Crouffins

Mittwoch, 20. Januar 2016 - 11:00

Roter Rosenkohl mit Speck und Parmesan

Ein Gedicht: Roter Rosenkohl mit Speck und Parmesan - frisch gebraten schmeckt er am besten.

gebratener Rosenkohl im Schälchen Roter Rosenkohl mit Speck und Parmesan © intophoto

Gestern habe ich euch ja von meiner neuen Errungenschaft, dem Roten Rosenkohl, erzählt, den ich bei uns in der Versuchsküche gleich ausprobieren musste.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Ja, eigentlich passt er zu allen Gerichten, die man gern mit Rosenkohl oder Rotkohl isst. Da ich ihn im Geschmack milder und nussiger finde, ohne Bitternote, werde ich ihn öfter bevorzugen. Mal sehen, wie lange ich ihn beim Gemüsemann erblicke... 

Er schmeckt etwas frischer, feiner als der grüne Vertreter.

Rosenkohl mag ich eigentlich nicht so bissfest, natürlich auch nicht „totgekocht“, aber auch nicht zu hart. Diese Sorte schmeckt aber bessser mit etwas festerem Kern.

Um die feine Note nicht zu erschlagen, wähle ich zum Mitbraten Schalotten anstelle von Zwiebeln, mit roten Zwiebelwürfelchen ist er aber auch köstlich. Wer Limonen-Olivenöl, im Haus hat, auch super. Und als „Würzpush“: Südtiroler Speck. An der Frischetheke bekommt man ihn schon hauchdünn in Scheiben aufgeschnitten. Man muss die „Lagen“ dann nur noch mit einem größeren, scharfen Messer in feine Streifen schneiden.

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Den Frischekick gibt´s durch Kräuter, wie z. B. fein geschnittene Petersilie, ich favorisiere die glatten Blättchen (auch feiner!), Basilikum geht auch. Und wer es noch italienischer mag, hobelt einfach noch frischen Parmesan oder Grana Padano drüber. Fertig! Oder man streut noch geröstete, grob gehackte Pinienkerne drauf - unterstützt den nussigen Geschmack. Diese Beilage schmeckt solo schon genial, passt aber auch super zu geschmortem Lammfleisch, knuspriger Entenbrust oder gebratenem Skrei, dem Winterkabeljau. Und für Veggie-Fans mit gebratenen Kartoffelwürfeln oder mit Gnocchi und Nussbutter-Semmelbrösel-Topping.

Jetzt verrate ich euch aber erst einmal das Rezept für meinen Roten Rosenkohl....

Roter Rosenkohl mit Speck und Parmesan

Für 4 Portionen

  • 750 g Roter Rosenkohl
  • Meersalz
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Schalotten (fein gewürfelt)
  • 50-75 g Südtiroler Speck (in dünnen Streifen)
  • schwarzer Pfeffer (Mühle)
  • ½ Bund glatte Petersilie (fein geschnitten)
  • ca. 30 g frisch gehobelter Parmesan oder Grana Padano

Zubereitung

  1. Vom Rosenkohl, wenn nötig, die äußeren welken Blätter entfernen. Meist kann man die kleinen Freunde aber so lassen. Jippi - spart Zeit!
  2. Strünke knapp abschneiden, dann kreuzweise einschneiden.
  3. Rosenkohl im kochenden Salzwasser im großen breiten Topf ca. 4 Minuten blanchieren. Eine große Schüssel mit eiskaltem Wasser vorbereiten. Ich lege immer noch Kühlpads mit hinein, damit es richtig kalt ist. Nur aus dem „Hahn“ reicht nicht.
  4. Abgießen, Rosenkohl sofort ins eiskalte Wasser geben. Etwas darin hin- und her tanzen, dabei gut auskühlen lassen. 5. Butter und Olivenöl in einer Antihaftpfanne erhitzen. Schalotten und Speck darin unter Rühren kurz anbraten. Rosenkohl abgießen, tropfnass zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 4 Minuten garen. Salzen, pfeffern. Mit Petersilie und Parmesan bestreuen.