Crouffins

Freitag, 31. Juli 2015 - 10:48

Kartoffelsalat auf norddeutsche Art

Kartoffelsalat aus dem Norden bekommt seinen typischen Geschmack durch Mayonnaise und Cornichons. Kerstin verrät ihr Lieblingsrezept.

Norddeutscher Kartoffelsalat mit Mayonnaise Kartoffelsalat auf norddeutsche Art © intophoto

Ich bin ja die Nordfraktion im FÜR SIE Food-Team, bei uns hier oben geht Kartoffelsalat nur mit Mayo! Wahrscheinlich, weil wir ihn oft mit Fisch kombinieren, wie z. B. zu gebratener Scholle Finkenwerder Art, zu Räucheraal, zur Fischfrikadelle oder mit Fischfilet im Backteig.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Die geschmeidige-cremige Konsistenz passt perfekt dazu, eben ein bisschen wie Salat und Remoulade in einem. Obwohl, Remoulade ist oft on Top auch noch mit am Start. Oder zu Matjes, dann wird meist noch ein Apfel mit hineingeschnitten.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die sahnig-liebliche Konsistenz das salzige oder geräucherte etwas neutralisiert, jedenfalls gehört er bei uns in weißem Gewand dazu. Vom Fettgehalt darf man es aber gar nicht sehen. Das ist schon eine heftige Kombi hier im Norden.

Ich mache die Mayo ja immer selbst, verlängere sie aber mit schlankeren Milchprodukten.

Der Kartoffelsalat „Nord“

Für 4 Portionen

Für den Salat:

  • 1 kg mittelgroße Kartoffeln, festkochend
  • feines Meersalz
  • 2 Schalotten
  • 3 Eier
  • 150 g Cornichons oder Gewürzgurken (Glas)

Für das Dressing:

  • 1 Ei (Kl. M) 
    Kartoffelsalat mit Brühe

    Lieber Kartoffelsalat auf die süddeutsche Art? Dann hat Brigitte das passende Rezept für euch: Kartoffelsalat mit Brühe

  • 150-175 ml Sonnenblumenöl
  • ca. 1 TL Zucker
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 1 EL heller Balsamico-Essig
  • ca. 150 g Schmand oder Vollmilchjoghurt
  • schwarzer Pfeffer (Mühle)
  • Piment d´espelette nach Geschmack
  • 1/2 Bund Dill

Zubereitung

  1. Kartoffeln waschen, dabei sauber bürsten. In kochendem Salzwasser 20-25 Minuten garen.
  2. Schalotten pellen, halbieren und fein würfeln. In kochendem Wasser ca. 1 Minute blanchieren, abgießen, abtropfen lassen. Ich gare sie immer etwas, ich hasse es, auf rohe Schalotten oder Zwiebeln zu beißen.
  3. Eier in kochendem Wasser 8 Minuten hart kochen. Abschrecken, abkühlen lassen. Eier pellen, hacken.
  4. Cornichons abtropfen lassen, dabei 100 ml Gurkensud auffangen, Cornichons in feine Scheiben schneiden.
  5. Ei mit Sonnenblumenöl, 1/2 gestr. TL Salz, Zucker, Senf und Essig in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Schneidstab kurz durchpürieren, dann beim Pürieren den Schneidstab langsam auf und ab ziehen, bis eine Mayonnaise entsteht. Schmand oder Joghurt und Gurkensud glatt rühren, untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Wer es etwas schärfer mag, wie z. B. mein Mann, „befeuert“ das Dressing noch mit einem Hauch Piment d´espelette. Das ist ein französisches Chilipulver mit einer leicht rauchigen Note, welches ich beim Kochen mit Cornelia Poletto lieben und zu schätzen gelernt habe. Dressing kalt stellen.
  6. Kartoffeln abgießen, kurz abdämpfen lassen und warm pellen. Kartoffeln abkühlen lassen, dann in Scheiben schneiden. Das Dressing in eine große Schüssel geben. Kartoffelscheiben locker untermischen, abgedeckt 2-3 abgedeckt durchziehen lassen.
  7. Dillspitzen abzupfen, grob hacken und unter den Salat mischen. (Ich kenne ihn von zuhause aus mit Dill - manche haben ihn nicht so ganz auf der Rechnung, aber ich finde, er würzt genial und passt zu viel mehr Gerichten, als man denkt. Einfach mal ausprobieren! Auch die Feinheit des Krauts verteilt sich super im Salat, bleibt an den Scheiben gut hängen. Man kann natürlich auch andere Kräuter, wie z. B. glatte Petersilie oder Schnittlauch nehmen. Wenn es keinen guten frischen Dill gibt, greife ich auch mal zum Päckchen Tiefgefrorenen aus meinem Fridge. Geht auch, ist super praktisch.)
  8. Vor dem Servieren nochmals mit Salz, Zucker, Pfeffer und Essig abschmecken. Wenn er etwas zu „pampsig“ geraten ist, noch etwas Schmand glatt rühren und untermischen. Oder etwas Brühe oder Gemüsefond untermischen.

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