Crouffins

Freitag, 16. Dezember 2016 - 8:34

Rezept für Mini-Lebkuchenhäuser

Hier kommt unser Rezept für diese zuckersüßen veganen Mini-Lebkuchenhäuschen.

Mini-Lebkuchenhaus Rezept und Anleitung Rezept für Mini-Lebkuchenhäuser © intophoto

Knusper, knusper, Knäuschen – ich bin ganz aus dem Häuschen! Oh, wie niedlich, dachte ich, als mir unsere Praktikantenperle Isabell die Mini-Lebkuchenhäuschen aus dem Internet zeigte. „Ich finde sie auch so süß, lass sie uns nachbacken – vielleicht für euern Blog“, meinte Isabell.

Kerstin Görn

Kerstin ist stellvertretende Foodchefin der Zeitschrift FÜR SIE und bringt immer viele Ideen von ihren Reisen mit. Ihr Motto: Fertig gekochte Gerichte mit frischen Zutaten toppen!

Ich hatte für unsere Plätzchenstrecke im FÜR SIE-Extra in Heft 24 gerade einen veganen Lebkuchenteig entwickelt, der super schnell geht, dazu noch wunderbar knusprig ist und vor allem bleibt. Das ist gerade beim „Basteln“ von Hexenhäuschen wichtig. Manchmal ziehen die gebackenen Teile die Feuchtigkeit besonders an und dann wird das Häuschen weich – Einsturzgefahr! Also kein Risiko eingehen, den Teig kenne ich, da müssen wir nicht herumexperimentieren. Und wie gesagt, vegan ist er auch noch. Ist doch super! Isabell setzte den Teig an, dann ab in die Kühle.

Jetzt den Teig am besten etwa dritteln. Portionsweise zwischen zwei großen aufgeschnittenem Gefrierbeuteln, die wir etwas bemehlt haben, zum Rechteck (ca. 4 mm dick) ausgerollten. Teigplatte mit Beuteln auf ein Tablett oder Brett ziehen, ab ins Kühlhaus oder in unsere Gefriertruhe. Wenn es draußen kalt genug ist, einfach rausstellen. So wird die Platte schön kalt, man kann schier alles mit ihm anstellen, vor allem filigran ausschneiden oder –stechen.

Ja und jetzt wird´s etwas knifflig, man braucht ein wenig Geduld und ein gewisses „Bastelgen“. Ich hab erst mal mit dem Dach der Häuser angefangen. Dafür braucht ihr Rechtecke (à 3 x 2 cm groß), jeweils 2 Stück pro Haus. Also die Teigplatte erst längs in 2 cm breite Streifen, dann quer in 3 cm breite Streifen schneiden, so dass Dach-Rechtecke entstehen. Aber stopp, noch nicht abheben, erst mal wieder in die Kälte, damit sich die Rechtecke nicht verziehen. Dann mit einer kleinen Palette oder einem Messer von der Folie heben und die kleinen Plättchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Kurz abbacken. Am besten ihr bleibt in der Küche, damit die kleinen Teile nicht verbrennen. Denn manche Öfen „ticken“ ja bekanntlich etwas anders und so seid ihr auf der sicheren Seite.

 Für die Seitenteile braucht ihr pro Haus jeweils 2 Quadrate (à 2 x 2 cm) – sind etwas kleiner...Dafür die Teigplatte in 2 cm breite Streifen, jeweils längs und quer, schneiden, zack, hab ich kleine Minis. Kalt stellen, abheben, abbacken.

So, und nun kommen wir zum Häuschen-Höhepunkt, den Fronten. Da ihr Dachschrägen und Eingänge, was der Schlitz für die Becher wird, braucht, fand ich es am praktischen, erst wieder Dach-Rechtecke zu schneiden, dann eine schmale Seite oben zum Dreieck als „Giebel“ schneiden, anschließend unten den Schlitz, etwa 7 mm breit, nicht zu schmal, es muss ja ein Becherrand hineinpassen.

So, das ist schon mal die halbe Miete. Jetzt alle Teile schön auskühlen lassen – wir haben erst mal Pause gemacht und am nächsten Tag die Häuschen „zusammengeklebt.“

Mit frischer Power den Zuckerguss angerührt, erst Puderzucker und Eiweiß, dann Step by Step tropfenweise Wasser zugeben, vorsicht, er muss etwas dicker zum Spritzen sein, eben süßer Zement. Pro Häuschen nacheinander Fronten und Seitenwände kleben, nicht alles auf einmal, zwischendurch trocknen lassen. Dann immer mit einem neuen Model starten, dann wieder am anderen herumbasteln. So ist man ständig in Bewegung, es kommt kein Leerlauf auf wegen des Trocknens. Perfekt!

Dann nach Lust und Laune mit Zuckerperlen, kleine Zuckertannenbäume, Schneemänner, Herzen etc. verzieren. Das macht so richtig Spaß, man sieht, wie sie immer niedlicher werden. Solltet ihr von dem ein um anderen Teil eins überhaben, seid froh, dann könnt ihr beim Basteln wenigstens etwas wegknabbern. So nun aber - fertig! Jippie, jetzt können die Mädels zum Adventstee kommen, oder vielleicht auch zum Glühwi, na, dann Prost!

Rezept für veganen Lebkuchenteig

Zutaten für eine "Ministadt":

  • 300 g Mehl
  • 1 Pckch. Lebkuchengewürz (15 g)
  • 140 g kalte vegane Margarine (z. B. Alsan)
  • 150 g dunkler Zuckerrübensirup
  • 30 g Cashewmus (Glas, z. B. von Rewe Bio)
  • Für den Puderzuckerguss
  • 1 Packung Puderzucker (250 g)
  • 1 Eiweiß (Größe L)

Außerdem:

Kleine Zuckermotive, wie z. B. Schneemänner, Tannen, Herzen, Schneeflocken, z. B. von Tortissimo oder Cynthia Barcomi Shop

Zubereitung:

  1. Mehl und Gewürze in einer Schüssel mischen, Margarine in Flöckchen, Sirup, und Cashewmus zugeben, alles verkneten.
  2. Teig auf bemehlter Fläche zur Kugel zusammenkneten, etwas flach drücken und in Frischhaltefolie eingewickelt ca. 1 Stunde kalt stellen.
  3. Teig wie ich oben beschrieben habe, ausrollen, kalt stellen, Teile schneiden. Portionsweise auf einem mit Backpapier belegtem Blech im heißen Ofen (170 Grad, Mitte) ca. 5-6 Minuten backen.
  4. Puderzuckerguss zubereiten (siehe oben), in einen Einmal-Spritzbeutel füllen und die Spitze ca. 3 mm abschneiden. Teile zusammenkleben, verziehren.

Hier kommt unser Rezept für diese zuckersüßen veganen Mini-Lebkuchenhäuschen.

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