschwerden. Als Frühchen ohne Darmzotten, die für die Nährstoffaufnahme aus der Nahrung zuständig sind, auf die Welt gekommen, war das Übel schon vorprogrammiert. Auf die ersten Jahre der Schonkost folgten Jahre des Ausprobierens und Testens, was verträgt der Körper und was nicht. Die Hilfe der Ärzte beschränkt sich oft nur auf ein ernüchterndes Lächeln und die Worte: “Sie haben zu viel Stress!“ Selbst nach einer Magenspiegelung wurde nur ein Verdacht auf eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und Histaminintoleranz geäußert. Auch wenn der alleinige Verzicht auf Getreideprodukte und Obst nicht den erhofften Erfolg brachte, habe ich in dieser Zeit dennoch viel über Ernährung und deren Auswirkungen auf den Körper gelernt. Über ein Jahr ernährte ich mich erfolgreich nach dem Paleo-Ernährungsstil. Die Zeit hat meinem Körper sehr gut getan. Nun freue ich mich auf eine weitere Herausforderung.

Ich werde die Zuckerfrei Challenge glutenfrei und histaminarm zusätzlich zur Paleo-Ernährungsweise durchführen, also neben Zucker auch auf Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Obst verzichten. Auch Zuckerersatzstoffe möchte ich vermeiden.

 

Julia:

Was meine Ernährung angeht bin ich eigentlich schon immer ziemlich diszipliniert und versuche darauf zu achten, mich nicht allzu ungesund zu ernähren. Je nachdem wie viel Stress man aber dann im Alltag hat, gönnt man sich dann doch immer mal wieder einen kleinen Schokoriegel hier oder ein leckeres Stückchen Kuchen dort. Damit rückt die angestrebte Bikinifigur aber natürlich in weite Ferne. Da ich mir schon zu Beginn des Jahres fest vorgenommen hatte, wieder mehr auf meine Ernährung zu achten, kam die Zuckerfrei-Challenge wie gerufen. Als mir dann auch noch das Buch „Zuckerfrei - Die 40-Tage-Challenge“ von Hannah Frey in die Hände fiel, war es endgültig um mich geschehen. Um ganz ehrlich zu sein hat mich das Buch schon allein durch sein hübsches Cover überzeugt (es ist pink!). Aber Spaß beiseite, natürlich hat mich auch der Inhalt des Buches überzeugt und ich bin sehr gespannt, welche positiven Auswirkungen eine zuckerfreie Ernährung auf meine Körper hat. Deshalb habe ich mir für die Challenge vorgenommen, mich ausschließlich nach dem Buch zu richten. Ich bin hoch motiviert und schon sehr gespannt, wie gut sich die im Buch vorgegebene Ernährungsweise im Alltag umsetzen lässt. Das Buch schlägt neben dem Verzicht auf Zucker und künstliche Ersatzstoffe auch den Verzicht auf Getreide (auch Vollkorn) so wie stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Süßkartofeln, Mais und Kichererbsen vor, aber auch hier sind zwei Hände voll Obst am Tag erlaubt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, empfehle ich euch das Interview mit der Autorin Hannah Frey. Sie hat auch ein paar tolle Durchhaltetipps parat.

 

Annika:

Annika von den Küchengöttern ist auch mit von der Partie. Sie ist bereits ein alter Hase im zuckerfreien Geschäft, denn sie hat die Zuckerfrei-Challenge schon im letzten Jahr erfolgreich bewältigt. Ihre Erfahrungen daraus könnt ihr bereits hier lesen.

 

Du!

Denn wir freuen uns über jeden, der mitmachen will! Wenn wir es schaffen können, dann kannst du es auch! Also los! Du kannst uns während der ganzen Challenge über die Kommentare schreiben.


Auf dem Blog erwarten euch in den nächsten Wochen nicht nur unsere Berichte aus der Challenge, sondern natürlich auch viele zuckerfreie Rezepte. Hier findet ihr außerdem einen Artikel mit Tipps zum zuckerfrei Einkaufen und clevere Tipps zum Durchhalten.

Hier findet ihr zuckerfreie Rezeptsammlungen, die wir stetig erweitern. Es lohnt sich also regelmäßig reinzuschauen, oder sie sich als Lesezeichen zu setzen.:)

Kommentare

Ich hab das im Sommer schön gemacht und es war ein tolles Gefühl nach einiger Zeit.
Ich mache gerne mit.

von Sabine ~

Ja! Mach mit! Wir freuen uns, wenn du dabei bist!

von Die Kitchen Girls ~

Wow! Das klingt toll. Wir freuen uns, wenn wir dich als erfahrene Challengerin an Bord haben!

von Die Kitchen Girls ~