Crouffins

Donnerstag, 24. Dezember 2015 - 9:04

Der perfekte Rotkohl

Rotkohl selber machen - lohnt sich da? Allemal, finden wir! Probiert unser geniales Rezept.

Rotkohl im Topf Der perfekte Rotkohl © intophoto

„Was hast du denn mit deinen Fingern gemacht?“ Das wurde ich noch mehrere Tage unserem Rotkohl-Selbst-Gemacht-Shooting gefragt. Denn leider hatte ich beim Schneiden vergessen, Einmalhandschuhe anzuziehen. Und der Farbstoff meines Lieblings-Winterkohls ist so intensiv, dass ich fast eine Woche gebraucht habe, um meine Finger wieder davon zu befreien...

Brigitte Kesenheimer

Brigitte ist Food-Chefin der Zeitschrift FÜR SIE und probiert total gerne Neuheiten (egal ob Produkte oder Restaurants). Ihre Kollegen freuen sich immer über ihre schnellen, unkomplizierten Rezepte für den Feierabend

Aber lohnt sich der Aufwand wirklich? Ich finde: an Weihnachten allemal! Die Produkte aus dem Glas sind mit ein paar Verfeinerungen ja auch ziemlich lecker. Aber so ein selbst gemachter Pott Rotkohl, ist schon was Besonderes. Wie bei vielen anderen Wintergerichten auch, schmeckt das Blaukraut (wie man bei uns in Süddeutschland sagt) nach dem Aufwärmen eh noch viel besser.

Also, kocht ihn ruhig schon am Tag vor dem Familienessen, dann steht am Festtag nur noch Heißmachen auf der to-do-Liste. Und auch die Zubereitung selbst ist recht unkompliziert: Alle Zutaten rein in den Topf, Deckel drauf und nur noch ab und zu umrühren.

Selbst gemachter Rotkohl mit Apfelsaft und Quittengelee

  • 1 Rotkohl (ca. 1,6 kg)
    Weihnachtsbuffet

    Noch mehr festliche Rezeptideen findet ihr in unserem Weihnachtsspecial

  • 2 EL Butterschmalz
  • 2 rote Zwiebeln (fein gewürfelt)
  • ca. 3 EL Zucker (ich nehm am liebsten Roh-Rohrzucker)
  • Salz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange
  • 200 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 6 EL Balsamico-Essig
  • 3-4 EL Quittengelee

Zubereitung:

  1. Vom Rotkohl die äußeren Blätter ablösen und wegwerfen. Kohl waschen, mit einem großen, scharfen Messer halbieren und den Strunk herausschneiden.
  2. Hälften erst längs in ca. 4 Stücke schneiden und dann quer in feine Streifen schneiden (am besten Einmalhandschuhe dabei tragen, der Rotkohl färbt stark).
  3. Schmalz in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin andünsten. Rotkohl portionsweise zugeben und ebenfalls etwas andünsten.
  4. Zucker, 2 TL Salz, Lorbeer und Zimt zugeben. Apfelsaft und Essig dazu gießen. Alles gut mischen.
  5. Deckel drauf und zugedeckt ca. 1 ½ Stunden schmoren, evtl. noch etwas Apfelsaft zugeben. Ab und zu umrühren. Zum Schluss Quittengelee unterrühren und mit Salz, Balsamico und Zucker abschmecken.

Feine Varianten:

Mit Kürbis & Wintergewürz

Statt Zimt 2 EL FÜR SIE-Wintergewürz (gibt’s bei violas.de) zugeben. Und die letzten 10-15 Minuten 200 g in feine Streifen geschnittenen Hokkaido-Kürbis mitgaren. Wer mag: 1-2 EL Kürbiskerne zum Schluss unterrühren.

Mit Cranberries & Orangenschale

Zusammen mit den übrigen Gewürzen die dünn abgeschnittene Schale 1 Bio-Orange zugeben. Und die letzten ca. 30 Minuten 250 g gewaschene Cranberries mitgaren. Zum Verfeinern statt Quittengelee eventuell Preiselbeergelee verwenden.