Crouffins

Dienstag, 24. Mai 2016 - 8:35

Rezept für Mandelbutter

Hier findet ihr eine Anleitung und ein Grundrezept für Nussbutter. Damit könnt ihr ab jetzt aus allen Nüssen ganz einfach selber Butter herstellen. Und die Rezepte für vegane Mandelbutter gibt's gleich dazu.

Mandelbutter selbermachen Rezept für Mandelbutter © intophoto

Was ist Nussbutter?

Kitchen Girl Heidi
Heidi

Heidi arbeitet in der FÜR SIE Onlineredaktion. Sie probiert gerne neue Trends aus und ist immer auf der Suche nach dem Besonderen. Ihr Motto: Man nehme eine große Menge Schokolade und der Rest ergibt sich von selbst.

Der Begriff Nussbutter bezeichnet unterschiedliche Sachen. Zum Einen, ist Nussbutter eine cremige Butter aus Nüssen, die sich perfekt als Brotaufstrich eignet (siehe Rezept für Mandelbutter unten) und zum Anderen bezeichnet Nussbutter eine Butter (auch „beurre noisette“ genannt), in der sich keine einzige Nuss befindet. Und dennoch schmeckt die Butter nussig-warm. Wie geht das? Wie kann man Nussbutter ohne Nüsse zubereiten? Dafür benötigt man nur Butter, einen Kochtopf und ein sehr feines Sieb oder Tuch. Die Butter wird erhitzt, ohne dass sie verbrennt. Dabei setzt sich der in der Butter enthaltene Milchzucker am Topfboden ab und karamellisiert. Das führt zu einer bräunlichen Färbung der Butter und auch zu dem nussigen Geschmack.

Wie genau stellt man Nussbutter her?

Gebt die Butter in einen kleinen Kochtopf. Die Menge können ihr dabei selbst bestimmen. Bei mittlerer Hitze sollte die Butter zum Schmelzen gebracht werden, bis sie beginnt, aufzuschäumen. Schaltet den Herd auf eine niedrige Hitze herunter. Nun kann die Butter bräunen. Dabei solltet ihr die Flüssigkeit stetig mit einem Schneebesen rühren. Sobald die Butter karamellfarben ist und nussig duftet, könnt ihr den Topf vom Herd ziehen. Anschließend sollte die Butter noch durch ein sehr feines Sieb oder ein Tuch geseiht werden, damit die restliche Molke aus der flüssigen Butter entfernt werden kann. Die aufgefangene Flüssigkeit ist klar und bräunlich.

Was kann man mit Nussbutter anstellen?

Nussbutter schmeckt wunderbar zu Braten, Gemüse wie zum Beispiel Blumenkohl oder Spargel oder auch in Kartoffelpüree. Ihre Besonderheit: Da die Molke nicht mehr in ihr enthalten ist, kann sie sehr stark erhitzt werden, ohne zu verbrennen. Viele Köche bevorzugen die Nussbutter deshalb zum Braten von Steaks. Aber auch in Gebäck kann die Butter sehr gut verwendet werden: Durch ihren nussigen Geschmack verfeinert sie Törtchen, Kuchen und Kekse ganz nach Geschmack.

Im Kühlschrank ist Ihre selbst hergestellte Köstlichkeit bis zu vier Wochen haltbar.

Nussbutter selbermachen - karamellisieren von Butter

Cremiger Brotaufstrich aus Nüssen - die andere Nussbutter

Ich habe vor Kurzem bei einer Messe leckere vegane Brotaufstriche aus Nüssen probiert und war begeistert - und das so sehr, dass ich mich nicht zwischen Pistazien-, Haselnuss-, Mandel- und Erdnussbutter entscheiden konnte. Als ich zuhause die Zutatenliste auf dem Glas las, war ich erstaunt wie wenig da eigentlich drin ist und dachte mir, dass muss man doch auch selbermachen können. Und siehe da, so schwierig ist es gar nicht!

Mandelbutter und Co. ganz leicht selbermachen

Da Nüsse von Natur aus viel Fett enthalten, müssen sie im Prinzip nur noch zerkleinert und mit etwas Kokosöl streichbar gemacht werden. Und dann kann man die Nussbutter nach Lust und Laune verfeinern, zum Beispiel mit Zimt, Zucker, Vanille, Salz, Kakao, Curry, Chili, Oregano, Rosmarin, Sirup oder Honig. Ihr könnt aus nahezu allen Nüssen selber Nussbutter herstellen z.B. Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Macadamianüsse, Paranüsse oder Pistazien. Auch die Nüsse selbst könnt ihr im Geschmack noch variieren indem ihr sie vorher röstet oder karamelisiert. Wer eine Nussallergie hat, kann übrigens auch aus vielen Samen und Kernen wie Pinienkernen, Sonnenblumenkernen, Leinsamen oder Sesamsamen Butter herstellen. 

Profitipp: Nüsse vorher wässern und trocknen

Wenn es euch nicht reicht Bio-Nüsse zu verwenden, weil ihr sicher gehen wollt, dass so wenige Zusatzstoffe wie möglich in eurer Butter sind, dann solltet ihr die Nüsse vorher wässern. Dafür bedeckt ihr die Nüsse mit gefiltertem Wasser und stellt sie in den Kühlschrank. Je nach Nuss kann die Zeit zum Entwässern variieren von zwei Stunden (Cashewnüsse und Sonnenblumenkerne), über vier Stunden (Pecanüsse und Walnüsse) bis hin zu acht Stunden (Mandeln, Haslnüsse, Macadamianüsse, Erdnüsse, Pinienkerne, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Sesam). Danach müssen die Nüsse noch mal mit klarem Wasser abgespült und dann wieder vollständig getrocknet werden. Dafür werden sie auf ein Blech verteilt und bleiben für 12-24 Stunden bei maximal 150 Grad im Backofen. Ihr müsst sie regelmäßig wenden bis sie komplett trocken sind. Verwendet nie Nüsse, die noch feucht sind und gebt auch nie Wasser zu eurer Nussbutter, denn das sorgt nicht nur für eine unschöne Konsistenz, sondern auch dafür, dass sie viel schneller verdirbt!

Wie mache ich Nussbutter? Hier noch mal die Grundschritte:

  1. Wenn gewünscht: Nüsse wässern und trocknen (2 Tage vorher einplanen; bei entwässerten und getrockneten Nüssen ist ggf. später mehr Öl nötig)
  2. Wenn gewünscht: Nüsse rösten oder karamelisieren
  3. Nüsse zu Mehl zerkleinern
  4. Fett z.B. Kokos- oder Sonnenblumenöl zugeben und mixen bis es sämig wird
  5. Gewürze von Hand unterrühren

Wie lange ist Nussbutter haltbar?

Nussbutter hält sich in einem geschlossenen Glas im Kühlschrank einige Wochen. Ihr könnt sie aber auch einfrieren, dann bleibt sie bis zu vier Monate frisch.

Und was kann man mit Nussbutter Brotaufstrich noch machen?

Ihr könnt sie nicht nur auf's Brot schmieren, sondern damit Nachtisch, Cremes und Kuchen verfeinern oder sie einfach in warmer Milch auflösen. Da dürft ihr wild testen.:)

Und weil das so einfach ist, haben wir hier für euch ein leckeres Rezept für Mandelbutter.

Rezept für vegane Mandelbutter

Zutaten (für ein Glas):

  • 200g unbehandelte Mandeln mit Haut
  • 2 EL Kokosöl
  • 12g Vanillezucker
  • Zimt nach Belieben

Und so geht's:

  1. Zerkleinert alle Mandeln nach und nach in der Moulinette. Macht nicht zu viele hinein, denn sie müssen Platz haben sich zu bewegen! Das Gute an der Moulinette ist, dass sie sich leicht erwärmt und damit dafür sorgt, dass sich die Fette aus den Nüssen lösen. Ob die Mandeln lange genug zerkleinert wurden, erkennt ihr daran, dass sich die Konsistenz von einer Art Mehl hin zu einer leicht klumpigen Masse ändert. Das sollte, je nach Gerät und Menge, 2-10 Minuten dauern.
  2. Nun gebt ihr das Kokosöl hinzu (das ist übrigens gar nicht flüssig wie Öl, sondern sieht eher aus wie Butter) und werft die Maschine noch mal an bis die Masse weich und cremig geworden ist. Das kann weitere 10 Minuten dauern.
  3. Erst zum Schluss werden die Gewürze wie Zucker und Zimt von Hand untergerührt.

Mandelbutter selbermachen

Aus welchen Nüsse werdet ihr eure Nussbutter machen? Ich bin gespannt. Schickt uns doch einfach ein Bild auf Facebook oder Instagram.