Crouffins

Mittwoch, 26. August 2015 - 8:49

Rezept für Popovers

Die süßen Popvers sind nichtnur zum Frühstück ein Gedicht. Kerstin erklärt euch, wie ihr das neue Trendgebäck aus den USA nachbacken könnt.

Popovers mit Butter und Marmelade Rezept für Popovers © intophoto

Popovers – upps, nach Cruffins und Cronuts schon wieder ein neuer US-Star am Kleingebäck-Himmel. Als muffinähnliche Gebilde, die im Ofen in einer speziellen Form gigantisch und unkontrolliert aufpuffen, kommmen sie daher - ein bisschen wie Windbeutel im Muffinkleid. Irgendwie spooky! Aber irgendwie auch spannend, machen Lust auf Ausprobieren. Also schnell die Popover-Form bestellt. 

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Im Gegensatz zur Muffinform hat es zwölf schmalere, tiefere, zylindrisch geformte Mulden, eher Näpfchen. So kann der Teig besonders gut hochsteigen. Außerdem sind sie dickwandiger und können so die Hitze perfekt speichern. Das erhöht das „Hochploppen.“ Und das will ich haben. Man kann sie auch in einer Muffinform machen, aber darin werden sie nicht so schön. Ich finde, die Popover-Form lohnt sich.

Jedoch nicht nur die Form ist besonders, sondern auch die Art der Zubereitung. Denn nur, wenn man sich an die Zauberregeln hält, klappt das Aufpuffen. Also:

  • Alle Teigzutaten müssen Zimmertemperatur haben.
  • Für das Einfetten der Mulden Öl nehmen, Butter verbrennt.
  • Die geölte Form auf ein Backblech stellen, in den Ofen schieben und mit vorheizen.
  • Den flüssigen Teig schnell einfüllen, am besten vorher in einen hohen Rührbecher geben. Dauert es zu lange, kühlen die Mulden ab und der Popover-Effekt bleibt aus.
  • Hohe Anfangstemperatur puscht den Teig in den Förmchen.
  • Ofentür während der gesamten Backzeit nicht öffnen!

Als die befüllte Form im Ofen war, hing ich gespannt vor der Scheibe, um auf den Effekt zu warten.

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Und tatsächlich, plötzlich schossen sie aus den Mulden. Ich hatte Angst, dass sie ganz aus den Förmchen ploppten, doch zum Glück hielten sie sich. Aber ganz knapp, ich war recht aufgeregt. Dann die Form schnell rausgenommen und die Popovers aus den Mulden genommen. Autsch, heiß. Sie sollten aber gut warm gegessen werden. Am besten nur ca. 2 Minuten abkühlen lassen. Dann schmecken sie am besten. Ich liebe sie süß. Einfach vorsichtig auseinander reißen, das Innere sieht ein bisschen wie aufgeschnittene Windbeutel aus. Dann mit Butter und einem Klecks Erdbeer- oder anderer Marmelade probieren. Köstlich zum Frühstück, ihr müsst sie nachbacken. Macht super Laune. 

Das Rezept für die Popovers – für mich das Beste

Für 12 Stück

Für den Teig:

  • 2 Eier (M)
  • 240 ml Milch
  • 140 g Weizenmehl (Type 550, das backstarke Mehl)
  • 1 EL geschmolzene Butter (15 g)
  • 1/4 TL Salz

Außerdem:

  • ca. 6 TL Pflanzenöl für die Mulden

So geht`s: 

  1. Eier und Milch mit den Rührbesen des Handrührgerätes glatt rühren. Mehl, geschmolzene Butter und Salz zugeben und alles verquirlen. Dann den Teig auf höchster Stufe ca. 1 Minute lang schaumig schlagen. Bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Popover-Form auf ein Backblech setzen. In die Mulden ca. 1/2 Teelöffel Öl geben. Dann das Backblech mit der Form in den kalten Ofen auf der untersten Schiene einsetzen. Ofen auf 220 Grad vorheizen.
  3. Popover-Teig umrühren und in einen hohen Rührbecher mit Ausguss oder Messbecher umfüllen.
  4. Jetzt muss es schnell gehen: das heiße Blech aus dem Ofen nehmen (Tür schließen!) und den Teig gleichmäßig auf die Vertiefungen verteilen (ca. 3/4 voll). Rasch in den Ofen einschieben und 10-15 Minuten lang backen, ohne die Ofentür zwischendrin zu öffnen.

  5. Ofentemperatur auf 175 Grad reduzieren und ca. 10 Minuten weiterbacken, bis die Popovers goldbraun sind. Popovers vorsichtig aus den Mulden nehmen und ca. 2 Minuten abkühlen lassen. Dann mit Butter und Marmelade servieren.