Crouffins

Freitag, 15. Januar 2016 - 10:29

Der beste Geburtstagskuchen der Welt

Der beste Geburtstagskuchen, den es gibt: Kerstin verrät ein Rezept aus ihrer Kindheit.

Rührkuchen mit Schokoladenguss Der beste Geburtstagskuchen der Welt © seasons.agency / Jalag / Bender, Uwe

Na, nun ist aber genug mit Weihnachten und Neujahr, oder? Aber meine 2 Weihnachtmänner, das Schoko-Hufeisen und der Gebäckschmuck aus Schoki wird jetzt noch für meinen Pöppelkuchen „verbraten“. Denn meine Schwester Natalie hat morgen Geburtstag und ich brauche dann keine Schokoplättchen oder –tröpfchen mehr zu kaufen. Das passt!

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Ich habe euch ja schon gestern erzählt, dass dieser Rührkuchen aus der Gugelhupfform unser Familienkuchen ist. Ja, er ist einfach Geburtstag, er gehörte immer auf jeden Geburtstagstisch.

Das Beste: Man durfte ihn selber anschneiden - schon als kleines Kind, das war besonders aufregend.

Da wir, außer Natalie, alle im Sommer (von Ende Juni bis Anfang August) Geburtstag haben, einschließlich meines Vaters, war meine Mutter in dieser Zeit im „Pöppelkuchen-Stress“. Aber egal, jeder bekam einen, pünktlich am Morgen des besagten Tages strahlte er im Sonnenlicht. Mal mit Schokoguss und Smarties, Zuckerstreuseln oder gehackten Mandeln, mal auch nur mit Puderzucker bestäubt. Oh, und plötzlich hatte ihn meine Mutter auch mal in der Springform mit dem Rohrboden-Einsatz gebacken. Dann war er flacher, aber ein schöner großer Kranz - hmm, mehr kleinere Stücke, mehr Pöppel! Beim Anschneiden wollte jeder sowieso das Stück mit den meisten Pöppeln haben.

Ja, Kuchen zum Frühstück am Morgen, bevor man in die Schule musste, das hatte was, eine Mini-Geburtstagsparty vorab. Und jeder aus der Familie freute sich für den anderen, denn bald gab´s ja wieder einen Geburtstagskuchen.... pünktlich zu jedem Birthday-Date... und immer diesen...

Eistorte aus Schokolade mit Marshmellows

Geburtstagkuchen der anderen Art: Entdeckt unser Rezept für selbstgemachte Eistorte

Wer diesem Kuchen seinen Namen gegeben hat, weiß ich heute nicht mehr, mit Pöppeln waren jedenfalls die Schokostückchen gemeint. Als Pöppel werden ja die kegelartigen Spielfiguren z. B. vom „Mensch ärgere dich nicht Spiel“ bezeichnet, vielleicht daher, aber ich weiß es nicht mehr. Kinderaugen sehen ja manchmal „phantasievoller“.

Egal, köstlich-saftig ist er, probiert ihn einfach. Vielleicht wird es ja auch einer eurer Lieblingskuchen. Und wenn ihr keine Schokoreste mehr habt, kauft einfach Schokoplättchen, die gibt´s in der Backabteilung im Beutelchen. Oder -tröpfchen, ich favorisiere aber die anderen.

Das Rezept für meinen Geburtstags-Pöppelkuchen

Für den Teig

  • 350 g weiche Butter
  • 300 g feinster Zucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 5 Eier
  • abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 500 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 150 g Schokolade (Stückchen, gehackt)

Für den Guss

  • 200 g Schokolade (Stückchen, gehackt)
  • 1 Würfel Kokosfett (Palmin)

Zubereitung

  1. Butter, Zucker und Vanillezucker mit den Rührbesen des Handrührgerätes oder in der Küchenmaschine hell-cremig ca. 3 Minuten schlagen. Eier nacheinander, dann Zitronenschale unterschlagen. Mehl, Salz und Backpulver mischen, unterrühren. Dabei Milch zugießen. Teig nur 1 Minute rühren, er muss schwer reißend vom Löffel fallen.
  2. Schokostücke in etwas Mehl wälzen, dann auf ein Sieb geben und das überschüssige Mehl heraussieben. Schokostücke mit einem Teigschaber nur noch locker unter den Teig heben.
  3. Teig in eine große, gefettete und mit Mehl bestäubte Gugelhupfform (24 cm ∅) füllen, glatt streichen.
  4. Im heißen Ofen (180 Grad, unterste Schiene) 60-70 Minuten backen. Zwischendurch mit einem Stück Alufolie oder Backpapier abdecken. (Stäbchenprobe machen!)
  5. Form aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter stellen. Kuchen in der Form 30 Minuten abkühlen lassen. Kuchen mit einem Messer vorsichtig vom Rand lösen. Dann die Form seitlich mehrmals auf die Arbeitsfläche leicht klopfen. Kuchen mit der Form stürzen und nochmals oben auf die Form sanft klopfen. Etwas stehen lassen, dann löst sich der Kuchen und plumpst nach unten. Form abheben, Kuchen auskühlen lassen.
  6. Schokolade und Kokosfett im Wasserbad schmelzen, Kuchen damit überziehen. Nach Wunsch mit gehackten Mandeln, Zuckerstreuseln oder Smarties bestreuen. Guss fest werden lassen.