Crouffins

Mittwoch, 9. September 2015 - 15:45

Rocky Road – Kalter Hund „Aussie-Style“ mit Marshmallows

Süß, weich, knusprig, zart: Diese Rocky Roads werden euch begeistern! Die australische Variante des Kalten Hunds

Rocky-Road-Fudge in Würfel geschnitten Rocky Road – Kalter Hund „Aussie-Style“ mit Marshmallows © seasons.agency

Im Urlaub in unserem Frühstückscafe in Sydney am Bondi Beach entdeckte ich sie - Schokowürfel mit buntem, „richen“ Innenleben: Mini-Marshmallows, viel Nüsse und Trockenfrüchte. Sie sahen interessant und lecker zugleich aus. Aber so nach dem Frühstück wollte ich sie nicht probieren und Mitnehmen war unmöglich, weil es draußen schon richtig heiß war.

Aber im Laufe des Urlaubs liefen sie mir immer wieder über den Weg, mal waren Macadamias drin, mal Erdnüsse und anstelle der Trockenfrüchte kandierte Kirschen und Turkish delight, auch so eine spezielle Spezialität. Sieht aus wie „geeiste“ Geleewürfel. Mein Mann liebt es, mir schmeckt es ein wenig zu stark nach Rosenwasser. Aber in der Kombi mit Schokolade und Nüssen passte es wieder. Und sieht super aus.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Manchmal konnten wir sie auch einzeln kaufen, das machten wir und genossen! Wir wurden geradezu Rocky Road-Experten. Ich habe sie als Vollmilch-Rockys, aber auch mit Zartbitterschokolade gemischt, getestet. Geht beides, mein Favorit ist die etwas herbere Schoko-Variante, ich finde, ein perfekter Gegenpol zu den sweet things. Schade, dass es bei uns nur schwer rosa Mini-Marshmallows gibt, die sehen darin so toll aus. Kandierte Kirschen sind nicht so meins, ich liebe getrocknete Kirschen, gutes Turkish delight ist hier auch nicht so einfach zu bekommen.

Somit habe ich mir mein Rocky Road ein bisschen selbst zusammengebastelt. Marshmallows müssen sein, die kleinen süßen „Stolpersteine“, Nüsse, ich liebe Macadamias, aber jede Nuss geht, Nussmischungen sind besonders praktisch. Mein Tipp für die „Fruchtzutat“: getrocknete Cranberries, Beeren oder Kirschen! Wer will, kann auch noch grobe Kokosraspel mit untermischen. Dann etwas weniger Nüsse nehmen. Kekse sind übrigens kein Muss, finde ich aber lecker.

Rocky Road heißt ja übersetzt "steinige oder felsige Straße". Das bezieht sich wohl auf die unregelmäßige Oberfläche der „Schokostraße“, hervorgerufen durch die großen Nussstücke, „Keksbröckchen“ und Marshmallows-Würfelchen. Ich finde, der Name passt super.

In den USA gibt es sie auch, sind mir aber nicht so aufgefallen wie in Australien. Hier sieht man sie in kleinen Feinkostläden, wo es auch Mittagstisch gibt oder trendigen Cafes mit Delikatessen-Ecke zum Mitnehmen. Und jetzt natürlich auch verstärkt bei uns, wenn ihr sie macht, Freunde und Familie damit überrascht.

Ihr werdet sehen, diese Kombi aus luftigen Marshmalllows, knackigen Nüssen und Keksen, mit Soft-Früchtchen, alles umhüllt von Schokolade – ein einmaliges Mundgefühl und Geschmackserlebnis!

Das Rezept für Rocky Road

Für ca. 36 Stück

  • 250 g Zartbitterschokolade
  • 150 g Vollmilchschokolade
  • 175 g weiche Butter
  • 4 EL heller Sirup (Brotaufstrich, im gelben Becher, von Grafschafter)
  • 150 g Kekse (Amarettini und Haferknusper- oder Butterkekse)
  • 150 g Nusskerne oder Nussmischung, auch mit Mandeln (z. B. Macadamias, Paranuss-, Pekan- oder Haselnusskerne, auch Mandeln gehen)
  • 150 g getrocknete Beeren, Cranberries oder Kirschen (nehmt, was ihr am liebsten mögt)
  • 125 g Mini-Marshmallows

Zubereitung:

  1. Schokoladensorten hacken. Mit Butter und Sirup in einen mittelgroßen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren schmelzen.
  2. Kekse (nicht zu viel Amarettini nehmen) in einen Gefrierbeutel geben und mit der Kuchenrolle nur einige Male darüberfahren, so dass unterschiedlich große Brösel entstehen. Nicht zu fein zerkleinern, es sollen noch Stückchen mit dabei sein.
  3. Nüsse je nach Sorte ganz lassen, halbieren oder grob zerkleinern. Ich mag gern große Nussstücke.
  4. Schokomasse von der Kochstelle ziehen, Keksbrösel, Nüsse, getrocknete Früchte und Marshmallows mit einem Teigschaber locker aber gut untermischen. In eine mit Backpapier ausgelegte quadratische Backform (23 x23 cm und 5 cm hoch) geben, ich liebe die Form von Cynthia Barcomi mit herausziehbarem Boden als „Schublade“ (www.qvc.de). Oberfläche etwas glatt streichen, sie bleibt aber hügelig und das muss auch so. Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, am besten über Nacht.
  5. Schokoblock mit dem Papier aus der Form lösen, mit einem großen scharfen Messer mit glatter Klinge in Würfel (ca. 3-4 cm groß) schneiden. Zwischendurch das Messer immer wieder abwaschen. In Folientütchen oder kleinen Geschenk-Kistchen verpackt, verschenken. Oder sich selbst verwöhnen!