Crouffins

Dienstag, 12. Januar 2016 - 8:48

Butterkuchen für die Seele

Es geht doch nichts über frischen, warmen Butterkuchen! Findet zumindest Kerstin und verrät ihr Lieblingsrezept.

Butterkuchen vom Blech Butterkuchen für die Seele © seasons.agency / Jalag / Bender, Uwe

Also, für mich ist Butterkuchen so richtig Soulfood für die Seele. Gerade, wenn es draußen nass und kalt ist, eventuell auch Schnee liegt, liebe ich diesen „Push“ aus fluffigem Hefeteig mit karamellisiertem Zucker-Mandelcrunch.

Es gibt fast nichts Schöneres, als auf meiner „Sofainsel“ zu sitzen, in ein lauwarmes Stück zu beißen und mit geschlossenen Augen von Sonne und Weite zu träumen. Schon in der Küche dieser Geruch nach frischem Hefeteig im Ofen, hmm, einfach göttlich! Und im Nu breitet sich dieser „Wohlfühlduft“ in der ganzen Wohnung aus. Er fängt Dich, vertreibt den Winterblues, da wird einem sofort warm ums Herz...

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Ich mache den Hefeteig immer mit frischer Hefe, ich finde, der gegangene Teig fühlt sich so schön soft und warm an. Ich liebe, ihn zu kneten, so lauwarm und stibitze dabei ein kleines Stück zum Probieren. Ich mag gern Hefeteig naschen, manche sterben ja eher für das Abschlecken des Rührteiges vom Löffel.

Ich finde, Butterkuchen machen hat echt was Entspanntes an dunklen Tagen. Ich verrate euch mein ultimatives Rezept, dieser Kuchen geht schön auf, gelingt garantiert und ist super saftig. Der Trick: Nach dem Backen gieße ich etwas flüssige Vanillesahne auf den heißen Kuchen. Das zischt, alles wird schnell aufgesogen, und die Luftigkeit bleibt. Aber nicht zuviel Sahne, dann hat man nicht mehr das lockere „Hefegerüst“!

Einfacher Blechkuchen mit Kirschen und Beerenmix

Blechkuchen gelingt immer - wir haben die besten Rezepte

Und ich mache ihn immer mit 500 g Mehl, dann wird er schön „hoch-muffig“. Übrigens: Ich muss ihn immer gut lauwarm essen, so schmeckt er mir am besten. Butterkuchen nicht am Vortag machen, frisch ist er einfach nicht zu schlagen. Deshalb den Kuchen für Gäste immer erst am besagten Tag zubereiten und auf dem Blech lassen. Wenn sie klingeln, das Blech schnell noch einmal in den heißen Ofen bei 200 Grad für 3-5 Minuten schieben. Dann erst aufschneiden und servieren.

Viel Spaß, ihr werdet sehen, wenn ihr ihn gemacht habt, ist alles gleich viiiel einfacher...Take it easy!

Das Rezept für meinen Butterkuchen

Für ca. 16 Stücke

Für den Teig

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 75 g Zucker
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 75 g weiche Butter
  • ½ TL Vanillepulver (Gläschen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei

Für den Belag

  • 180 g weiche Butter
  • 100 g Mandelblättchen
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 100 g Sahne

Zubereitung

  1. Mehl in eine Rührschüssel geben, mit einer Faust in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe hineinbröseln, 1 TL Zucker darauf streuen. Dann die lauwarme Milch hineingießen und mit einer Gabel die Hefe darin verrühren. Dabei etwas Mehl vom Muldenrand mit einarbeiten.
  2. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Vorteig 15 Minuten am warmen Ort gehen lassen. Ich bin kein Freund vom Gehen im Ofen, der kann schnell zu heiß sein und ruck zuck ist die Hefe kaputt. Ich bevorzuge die Heizung, mit einem Geschirrtuch drauf. So gibt es einen kleinen Puffer zwischen Schüssel und Heizung.
  3. Restliche Teigzutaten hineingeben und mit den Knethacken des Handrührgerätes zum glatten Teig verkneten.
  4. Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zur Kugel formen. Schüssel auswaschen, abtrocknen und die Teigkugel hineingeben. Oben kreuzweise mit einer Küchenschere einschneiden und die Schüssel wieder mit Frischhaltefolie abdecken. Teig ca. 1 Stunde auf der Heizung gehen lassen.
  5. Hefeteig kurz durchkneten und auf einem Stück Backpapier (in Blechgröße) ausrollen. Auf´s Blech heben, Teig zu den Rändern hin noch etwas sauber drücken. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  6. In den Teig mit Zeige- und Mittelfinger dicht an dicht kleine Vertiefungen drücken. Das macht so richtig Spaß, mit den „kleinen Fingerfüßchen“ auf dem muffigen Teig spazieren zu gehen!
  7. In die Vertiefungen kleine Butterflöckchen geben, am besten mit den Fingern verteilen. Das muss nicht ganz so akurat gemacht werden. Hauptsache Butter ist überall. Sie verläuft ja noch beim Backen. Aber es sollte schon überall Butter in die Vertiefungen gelangen. Spätestens beim Backen...
  8. Mandelblättchen und Zucker darauf streuen und im heißen Ofen bei Ober- und Unterhitze (200 Grad, Mitte) 15-20 Minuten backen.
  9. Vanillezucker in die Sahne geben, glatt rühren. Blech aus dem Ofen nehmen, auf ein Rost stellen. Sofort die Vanillesahne darübergießen. Kuchen lauwarm abkühlen lassen. In Stücke schneiden, reinbeißen und genießen!